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500 Rätsel und Rätselscherze für jung und alt / Ein Bringmichraus für Schul und Haus cover

500 Rätsel und Rätselscherze für jung und alt / Ein Bringmichraus für Schul und Haus

Chapter 252: 245.
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About This Book

A compendium of five hundred riddles and playful puzzles arranged for school and home use, featuring word enigmas, syllable charades, and other short brainteasers. Entries use rhyme, metaphor, and linguistic trickery to prompt deduction and amusement, with items suited to individual solving, classroom exercise, or group entertainment. Sections move through different puzzle types and formats, balancing simple conundrums for children with trickier items that reward careful observation and vocabulary skills. The collection emphasizes recreational learning, sharpening reasoning and verbal agility while offering lighthearted humor and portable activities for family and classroom settings.

Als wertvoll gelt ich unbestritten
Mit einem »i« im Reich der Briten;
Doch höher stehe ich mit »e«,
Weil dann mich die Gelehrtenwelt
Zu einer ihrer Größen zählt.

189.

Man liebet mich stets dort,
Wo herrschet heit’rer Sinn;
Mein erstes Zeichen fort,
Führ’ zwischen Bergen ich hin.
Nochmals das Haupt mir ab!
Im Kartenspiel ich Geltung hab.

190.

Hast du den Atlas wohl zur Hand?
Drin findest an der Saale Strand
Du eine altersgraue Stadt:
Der Zeichen neun ihr Name hat.
Stell’ zwei der Zeichen um, im Nu
Hast eine Stadt in Baden du:
Am Bodensee, sie ist nur klein,
Doch ist berühmt ihr guter Wein.

191.

Zerstörend ist’s mit »g« bekannt,
Mit »v« ein Fluß im deutschen Land.

192.

Ein Band ist meine Hülle,
Ein Abschnitt muß ich sein,
Zumeist des Dichters Wille
Bringt Form in mich hinein.
Ist »e« in »a« verwandelt,
So wirst du durch mich reich;
Mit Wertpapieren handelt,
Wer mich besitzt, sogleich.

193.

Von Buch und Zeitungsblatt,
Mit »L« dient es dem Drucker,
Mit »R« es wohl in Nöten
Jedweder gerne hat.
Besuchet hätt’s mit »V« jüngst
Gern auf dem Lande ich,
Da macht’ es durch die Rechnung
Mit »W« mir einen Strich.

194.

Es hat sie jedes Menschenkind,
Und weißt du gern wie viel es sind,
So magst du das vorletzte Zeichen
Nur ohne weiteres durchstreichen.

195.

Mit »T« am Himmel mag es sein,
Doch muß es allezeit begleiten;
Mit »B« du siehst, nicht weit vom Rhein,
Ein schönes Land mit deutschen Leuten.

196.

Nach Dichters Mund vom Himmel geweint,
Es nun als köstlich Kleinod erscheint;
Und nimmt man ihm den Kopf alsbald,
Ersteht es als ein Baum im Wald.

197.

Ich bin ein Lied, aus alter Zeit entsprungen,
Und werde in der neu’sten noch gesungen.
Obwohl ich, als ein Fisch, die Tafel ziere,
Sobald mein erstes Zeichen ich verliere.

198.

Wohl oft sah ich im Heldenkampf sie sprühen;
Ein Zeichen d’ran, mußt du sie ziehen.

199.

In einem Teil von deinem Haus
Wirf nur ein »n« hinein;
Im Restaurant, im Kaffeehaus
Wird’s dir zu Diensten sein.

200.

Mit und auch ohne Kopf bin eine Stadt.
Kopflos Arabien mich hat;
Mit Kopf jedoch lieg’ ich nicht weit vom Rhein
Dem deutschen, den wir alle lieben,
Und lade, bist du krank, dich ein,
In mir, der doppelten, mich auszuüben.

201.

Kennst du das Wort, das Herzen mächtig bindet?
Kennst du der Liebe trauliches Symbol;
Das feste Band, das sich um Freunde windet,
Des Fürsten Heil, des Vaterlandes Wohl?
An Stärke muß ihm Stahl und Eisen weichen;
Doch hat es einen mächt’gen stillen Feind;
Streichst du des hohen Wortes erstes Zeichen,
Hast du die finstre Macht, die ich gemeint.
Solang die Welt steht, liegen diese beiden
Im Kampf um höchstes Leid und höchste Lust;
Halt fest am Ganzen, laß sie nimmer streiten
In deiner stillen und zufriednen Brust!

(Hauff.)

V. Palindrom:

Das Wort ergibt auch rückwärts gelesen einen Sinn.

202.

Alles, was die Erde hegt,
Was sich in den Lüften regt,
Freut sich meiner innig.
Umgekehrt, zieh’ ich durchs Tal
Und verhüll der Sonne Strahl.
Nie willkommen bin ich.

203.

Du findest mich stets,
Du magst mich nun lesen
Von vorne, von hinten,
Stets bin ich gewesen,
Stets bleibe ich auch
Nach altem Gebrauch.

204.

Als Frucht trat ich dir schon auf deutscher Flur entgegen.
Ein großer Staat bin ich in Asien gelegen.

205.

Für ein rotes Gemüse verkauft er der Erstgeburt Rechte.
Rückwärts wechselt sie stets, ändert oft launisch die Form.

206.

Räuber, Mörder und Verbrecher
Eingesperrt sind hinter mir;
Aber rückwärts ißt der Zecher
Mit Behagen mich zum Bier.

207.

Wer in mir ruht, weiß nichts von Müh.
Kehrst du mich um, nähr’ ich das Vieh.

208.

Fort! ich fürchte deinen Hieb;
Umgekehrt bist du mir lieb.

209.

Hast du auch vor- und rückwärts mich gelesen,
Bin ich doch immer seitwärts nur gewesen.

210.

Du magst mich vorwärts oder rückwärts lesen,
An jeder Küste bin ich oft gewesen.

211.

Lies oder miß von vorn, miß oder lies von hinten,
Du wirst mich immer gleich an Sinn und Länge finden!

212.

Lies vorwärts oder rückwärts mich,
Derselbe Vogel bleibe ich!

213.

Vorwärts ein liebender Bruder war er der Gemahlin Isaaks.
Rückwärts ein treuloser Mann, David feindlich gesinnt.

214.

Vorwärts – siehst du’s beim Gelehrten,
Voll von Büchern, groß und klein; –
Umgekehrt, – gebraucht’s der Müde,
Will er ruhig schlafen ein.

215.

Beginn’ das Wort da, wo’s beliebt,
Der Sinn wird dadurch nicht getrübt;
Es müssen’s einst wir alle werden,
Die wir noch leben hier auf Erden.

216.

Vorwärts gelesen künd ich mich
Als eine Ahnfrau dir;
Liest du mich rückwärts, dann bin ich
Als Gruß der Grüße Zier.

217.

Ob es von vorne oder rückwärts wird gelesen,
Stets liegt etwas Bestechliches in seinem Wesen;
Im ersten Falle Schmuck, Verschönerung es bedeutet,
Im zweiten Falle, was die Sinne lockt, verleitet.

218.

Gar mächtig ist’s in seinem Bau,
Erhebt dein Herz zum ew’gen Licht,
Und drehst du’s um, trägt es zur Schau,
Was heute dem Geschmack entspricht.

219.

Als eine Stadt in deutschem Land,
Bin einem jeden ich bekannt;
Doch, wenn verstellt sind meine Zeichen,
Da muß nach Mähren ich dann weichen;
Dort aber gelt’ ich auch als Stadt,
Die immerhin Bedeutung hat.

220.

Mächtiger Lebensnerv du! ob weiblich genannt oder sächlich,
Alle, welchen du fehlst, sind Bettler oder sind schwächlich!
Rückwärts gelesen – bedeckt es die Messen mit bunten Gestalten,
Kommt nun, ihr Leser und sucht, – es ist Beides im Rätsel enthalten.

221.

Wie wird doch wohl die Stadt genannt,
Die – wird ihr Name umgewandt –
Dem Aug’ und Ohr ein Wörtchen beut,
Das den, der es empfängt, erfreut.
Daß das Erraten nicht zu schwer,
Sag’ ich dir jetzt noch etwas mehr:
Daß nämlich die gedachte Stadt
Zum Herrn den Herrscher Ungarns hat.

222.

Unter den Alten
Göttergestalten
Ward dereinst er hochverehrt,
Dessen Name zeigt verkehrt
Eine Stadt auf engem Land
Zwischen zweier Meere Strand.

223.

Ob du auch rückwärts wendest mich,
Bleib’ ich doch wie vorher,
Erschöpfend unveränderlich
Bis auf den Grund das Meer.

224.

Du magst mich vor und rückwärts lesen,
Ich bleibe stets, was ich gewesen,
Versehe mein Geschäft ganz wacker,
Ich mach’ den Bauern mürb den Acker.

225.

Du magst, wie immer willst, mich lesen,
Du triffst auf mir ein hitzig Wesen,
Vom Schmied und Schlosser angefacht,
Das schnell das Eisen weicher macht.

226.

Was nicht ihr nennt mit dem von vorne,
Das eignet euch nicht trügerisch zu,
Sonst kommt es umgekehrt im Zorne
Und raubt euch des Gewissens Ruh’.

227.

Ist es nicht ein artig Wesen,
Dieses kleine Wörtlein hier?
Kannst es vor und rückwärts lesen,
Gibt es Frag’ und Antwort hier.

228.

Jüdische Weisheit aus Dichters Mund
Tut dir das Wort, das meinige, kund;
Rückwärts lies es, und es umblüht
Griechische Anmut dein Gemüt!

229.

Es ist mein Sinn zur Weiblichkeit gerichtet;
Ich steh vor ihr jahrhundertlang.
Es wird auch manchem vor mir bang,
Er wird durch mich zur Wahrheit streng verpflichtet.

230.

Vom sehnenden Blicke des sterbenden Sehers verklärt
Strahlst du, erhabener Berg, zeigst ihm das heilige Land.
Scheidend nur durft es begrüßen der Führer des jüdischen Volkes;
Segen vermittelnd im Tod, wie er’s im Leben getan.
Lies verkehrt nun die Silben, die gleichfalls die Richtung dir zeigen,
Wo das verheißene Land, deiner Pilgerfahrt Ziel?

231.

Noch sitzt auf halbverfallnem Throne,
Noch hält die längst bestrittne Krone
Die alte Königin der Welt.
Ob sie wohl je vom Throne fällt?
Vielleicht; doch lies’st du sie von hinten,
So wirst du einen König finden,
Der herrscht, seitdem die Welt besteht,
Das Reich nur mit der Welt vergeht;
Sie schießt nicht ewige Donnerkeile,
Doch ewig treffen seine Pfeile.

(Hauff.)

VI. Buchstabenrätsel:

Ein oder mehrere Buchstaben des Wortes werden verändert.

232.

Du hast mich oftmals schon gesehen;
Zwei Dutzend Brüder habe ich,
Und wenn wir nach der Ordnung stehen,
Bin ich der Zweite sicherlich;
Im Bad bin ich der Erst und werd nicht naß,
Im Grab der Letzte. – Was ist das?

233.

Mit Sp ist es ein niedlich Ding,
Ein Tierchen, munter stets und flink;
Mit St hat’s England aufzuweisen,
Man hört es dort als Münze preisen.

234.

Mit E steht’s grün und kräftig da,
Verbrenn’s, so wird aus E ein A.

235.

Mit »i« als weiser Narr bekannt;
Mit »e« als tapf’rer Held genannt;
Mit »ü« als Kleiderstoff verwandt;
Mit »o« als Hund verfolgt durch Stadt und Land.

236.

Mit »W« beim Adel hochverehrt,
Hat es mit »L« nur Lumpenwert.

237.

Hart kleid ich dich (t);
Weich iß’st du mich (d).

238.

Mit »e« such’ es auf Erden nicht,
Mit »i« an deinem Angesicht.

239.

Mit »a« ist es in jedem Haus,
Wer ruht nicht gern in selbem aus;
Mit »u« ist es im Herzensgrund,
Wer wird nicht gern von ihm gesund?

240.

Mit »a« kann’s dich empfindlich zwicken;
Doch kannst du ihr gar leicht entgehen.
Mit »u« wird’s dir viel wen’ger glücken,
Wirst oft von ihr verletzt dich sehen.

241.

Ich zog als S zum Kampfe aus
Und kam, als P, davon nach Haus;
Mein Herr, dem ich einst Feind gewesen,
Hat drauf zum Helfer mich erlesen.

242.

Es möge vor des Ersten Wüten,
Der Herr die Länder stets behüten!
Verändert wird es dorthin zeigen,
Wo nach des Tages Stundenreigen
Die Stunde scheidend uns entschwindet,
Der Abendstern die nahe Nacht verkündet.

243.

Mit W ist’s immer zu beachten,
Weil’s nutzbar, folgenreich und schwer;
Mit N als wertlos zu betrachten,
Weil nutzlos ist, gehaltlos, leer.

244.

Mit H eilt’s;
Mit R weilt’s;
Mit M nährt’s;
Mit L beschwert’s;
Mit M ragt’s;
Mit G Dank sagt’s.

245.

Mit B, was der Sieger gewinnt.
Mit H, was schnell verrinnt.

246.

Sicherlich hast du, mein Freund, das Wort, das ich meine, im Antlitz;
Vorn ein Zeichen hinweg, nennt es dir schnell einen Fluß.

247.

Mit »a« ein Vogel, dessen »Lieder«
So einfach sind wie sein Gefieder.
Mit »e« ist’s eine Pflanze wert,
Mit »o« von Damen oft begehrt,
Mit »ü« such mich als Pflanze wieder.

248.

Sieh’ ein Hauch trübt immer die glänzende Fläche des Stahles
Und verwandelt den Glanz in den verderblichen Rost.
So auch wandelt ein Laut das Sinnbild der Reinheit und Unschuld
In das Sinnbild von Schmutz, Laster, Verderben und Schuld.

249.

Ein Andres ist’s – Jahr aus, Jahr ein –
An jedem Tag mit D;
An einem Binnenmeere ist’s
Ein Hafenort mit B.
Wo immer nur der Mensch auch weilt,
Mit F bestimmt es ihn ereilt.

250.

Mit P bestimmt’s den Wert der Ware,
Mit G zählt es stets viele Jahre,
Mit K hat’s niemals Spitzen, Ecken –
Nun such’ die Lösung zu entdecken.

251.

Mit »e« ist es im brit’schen Land
Als eine Münze wohlbekannt;
Mit »o«, ein munterer Gesell,
Läuft auf vier Beinen er gar schnell.

252.

Mit P ein Tier,
Mit T ein Land!
Ist Beides dir
Vielleicht bekannt?

253.

Mit einem »r« am Schluß
Ist es ein deutscher Fluß;
Doch eine deutsche Stadt
Wenn’s »l« am Ende hat.

254.

Mit Gr, ein Ort, wo selten Licht erscheint,
Mit R, der Ruhe, der Gesetze Feind,
Mit M, ein kleines Tier, des Lichtes Freund,
Mit L, ein Mädchenname schön und hehr,
Mit Fl, durchfurchet es das weite Meer.

255.

Ist hart sein drittes Zeichen, dann
Trägt oftmals man sehr schwer daran,
Doch wenn sein drittes Zeichen weich,
Ist’s lieb dem Hungrigen sogleich.

256.

Mit »e« hat’s jedes Menschenkind,
Der seines Hauptes Schmuck büßt’ ein. –
Mit »a« jedoch nur der allein,
Wer sagt die Lösung mir?

257.

Mit »a« ist’s eine Stadt im deutschen Lande,
Mit »e« erscheint’s, sobald die Nacht verschwindet,
Mit »o« ist es als gute Frau bekannt,
Mit »ö« ist es ein Ort voll Glut und Brand,
Mit »ü« es schützend um den Leib sich windet.

258.

Wirfst in ein Wasser du zwei »p« hinein,
Wird’s warm und trocken deinen Füßen sein.

259.

Mit B lebt es in Teich und Fluß,
Mit F dem Auge bringt’s Genuß,
Mit G sieht’s froh der Landmann stehen,
Mit N läßt’s stolz der Krieger sehen.

260.

Ich kenne einen schönen Namen,
Es führen ihn viel schöne Damen.
Läßt du sein erstes Zeichen fort,
So nennt ein Lied das neue Wort;
Doch fügst in ihn ein »n« du ein,
Wird’s auf dem Meer zu finden sein.

261.

Mit »n« da ist’s ein wichtig Ding,
Und niemand schätze es gering:
Wer es nicht pfleget immerdar,
Der bleibet es mit »r« fürwahr.

262.

Mit P muß es gar vieles drücken,
Mit T so manche Kleidung schmücken;
Mit K wächst es in meinem Garten;
Es gibt darum verschiedene Arten. –

263.

Es bringt mir oft im Frühjahr
Die Gattin ein Gericht,
Das ist nicht allgewöhnlich
Und oft bekomm’ ich’s nicht.
Sie hängt ein einzig’ Zeichen,
Ein »d« der Speise an:
Freut sich, wenn sie vom Gärtner
Dafür sie kaufen kann.

264.

Gar mancher sucht es auf des Meeres Grund,
Und wer es bekommt, dem ist köstlich der Fund.
Seines Kopfes beraube nun dieses Wort
Und such’ es am Wasser, es findet sich dort!

VII. Homonym:

Dasselbe Wort hat verschiedene Bedeutung.

265.

Man läßt ihn sprechen;
Man läßt ihn stechen;
Es ist ein Vogel
Und ein Gebrechen.

266.

Er läßt sich jagen in die Flucht;
Sie aber ist ’ne süße Frucht.

267.

Du findest mich im Ungerland
Als eine wohlbekannte Stadt;
Doch auch im lieben Vaterland,
Wo mich fast jede Stube hat.

268.

Wie heißt der Befehl, den die Krieger vollziehen?
Er hat einem Tonstück den Namen verliehen.

269.

Keine Maschine,
Der ich nicht diene.
Ein Dichter ist’s
Im andern Sinn.

270.

Ein schöner Baum mit hohem Stamm,
Ein Philosoph und weiser Mann.

271.

Als Pflanze seine Schwestern eng umgeben,
Als Werkzeug kann es große Lasten heben.

272.

Es ist ein Fluß im deutschen Land;
Auch hat’s der Kutscher häufig in der Hand.

273.

Als Krankheit bringt es viele Qualen;
Als Fluß durchwandert es Westfalen.

274.

Wirst du es von andern,
Weiß man deine Schwere;
Bist du es den andern,
Schätzen sie die Ehre.

275.

Bald ist es eine Frucht, die jeder gern genießt,
Und bald ein deutscher Strom, der sich ins Meer ergießt.

276.

Was ist denn das für ein kurioses Ding:
Ein Buch ist es, ein Berg, ein Kleiderstoff
Und auch ein Schmetterling.

277.

Im Blumengarten erfreue ich wohl jedermann;
Doch zeige ich in anderem Sinn auch Trauer an.

278.

Korn wird mit ihnen rein gemacht,
Und eines gibt mit ihnen acht.

279.

Gar vielen dient’s als angenehme Speis,
Und ist doch eine Stadt im Schwarzwaldkreis.

280.

Im Norden ist’s ein deutscher Fluß,
Auch drückt man drauf gar manchen Kuß.

281.

Ich bin bestimmt den Tod zu bringen,
In Jägers und in Kriegers Hand;
Doch mit dem finstern Tod zu ringen,
Werd ich vom Arzte angewandt.

282.

Du findest uns hoch oben und zwar im kalten Nord
Und auch bei jedem Schneider siehst du uns auf mein Wort.

283.

Mein Bruder, der Jurist, studiert es treulich,
Mein Vetter, der Tourist, bestieg es neulich.

284.

Was eines Dichters Meisterstück,
Macht jedermann im Augenblick.

285.

Ein Stoß von mir:
Du läufst davon!
Ein Stoß in mich
Gibt hellen Ton.

286.

Kaleschen sind’s und Kutschen,
Denk ich’s als Mehrheit mir;
Begleit ich dich auf Reisen,
Bin ich’s als Einheit dir.

287.

Mancher Käse wird es,
Eh’ man ihn genießt,
Und das gleiche Wörtchen
Jeder Gauner ist.

288.

Vom Feldherrn wurden wir’s,
Als wir gen Frankreich zogen;
Wer’s wird bei ’nem Geschäft,
Ist ganz gewiß betrogen.

289.

Ein Zahlwort ist’s, an allen Tagen
Wird’s pünktlich auf der Uhr geschlagen;
Ein Hauptwort, das oft manchen traf,
Als große, ja die größte Straf;
Doch muß man auch, damit das Leben
Gesichert sei, es immer geben.

290.

Bei Fehlern soll man’s tun, schreibt man es klein;
Doch schreibt man’s groß, wird’s eine Insel sein.

291.

Läßt man’s in einem Wort, dann ist’s
Ein Geistlicher, doch kein Christ.
Macht man jedoch zwei Wörter draus,
Liegt es verächtlich vor dem Haus.

292.

Schreibt sich mein Wort am Anfang klein,
So muß es jeder Kaufmann tun.
Groß aber zeigt es mancher Hain,
Und herrlich läßt sich’s drunter ruhn.

293.

Ist’s Zeitwort, muß ich’s unbedingt,
Wenn ich Gewinn erstrebe.
Als Hauptwort schaff’ ich’s gleich mir an,
Wenn ich als Rentner lebe.

294.

Es wäre roh, mich aus den Augen setzen;
Drum nimm du mich, wenn’s gilt mich zu verletzen;
Auf mich zu geh’n ist manchem Passion,
Wird auch nicht immer Beute ihm zum Lohn.

295.

Ist, was du schufst, mein Rätselwort,
Sind Gold und Ehre dein,
Hat, was du liebst, mein Rätselwort,
Wie gramvoll wirst du sein!

296.

Groß – machst Jagd du wohl darauf,
Wird es gar zu keck,
Klein – kommt deren muntre Schar
Flink damit vom Fleck.

297.