Ohne daß man falsch mich nennt;
Doch hat’s manchen stark verdrossen,
Und er klopft ganz vehement.
298.
Zeigt dir an dasselbe Wort.
299.
Da mußten Reiter mit mir streiten,
Jetzt steig ich herrlich in die Lüfte,
Doch folg ich eines Knaben Leiten.
300.
Hinaus mit jugendfrohem Sinn,
Und habe dort zum Scherz gefangen,
Was ich nun selbst geworden bin.
301.
Hast du mich längst gemacht;
Bald sprichst du mich, bald schreibst du mich,
Manchmal mit viel Bedacht.
Ob groß, ob klein, der Menschengeist
Spricht immerdar aus mir –
Und doch macht leichter mich als du,
Und schneller manches Tier.
302.
Bleibt dir gleichfalls umgekehrt,
Immer in der Not willkommen
Und von ganz demselben Wert?
303.
Fand dort – verdoppelt – es nach meinem Sinn.
304.
Ist ew’ger Unbestand gemeint;
Doch wenn man es bezahlen muß,
So ist’s oft eine harte Nuß.
305.
Manchem Stein’, an Feuer reich,
Bin ich deshalb dennoch wert,
Daß man meinen Nutzen ehrt.
Leid und Unglück kommen oft,
Hast du nötig meine Kraft,
Die dir Mut und Trost verschafft.
306.
Mich hat die Feder, die einst mit mir schrieb,
Mich hat der Schlüssel, der Türen schließt,
Mich hat die Muschel, die man genießt.
307.
Doch läßt sich’s weich auch ruh’n auf mir.
308.
Und eine schöne Eigenschaft
Sind dir mit gleichem Wort bekannt.
309.
Da sie’s ist, will’s nimmer glücken.
310.
Die Leiter, die zum Himmel führt.
Es stärkt den Menschen, gibt ihm Frieden,
Wenn er sein Teuerstes verliert.
Und änderst du der Worte Ton,
Ist eine Mahnung drin enthalten,
Zu frommer Pflicht, die reich an Lohn.
311.
Einmal der in Versen spricht.
312.
Daß viele auf die Tafel kommen;
Denn sollt’ das eine nicht behagen,
So paßt ein and’res für den Magen.
Wohl niemand mag vor ihm erscheinen,
Denn viele straft’s, verschont nicht einen.
Und willst du jemand dort verklagen,
So mußt vielleicht die Kosten tragen.
313.
Hier etwas schmutzig, dort viel reiner,
Bin ich allüberall, mein Kind,
Wo Bäcker und wo Fleischer sind.
Doch doppelt bin ich aufgewachsen
Als Fluß im Land der lieben Sachsen.
314.
Es sitzt in sich – ist euch das klar?
Und sitzt’s in sich, um sich zu pflegen,
Ist’s oft in sich, um sich verlegen.
315.
Weil er Verdienst und Nutzen bringt;
Sie wird nur dann gern aufgenommen,
Wenn freudig sie und tröstlich klingt.
316.
Und doch wünschest stets du es nicht zu erhalten.
317.
Doch fang sie nicht, mein Freund, man flieht sonst vor dir!
318.
So kann es retten Leib und Leben;
Doch setzt man ihm noch Feuer zu,
Dann bringt es oft die ew’ge Ruh.
319.
Und trägt die Farbe der Natur.
Mit »Das« zeigt es die wilde Kraft
Des Wahnsinns und der Leidenschaft.
320.
Meuchelnd spring ich
Aus dem Hinterhalt hervor.
Schmeichelnd kling ich
Jedem Künstler in das Ohr.
321.
Trägt er die Taube
Hinweg zum Raube.
Ein stolzer Dampfer
Durchkreuzt er die Meere
Zu Deutschlands Ehre.
322.
Dann darf ich nimmermehr fehlen,
Es käm’ ohne mich wohl schwerlich ans Ziel,
Darauf ist ganz sicher zu zählen.
Es kann ohne mich auch bestehen kein Staat,
Das bleibet ein Satz unbestritten.
Doch trotzdem daß nimmer entbehrlich ich bin,
Bin häufig nicht gut ich gelitten.
Und segelst ins neue Jahr du bald ein,
Und fühlt deine Seele ein Bangen,
Laß Gott stets, was ich benenne, dir sein,
Wirst sicher ans Ziel du gelangen.
323.
Schon oft gewünscht sich hat,
Das sagt und zeigt dir ganz genau
Von jedem Buch das erste Blatt.
VIII. Sinnrätsel:
Das Wort soll nach seinem verschiedenen Sinn erraten werden.
324.
Wer mich entbehren muß, ist wieder nicht zufrieden.
325.
Hat einen Hut und keinen Kopf
Und hat dazu
Nur einen Fuß und keinen Schuh.
326.
Sie schlägt und hat doch keine Hand;
Sie geht und bleibt doch stehen;
Sie steht und hängt doch an der Wand.
327.
Kann nimmer fern dir sein.
328.
Eil’ ich fort im schnellen Lauf,
Höre Tag und Nacht nicht auf
Und bin doch stets im Bette.
329.
Ist ohne Stuhl und Tisch und Bett;
Indessen dem, der wohnt darin,
Recht wohl behagt es immerhin.
330.
Man ißt es nicht, doch kaut man es;
Wenn man’s nicht kaut, verbrennt man es.
Ihr kennt es, sagt: Wie nennt man es?
331.
Er hat zwei Sporen und ist kein Ritter;
Er hat eine Sichel und ist kein Schnitter.
332.
Doch heil ich Stoß und Schnitt und Stich.
333.
Nimm mir die Lasten, so bleib’ ich stehen.
334.
Hast du mich auch sogleich gebrochen.
335.
Und rätst du falsch, so hast du recht geraten.
336.
Und doch ißt nicht allein man mich.
337.
Und doch dabei ganz ruhig steht?
338.
Mir einen Vogel nennen, den ihr gar häufig seht?
339.
Damit man besser gehen kann;
Doch welche werden angelegt,
Damit sich etwas nicht bewegt?
340.
Mich setzt Wasser erst in Glut.
341.
Nur zum Stehen,
Und auf meinem Schoß hast du
Bei so mancher Arbeit Ruh’.
342.
Du meinst wohl, ich scherze? Ich sage dir: nein!
Ich stehe ja sichtbar vor deinem Gesicht;
Und willst du mich suchen, so find’st du mich nicht.
343.
Einst war das Erste furchtbar seinen Ahnen;
Der schwere Zeiger der Geschichte rückt,
Der Deutsche erbt das Zepter; ihr erblickt,
Wie dem erwählten deutschen Sohne
Im Zweiten die gewicht’ge Krone
Der Bischof auf die Stirne drückt.
Es kreist im hochgewölbten Saale
Das Dritte bei dem Krönungsmahle.
(Hauff.)
344.
In einen Brunnen steigen,
Und schwebt der eine voll herauf,
Muß sich der andre neigen.
Sie wandern rastlos hin und her,
Abwechselnd voll und wieder leer,
Und bringst du diesen an den Mund,
Hängt jener in dem tiefsten Grund,
Nie können sie mit ihren Gaben
Im gleichen Augenblick dich laben.
(Schiller.)
IX. Anagramm:
Durch Versetzung der Buchstaben wird ein anderes Wort gebildet.
345.
Stellst du die Zeichen um, ein Priesterkleid.
346.
So wißt: in mir steckt »Erbgut« und »Betrug«.
347.
Mußt du Sieger sein;
Versetzt man nun die Zeichen,
Ist’s eine Stadt am Rhein.
348.
349.
Wenn man zwei Zeichen nur verstellt,
So will’s der reiche Mann vom Geld.
350.
Wechseln zwei Zeichen in mir, raube die Wärme ich euch.
351.
Einheimisch, doch spärlich vorhanden. –
Vertauscht ihr den Kopf mit dem Fuße mir,
Gleich sind Nagetiere entstanden.
352.
Die Fische werden wohl das Zweite fliehen.
353.
Stehen die Wörter versetzt, ist es ein ätzendes Gift.
354.
Fünf der Zeichen,
Ordne sie, dann wirst du haben
Einen Namen für die Knaben;
Doch wirst du die letzten beiden
Von den ersten Zeichen scheiden
Und sie an den Anfang stellen,
Glänzt entgegen dir im hellen
Schein vom Firmament,
Was mein Wort jetzt nennt.
355.
Das als ein großes gibt sich zu erkennen,
Tu mit geschickter Weise so verkehren,
Daß du sie kannst mit Appetit verzehren.
356.
Als wenn ich immer herrschen sollte,
Was ich ihm auch nicht wünschen wollte.
Durch Umtausch beider letzten Zeichen
Mach’ mich zu einem großen Maler,
Wie wenige von Seines gleichen.
357.
Doch wird mein Kopf als Fuß verwandt,
Und liest man mich dann umgekehrt,
So werd als Speise ich verzehrt.
358.
Wenn man die Zeichen anders paart,
Entstehet flugs ein Tier daraus,
Das sieht sehr plump und häßlich aus.
359.
Komme ich geflogen, ist mein Ziel das Herz.
Steht mein Kopf am Ende, bin ich Königin;
Süße Düfte sende ich zu dir dann hin.
360.
Drei erste Zeichen stell’ mir nur zu Fuß,
Nimm fort das vierte und in aller Eil’
Verwandle ich mich in mein Gegenteil.
X. Akzenträtsel:
Je nach der Betonung der einzelnen Silben verändert sich der Sinn des Wortes.
361.
Mein – V folgt heut unbedingt;
V – mich abends zu Euch bringt.
362.
Ein Mensch, der glücklich einst gewesen,
Geworden zu dem ärmsten Mann?
Mein Freund nimm dir ein – V dran!
363.
Hat – V auf den Dank der Welt.
364.
Für jeden, der um Rat begehrt,
Doch ist’s V – der Seltenheit,
Wenn er erscheint zur rechten Zeit.
365.
Ins Land getreten war der Tod
Und hält erschreckend reiche Lesen.
Ihr kennt der Krankheit – V Wesen.
Manch’ Antlitz, noch am Abend rot,
V – am Morgen, und der Tod
In wenig, aber bangen Stunden
Hat neue Beute er gefunden.
XI. Kreuz- und Querrätsel:
Durch mehrfache Silbenverbindungen entstehen neue Wortbilder.
366.
| 1 | 2 |
| 3 | 4 |
3, 4 zur Tonne stets gehört.
Des 1, 4 Lied klingt schauerlich,
1, 3 den Frieden stört.
Nimmst 4 du nur und dazu 2,
So gibt es deren mancherlei.
XII. Rechenrätsel.
367.
Selbst wenn man’s auf den Kopf wird stellen?
368.
Welche Jahreszahl des nächsten Jahrhunderts ist eine Quadratzahl?
369.
Welche Zahl ist um 182 kleiner als ihr Quadrat?
370.
Wie entsteht aus der Zahl von 1 bis 10, jede derselben nur einmal gesetzt, die Zahl 100?
371.
Zu beweisen, daß 1 von 9 Zehn beträgt!
372.
Der Vater ist 24 Jahre älter als der Sohn,
Der Großvater 30 Jahre älter als der Vater.
Wie alt ist jeder?
373.
Zu beweisen, daß 20 - 22 = 88 ist!
374.
Zieht man von einer dreisilbigen Zahl 594 ab, so erscheinen die Ziffern der Zahl in umgekehrter Reihe.
Die erste Ziffer rechts ist zweimal so groß, als die zweite, diese zweimal so groß als die dritte.
Wie heißt die Zahl?
375.
Wie können die Ziffern 1 bis 9 in zwei Zahlen derart addiert werden, daß deren Summe = 100 wird?
XIII. Bilderrätsel:
(Rebus.)
Die Verse oder Sätze sind hier durch Figuren oder einzeln stehende Buchstaben und sonstige Zeichen ausgedrückt.
376.
| Lärm | Lärm | Lärm |
| Lärm | 0 | Lärm |
| Lärm | Lärm | |
| Lärm | Lärm | |
| Lärm | Lärm | Lärm |
377.
P.
378.
t T, t T.
379.
| W 1’ | N, n, n, N n, N, N, N. |
380.
| R | r | r. |
| r |
381.
| War | ||
| J D S War | Mu | War S S s 1’ |
| War |
| Dar | ||
| Dar | Haben | Dar |
| Dar |
382.
r n
(Eine württembergische Eisenbahnstation.)
383.
e e e e e e e e, n, n n n
r r r r.
384.
| f | F | f | F | D | ɹ | ||||
| f | F | f | F | Eh | Eh | eh | eh | ||
| f | F | F | Eh | Eh | Eh | Eh | |||
| eh | eh | eh | eh | ||||||
385.
| ung | ||
| D i F N t L i C H M ung | E | ung K n |
| ung |
| auch | i r N. |
| mit |
XIV. Arithmogryph:
(Zahlenrätsel.)
Die Buchstaben sind hier durch Ziffern vertreten.
386.
Sag, Arithmetiker, bestimmt,
Wenn man 1⁄7 mir nimmt,
Daß nur 1⁄8 bleibt!
387.
Geographisches Arithmogryph.
| 5 | 1 | 2 | 1 | 9 | 1 | Stadt auf Kuba. | |
| 4 | 7 | 2 | 11 | 14 | 12 | Berg im Kaukasus. | |
| 11 | 4 | 15 | 1 | 7 | Stadt in Rußland. | ||
| 8 | 1 | 3 | 11 | 6 | 3 | Stadt in Spanien. | |
| 10 | 13 | 11 | 1 | 9 | 14 | 10 | Meeresstraße. |
| 9 | 1 | 9 | 13 | 4 | 12 | Stadt in Frankreich. |
(NB. Die erste und vierte senkrechte Reihe bezeichnet je einen Berg.)
XV. Trennungsrätsel:
Ein zusammengesetztes Wort soll in zwei Worte getrennt werden.
388.
Ist der Name eines Metalls.
Wenn ihr beide mit je einem Fuß noch verseht,
So nennt’s zwei Bewohner des Stalls.
389.
Doch werde ich geteilt,
Nenn’ zwei Gedichte Schillers ich dem Leser unverweilt.
390.
Wie bald bin ich verloren!
Vereint ist es mein Heimatland,
In Zerbst bin ich geboren. –
391.
Bist du nicht angeseh’n –
Vereint läßt der Soldat
Auf Posten es ergehen.
392.
Wer hungrig ist, dem schmeckt es fein.
Und machst drei Teile du daraus,
So ladet’s dich zum Essen ein.
XVI. Wechselrätsel:
393.
Einen Teil von Deutschland nennt es dir dann;
Mit »st« baut es der Staat, die Stadt,
Gar mannigfaltigen Zweck es hat.
Mit »w« erscheint es vor Gericht;
Am besten ist es, du brauchst ihn nicht.
394.
Mit »Z« ist’s eine alte Stadt.
395.
Mit »o« dient es zum Schließen;
Mit »e« ein großes Loch im Stein,
Mit »o« oft Steine hat’s ganz klein;
Mit »e« erfreut’s den Kanonier,
Mit »o« ist’s aller Damen Zier. –
XVII. Ergänzungsrätsel:
Beigefügte Gedankenstriche weisen hier auf die fehlenden Worte hin.
396.
Ist’s — ihn abzuholen;
Er — in wicht’ger Sache, um
Sich — bei uns zu holen.
(NB. Die fehlenden vier Wörter bilden ein Sprichwort.)