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500 Rätsel und Rätselscherze für jung und alt / Ein Bringmichraus für Schul und Haus cover

500 Rätsel und Rätselscherze für jung und alt / Ein Bringmichraus für Schul und Haus

Chapter 170: 165.
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About This Book

A compendium of five hundred riddles and playful puzzles arranged for school and home use, featuring word enigmas, syllable charades, and other short brainteasers. Entries use rhyme, metaphor, and linguistic trickery to prompt deduction and amusement, with items suited to individual solving, classroom exercise, or group entertainment. Sections move through different puzzle types and formats, balancing simple conundrums for children with trickier items that reward careful observation and vocabulary skills. The collection emphasizes recreational learning, sharpening reasoning and verbal agility while offering lighthearted humor and portable activities for family and classroom settings.

Ihm, der mit göttlichem Erbarmen
Geheilt der Menschheit tiefste Wunden,
Ihm hat man von den scharfen Ersten
Die Letzten um das Haupt gewunden.

94.

Ich sitze gemütlich am Felsenrand
Und sehe die Erste glänzen.
Wie rings die Wellen den Ufersand
Mit der schneeigen Zweiten umkränzen!
Wie glänzt mein Kopf, aus dem Ganzen gemacht,
Er ist gar lieb mir und teuer!
In seinem Innern hab’ ich entfacht
Ein heimliches glimmendes Feuer.

95.

Nimmt man die Erste dir, gleich mußt du sterben.
Durch eine gute Zwei kannst Weisheit du erwerben.
Das Ganze kann der Kaufmann nicht entbehren;
Es steht in der Geschäftswelt hoch in Ehren.

96.

Das Erste trocknest am Ganzen du,
Vom Zweiten schneidet das Ganze man zu.

97.

Hältst du stets die Ersten offen,
Bleibt dir manches Weh erspart;
Hat ein Unglück dich betroffen,
Lindert es die Letzte zart.
Gute Kinder sind das Ganze
Ihren Eltern jederzeit;
Aus der Blumen reichem Kranze
Winkt es in bescheid’nem Kleid.

98.

99.

Das Erste ist nicht offen;
Das Zweite ist oft schwer.
Aufs Ganze nur zu hoffen,
Bringt keinem große Ehr.

100.

Die Erste will als Vorwort dir,
Die Zweit ertönt oft zum Pläsier,
Doch geht es gegen einen Feind,
Dann ist sie immer ernst gemeint.
Zum Ganzen man das Beste wählt,
Doch zu ihm auch das Schlechte zählt.

101.

Die Erste macht selbst Helden heiß;
Die Zweite lohnt der Menschen Fleiß,
Und auf dem Ganzen findest du
Manch wack’res Haupt in süßer Ruh.

102.

Ob du Künstler oder Dichter,
Schuster, Schneider, Schlosser bist,
Freude wirst du stets empfinden,
Wenn die Erst’ vollendet siehst.
Gar verschieden ist die Zweite,
Dick und dünn und grob und fein
Und sie kann von Sammt und Seide
Oder Garn und Wolle sein.
Nicht entbehren kannst das Ganze,
Ob du Schuster, Schneider bist,
Weil es, um die Erst zu schaffen,
Jederzeit vonnöten ist.

103.

Die erste Silbe ist gar schwer,
Ein Stein ist nichts dagegen,
Nur wenn dich drückt der Sorgen Heer,
Kannst bildlich du’s erwägen.
Die Zweite, die das Mitgefühl,
Der Edelmut gegründet,
Ward manchem Herzen das Asyl,
Wo es die Heimat findet.
Steht auch die Erste wie bekannt,
Im Dienst der Todeswaffen,
Als Ganzes hat’s in Künstlerhand
Manch schönes Werk geschaffen.

104.

Die Erste sagt so viel als: »Es ist aus«,
Dasselbe sagt die Zweite mit der Dritten,
Nur paßt das eine mehr zu Saus und Braus,
Das and’re zu der Kirche heil’gen Sitten,
Zu jedes Christmenschen frommen Bitten.
Das Ganze reihet Frag’ an Frage,
Der Schüler wie der Lehrer Plage.

105.

Wenn glücklich die Erste entscheidet die Schlacht,
Nach blutigem Kriege die Zweite uns lacht;
Ein ruhmreicher Held aus vergang’nen Tagen,
Das Ganze noch lebet in Liedern und Sagen.

106.

Wer trug die Ersten nicht von Zeit zu Zeit!
Sie sind der Schatten in dem Bild des Lebens!
Warst andern sie zu mildern du bereit,
So sei getrost, du lebtest nicht vergebens.
Die Dritte treibt oft Blatt und Blut empor,
Auch trägst du es von Meister Schusters Händen;
Es ist das Ruder an dem Feuerrohr,
Den raschen Tod, wohin du willst, zu senden.
Das Ganze wütet in des Menschen Brust.
Oft unterliegt er ihm im heißen Ringen.
Nicht selten wird’s des Lebens höchste Lust,
Doch öfter noch dir die Verzweiflung bringen.

107.

Schon sank auf Wald und Eins hernieder
Der Dämmrung Schleier leis’ und sacht,
Und ihre traumumfang’nen Glieder
Begann zu regen nun die Nacht.
Am Fuße einer Drei – Vier saß ich,
Vor mir die frisch begrünte Flur;
Des heißen Tages Müh’n vergaß ich
Im holden Frieden der Natur.
Wie war erquickend diese Kühle!
Sie machte Herz und Sinne klar. –
Wie labte nach des Tags Gewühle
Sich lechzend nun mein erstes Paar
Und von den Letzten kehrte wieder
Die Herde mit melod’schem Klang,
Wobei ihr Hirte treu und bieder
Ein Lied mit frommem Sinne sang.
Leis tönten aus dem nahen Orte
Die Abendglocken übers Feld. –
So ward mir zu dem ganzen Worte
Auch noch ein Ohrenschmaus bestellt.

108.

Der ersten Silb’ entströmen Wein und Lieder,
Und was du einsam denkst, macht sie bekannt,
Oft geht sie mit dem Zwang auch Hand in Hand,
Schlägt selbst in Fesseln deine freien Glieder!
Doch gibt das zweite Paar dir Hoffnung wieder,
Sein Feueratem weht von Land zu Land,
Sprengt deines Kerkers festgetürmte Wand,
Wirft deine Häscher, deine Fesseln nieder.
Scheint zwei mit eins sich nimmer zu vertragen,
So ist das Ganze doch ein hohes Wort,
Woran man nur den Widerspruch getadelt;
Doch hat sein Widerspruch manch großen Geist geadelt!
Fürwahr! es starb des letzten letzter Hort,
Wär’ es gestorben jüngst in unsern Tagen.

(Hauff.)

109.

Liebliche Erste, du warst gepriesen von tausend Poeten
Und in Begeist’rung für dich singen unzählige noch.
Einmal nur mit all’ deiner Pracht erscheinst du des Jahres,
Und wie im Jahre, so blühst einmal im Leben du nur.
Liebe beut dir die Zweite, du kennst sie in vielerlei Arten –
Was ihm am meisten behagt, wähle ein Jeder sich aus.
So zu der Zweiten gehört auch das Ganze, das köstliche Ganze
Schenkt dir die Erste. Da ist Keiner, der es je verschmäht.

110.

Die beiden Ersten geh’n
Hervor aus Schmerz und Leid.
Die Dritte sich vollzieht
In Lust und Heiterkeit.
Durch’s Ganze stellt man uns
Handgreiflich, wunderbar,
Im Schmuck der Poesie
Den Ernst des Lebens dar.

III. Kapselrätsel:

In ein Wort sollen eine oder mehrere Silben eingeschaltet (=kapselt) werden.

111.

Seht ihr d’rin vier Spiele,
Stets ein Spieler ist’s;
Fehlen die vier Spiele,
Klar, wie Wasser, ist’s.

112.

Von höchster Stelle aus berufen,
Daß nahe ich des Thrones Stufen
Der Künste schönster liege ob,
Erwarb ich mir schon manches Lob.
Doch wenn es glückt, aus meinem Herzen
Ein sichtbar Mal ganz auszumerzen,
So dien’ als Held ich von Tirol
Der tapfern Treue zum Symbol.

113.

Die Ostsee nimmt es auf als Fluß,
Bin ich ihm zugetan;
Doch fehle ich; zu einer Stadt
Am Rheine wird es dann.

114.

Seh’ eine Mark ich darin liegen,
Hol’ ab und zu ich’s von der Post:
Doch fehlt die Mark dem Rätselworte,
Empfang ich’s täglich von der Post.

115.

Wo etwas nur verweilen kann,
Triffst du zu jeder Zeit mich an;
Doch fügst du mir den Namen ein,
Dann bin ich oft von Erz und Stein,
Wohl auch von Holz, Gips oder Stuck
Und diene immer nur zum Schmuck.

116.

Siehst Erich meinen Bruder,
Du in dem Wort versteckt,
Wird’s mich von Herzen freuen,
Wenn’s jeden Tag dir schmeckt.
Tret’ ich jedoch für Erich ein,
Schafft dir das Rätselwort nur Pein.

117.

Sieht man Ischl darin liegen,
Tummelt’s sich im Rhein;
Fehlet das genannte Städtchen,
Heißt’s gleich: das ist fein.

118.

Trag’ ich ein Ei in meiner Mitte,
So galt ich schon auf Schritt und Tritte
So manchem als ein Hindernis,
Dem Untergang er schwor gewiß.
Doch wenn das Ei er weggenommen,
Um selbst an seinen Platz zu kommen,
So wink’ ich Trost und süße Ruh’
Von oben vielen Herzen zu.

119.

Trag’ ich in mir, wie jeder weiß,
Auch nichts als hartes, kaltes Eis,
Bin ich doch Quelle allen Lebens.
Mir gilt des Todes Ruf vergebens
Und ewig kann allein nur sein,
Was ich in Wahrheit nenne mein.

120.

Bin ich’s, wovor die Trägheit flieht,
Wenn in mir einen Weg man sieht,
Und was zur Nacht wie auch bei Tage
Schafft vielem eine and’re Lage.
Doch tauscht der Weg mit einer Zahl,
Bereit ich manchem herbe Qual,
Dem in bezug auf seine Schulden
An Mark es fehlet oder Gulden.

121.

Du kennst mich als den Wüstensohn,
Der gern statt Häuser Zelte baut;
Doch fliegt mein Rabe mir davon,
So fahr’ erschreckt ich aus der Haut:
Vorbei ist’s dann mit allem Spaß,
Weil ich nur diene noch als Maß.

122.

Nimm, Leser, einen Schmerzensschrei
Und laß ihn auseinander klaffen;
Dir einen Schweizerkanton leih’
Und schieb ihn in den Schmerzensschrei,
Dann hast du eine Stadt geschaffen!

123.

In den folgenden Versen von Goethe ist eine Frauengestalt aus einer Oper enthalten:

Ich sah mich um an vielen Orten
Nach lustigen, gescheiten Worten,
An bösen Tagen mußt ich mich freuen,
Daß diese die besten Worte verleihen.

IV. Logogryph:

Das Wort erhält durch Beifügung oder Weglassung eines oder mehrerer Laute eine andere Bedeutung.

124.

Mein kurzes Wort nennt eine Stadt
Am schönen Donaustrande;
Ein Zeichen mehr, ein schattiger Baum
Im lieben Vaterlande.

125.

Es ist ein Bruch; davor ein W.
Dann hört ihr’s rufen aus dem Klee;
Mit Sch jedoch birgt’s allerhand;
Oblaten, Pillen, Hut und Band.

126.

Zu fernster Spitze Afrikas
Füg ein zweisilbig Längenmaß.
So hast ein Kirchlein du erbaut,
Das hell ins Tal herniederschaut.

127.

Zwölf Geschwister sind wir zwar,
Doch immer ich der Schönste war;
Drum bringt mir jeder Huld’gung dar.
Versiehst du mich mit einem Fuß,
Bin ich ein sehr bekannter Fluß,
Den man in Deutschland suchen muß.

128.

Ich bin bekannt als deutscher Fluß,
Und gibst du mir noch Kopf und Fuß,
Dann klimm ich zu der Höh’ hinan,
Verfolgt vom kühnen Jägersmann.

129.

Mit »e« wird es ein Jude sein,
Mit »i« von hohem Wert ein Stein.

130.

Mit schnellem S und scharfem T
Hascht manche K so manche R.

131.

Ein großes Reich in Asien ich bin,
Doch kopf- und fußlos ist es hin.

132.

In den Händen der Fürsten ist es ein Zeichen der Herrschaft;
Werden die Zeichen versetzt, flößt es uns ein ihre Macht.

133.

Es liegt in Württemberg als Stadt,
Berühmt durch seine Frauen.
Doch wenn’s sein Herz verloren hat,
Trifft man’s in vielen Gauen.

134.

Wer ist’s, der mir den Berg wohl nennt,
In dem sich birgt ein Sakrament?

135.

Mit Z der Mönch es hat.
Mit C ist’s eine Stadt.

136.

S’ ist nur ein Augenblick,
Wirf einen Augenblick
In diesen Augenblick,
Ist’s oft ein Meisterstück.

137.

Auf dem See mit K,
Auf dem Hof mit H,
Durch den Schnee mit B,
In dem Kopf mit W,
Und im Mund mit Z,
Du weißt es schon, ich wett.

138.

Ich war ein Feldherr;
Nimmst du mir ein Zeichen weg,
So bin ich nur
Ein Teil von jeder Kreatur!
Zwei Zeichen weg, ein wildes Tier!

139.

Wer’s mit zu seiner Arbeit bringt,
Dem muß sie auch gelingen;
Mit Liebe wird er sie und Lust
Allzeit zu Ende bringen.
Gibt man ihm »l« statt »r« zum Fuß,
Nicht weit vom Rhein man’s suchen muß.

140.

Wo sich drängt mein Ganzes ein,
Pfleg’ ich kopflos mit zu sein.

141.

Am Wasser steht’s mit D;
Der Baum hat’s mit St;
Mit K ist es von Bein;
Mit L noch jung und klein.

142.

Bei »tt« eitel Harmonie,
Bei »ll« aber streiten sie;
Bei »ll« gibt’s oft scharfen Knall,
Bei »tt« süßen Widerhall.

143.

Wenn ihr zwei Zeichen streicht, die Quelle süßer Freuden.
Ich bin für Herrn und Land die Quelle mancher Leiden.

144.

Denke ein Wort dir, das gleich einer ärmlichen Hütte,
Anfang und Ende hinweg, – hast du ein geistig Getränk.

145.

Ein Wort ist es, das vier der Zeichen hat;
Mit drei ein Ort, doch weder Dorf noch Stadt;
Such uns nicht fern! leicht zu erspäh’n sind wir.
Indem du liest, hast beide du vor dir.

146.

Manche verzieren und schmücken das Wort, das ich meine;
Nimm ihm den dreifachen Kopf! sagt es auch gleich, was sie sind.

147.

Mit »e« erzählt’s dir was, du darfst’s nicht immer glauben;
Mit »o« kannst’s essen du, du darfst’s mir sicher glauben.

148.

Mit »a« sagts dir: du sollst es nicht so sehr,
Weil das mit »e« nicht gar so häufig mehr.

149.

Denke, mein Leser, dir jetzt einen schönen weiblichen Namen,
Vorn ein Zeichen hinzu! fiel es vom Himmel herab.

150.

Mit »i« dir fern, doch siehst du mich entzückt,
Mit »e« dir nah, doch ewig dir entrückt.

151.

Einstmals hat’s in den Alpen gelebt; jetzt ist es verschwunden;
Schiebt ihr ein l noch hinein, trifft man’s dort tausendfach an.

152.

Als Jägersmann im fernen Land
Bin ich dir, Rater, wohl bekannt;
Nimmst du mir Kopf und Fuß – o Graus!
Entsteht ein schwarzes Tier daraus. –

153.

So mancher Kaufmann macht, was ich besage,
Und in der Zeitung find’st du’s alle Tage.
Ein Fisch entsteht, – versetzest du die Zeichen,
Den du als Speise gern dir lassest reichen.

154.

Dem Faulen schafft’s Verdruß,
Dem Fleißigen Genuß.
Wirfst du ein »r« hinein,
So wird’s nichts Ganzes sein.

155.

Es ist eine große deutsche Stadt,
Doch wenn man versetzt die Zeichen hat,
Da kommt herein
Ein Tierchen klein,
Das einer Pflanze viel Schaden tut,
Darum ist ihm auch niemand gut.

156.

Mit dem A zähl ich zu denen, die dahin geschieden
Mit dem B durchzieh ich Stadt und Land.

157.

Sahst du die herrliche Stadt sich spiegeln gar stolz an dem Meere?
Schnell die Zeichen versetzt, spiegelt darin sich die Welt.

158.

Von Eisen ist’s, bald groß, bald klein,
Doch immer soll’s gerade sein.
Kehrst du die erste Silbe um
Ist Stahl und Eisen auch, doch krumm,
Und – dessen Fuß zum Kopf verkehrt
Hat das Erraten Raum gewährt.

159.

Mit einer Schar von Brüdern
Sind wir Nummer 5 und 8;
Weißt du wie auf leichte Weise
Man uns flugs zu Mädchen macht?
Füg’ hinzu ein »d« dem Einen,
Und dem Anderen ein »a«;
Wie auf eine Zauberformel
Sind die beiden Mädchen da.

160.

Ich bin im heißen Afrika geboren;
Doch trennst du grausam mir den Kopf vom Rumpfe,
So geht mein ganzer Leichnam mit verloren;
Nichts bleibt zurück als eines meiner Ohren.

161.

Nimmst du den Kopf ihr noch,
Die sonst schon starr und kalt,
Dann plötzlich hebt sie hoch
Und stolz ihr Haupt im Wald.

162.

Prang’ ich mit »o« in grünem Kleide,
Gewähr’ ich vielen große Freude;
Mit »i« bin ich sehr hochgestellt,
Mit »ü« noch höher auf der Welt.

163.

Mit einem M ist es ein Volk
Aus längst vergang’nen Zeiten;
Mit einem L ist es ein Stoff,
Draus manches wir bereiten.
Doch eh’ man’s mit dem F gebraucht,
In eine Flüssigkeit man’s taucht.

164.

Mein Ganzes suchst du oftmals zu erringen,
Ein Zeichen fort, dien’ ich dir zum Genuß;
Noch eins davon, bedeck ich Teich und Fluß,
Und soll ich nochmals dir Genüsse bringen,
Nimm noch ein Zeichen weg, jedoch am Schluß!

165.

Man nennt mich dumm, doch ohne Grund,
Denn sing’ ich nicht die schönsten Lieder?
Tausch’ jetzt den Kopf, dann flatt’re bunt
Vom Schiffe lustig ich hernieder.

166.

Es ist des Menschen höchstes, heil’ges Gut,
Wird’s ihm genommen, steht er ehrlos da;
In andrer Form dient es dem Staat zur Hut,
Wird’s ihm genommen, steht er wehrlos da.

167.

Über Berg, über Klüfte
Schwing ich hoch mich in die Lüfte,
Dort ich Herrscher bin.
Nimm den Kopf mir oder Leib,
Ich dann noch gleichlautend bleib,
Doch nicht gleich der Sinn:
Eine wohlbekannte Größe
Ist’s, in die ich mich auflöse.

168.

Zuteil werd’ ich nur höchster Würde,
Bin Glanzes Sinnbild, beut’s auch Bürde.
Versetzest in der Mitte du zwei Zeichen,
Wirst eine feste Stadt in Preußen du erreichen.

169.

Im Meer dem Fisch ist es mit »ss« eigen,
Mit »t« und »t« wird’s auf dem Meer sich zeigen.

170.

Der Franzmann prahlt einst gar zu bunt
Auf das, was mein fremd’ Wort gibt kund;
Doch, ob man’s später nicht mehr fand,
Kopflos fließt’s stets in seinem Land.

171.

Sechs sind der Zeichen,
Denen der Feind muß weichen.
Um die ersten Viere
Sie dienen,
Bereit zu Schutz, bereit zu Trutz!

172.

Ein groß und hoch Gebirg ist es mit »a«;
Mit »o« ich’s fast an jedem Schlosse sah;
Mit »e« ein groß Stück Holz liegt vor mir da.

173.

Wer’s ist mit »n«, der tut mir leid,
Weil dem Verlachen er geweiht,
Sei Herr er oder Dame.
Mit einem »t« zu jeder Zeit
Gelt ich als Männername.

174.

Ein Städtchen im württembergischen Land, –
Setze einen Buchstaben ein, findest einen Berg,
worauf Moses stand im Hirtengewand.

175.

Flickst einem Pflanzenkind der Haid
Zwei Zeichen richtig du ans Kleid,
Wird es zu einem großen Land,
Das ohne Zweifel dir bekannt.

176.

In das Herz des größten Weltbezwingers setz’ ein »Du« hinein
Und des Leidens höchster Überwinder wird gefunden sein!

177.

Jede Landkart’ kann mich nennen,
Stadt bin ich, gar schön und reich;
Suche nördlich der Ardennen,
Doch entfernt, dann hast mich gleich.
Willst mich vorn ein wenig stutzen,
Siehst du mich an manchem Tier,
Aber keine große Zier.

178.

Doppelt ist es jedem Menschen eigen,
Doch sollt’ nen Laut es weniger zeigen,
Fast zahllos in der Erde Landen
Und schön und häßlich ist’s vorhanden.

179.

Geschichtlich ist’s mit »u« bekannt
Als Stadt in der Franzosen Land;
Ein Städtchen in dem Deutschen Reich
Wird aber es mit »e« sogleich.

180.

In das Ende eines Seiles
Schling ein langes »s« hinein,
Alsdann wird es wie durch Zauber,
Eine große Menge sein.

181.

Ein Adjektiv bin ich, das deinem Willen
Zu jeder Stunde läßt die Wahl;
Verlier’ ich aber meine erste Silbe,
Such’ mich in der Gelehrten Zahl.

182.

Mit Kopf nenn’ eine Stadt ich dir
Und diene kopflos manchem Tier
Zu seines eigenes Kopfes Zier.

183.

Gehst einsam du auf fremdem Pfad,
So scheuest du’s, wenn es dir naht –
Hat’s eingebüßt jedoch den Fuß,
Brauchst gerne zur Bedienung du’s.

184.

Wer’s ist, dem weicht ein jeder aus,
Verschlossen bleibt ihm Hof und Haus.
Ein einzig Zeichen fort nur, dann
Ist’s gern hienieden jedermann.

185.

Wer es dir bringt, der ist dir wert;
Denn oft hast du’s vielleicht entbehrt
In trüber Lebenslage!
Ein Zeichen fort, – du hast’s nicht gern,
Hältst es von deinen Sachen fern,
Wo’s tunlich ohne Frage,
Und noch ein Zeichen fort, so bricht
Von dort dir an das Himmelslicht
So ein wie alle Tage!

186.

Wohl mit tausend scharfen Zähnen
Sucht es Rauhes zu verschönen;
Nimmt man ihm das erste Zeichen,
Hilft es schnell ein Ziel erreichen.

187.

In Spanien siehst du erheben
Sich eine Stadt, in der ihr Leben
Viel edle Geister lange Zeit
Der Wissenschaft allein geweiht.
Kannst den Tod aus ihr vertreiben,
So wird ein Name übrig bleiben,
Der, seit er einen Papst genannt,
Allüberall ist wohlbekannt.

188.