WeRead Powered by ReaderPub
A Middle High German Primer / Third Edition cover

A Middle High German Primer / Third Edition

Chapter 25: VIII WOLFRAM VON ESCHENBACH.
Open in WeRead

About This Book

A practical introduction to Middle High German that presents pronunciation, phonology, and a systematic grammar alongside graded reading passages with notes and a glossary. It surveys vowel and consonant systems and sound changes, sets out noun declensions, adjective comparison, pronouns, verb classes, and syntax, and supplies paradigms, examples, and exercises. Selections from medieval poets and annotated texts provide practice in reading original materials, while editorial notes and bibliographic pointers guide further study. The revised edition expands the grammatical exposition and adds texts so beginners acquire the core tools needed to approach more advanced reference works and editions.

5
205

In dem lufte süeȥem meien,

sō der walt gekleidet stāt,

sō siht man sich schōne zweien

alleȥ daȥ iht liebes hāt,

unde ist mit ein ander vrō.

210

daȥ ist reht: diu zīt wil sō.

Swā sich liep ze liebe zweiet,

hōhen muot diu liebe gīt.

in der beider herzen meiet

eȥ mit vreuden alle zīt.

215

trūrens wil diu liebe niht,

swā man liep bī liebe siht.

Swā zwei liep ein ander meinent

herzenlīchen āne wanc

und sich beidiu sō vereinent

220

daȥ ir liebe ist āne kranc,

die hāt got zesamne geben

ūf ein wunneclīcheȥ leben.

Stætiu liebe heiȥet minne.

liebe, minne, ist al ein:

225

die kan ich in mīnem sinne

niht gemachen wol zuo zwein.

liebe muoȥ mir minne sīn

immer in dem herzen mīn.

Swā ein stæteȥ herze vindet

230

stæte liebe, stæten muot,

dā von al sīn trūren swindet.

stætiu liebe ist alsō guot

daȥ sie stæte freude gīt

stætem herzen alle zīt.

235

Möhte ich stæte liebe vinden,

der wold’ ich sō stæte sīn

daȥ ich dā mit überwinden

wolde gar die sorge mīn.

stæter liebe wil ich gern

240

unde unstæte gar verbern.

6

Disiu liet diu heiȥent vrowen tanz:

diu sol niemen singen, er’n sī vrō.

swer mit zühten treit der freuden kranz,

und dem sīn muot stāt von wīben hō,

245

dem erloube ich sie ze singen wol:

blīdeclīchen man sie tanzen sol.

Trūren ist ze wāre niemen guot

wan dem einen der sīn sünde klaget,

hōhen lop erwirbet hōher muot.

250

guoten wīben hōchmuot wol behaget:

dā von wil ich immer mēre sīn

hōchgemuot durch dich, guot vrowe mīn.

Vreude gibt mir dīn wol redender munt,

hōhen muot dīn reine senfte sit’:

255

vreuden tou mir ūȥ des herzen grunt

kumt von dir in elliu mīniu lit.

got hāt sīnen vlīȥ an dich geleit,

dā von dī lop ēren krōne treit.

Liehtiu ougen, dā bī brūne brā,

260

hāstu und zwei rōtiu wängelīn.

schœne bistu hie und schœne dā.

brūn rōt wīȥ, der drīer varwe schīn

treit dīn hōchgeborner schœner līp.

tugende hāstu vil, guot wīplīch wīp.

265

Daȥ du alsō manege tugende hāst,

dā von bin ich alles trūrens vrī.

sō du alsō schœniu vor mir gāst,

sō ist mir als ich in dem himel sī.

got sō schœnen engel nie gewan

270

den ich für dich wolde sehen an.

VII
DAS NIBELUNGEN-LIED.

B. Text.

ĀVENTIURE XVII.
Wie Kriemhilt ir man klagte und wie er begraben wart.

The following extract is from Bartsch’s edition, Leipzig, 1879.

Dō erbiten si der nahte     und fuoren über Rīn.

von heleden kunde nimmer     wirs gejaget sīn.

ein tier daȥ si dā sluogen,     daȥ weinden edeliu kint.

4

jā muosen sīn engelten     vil guote wīgande sint.

Von grōȥer übermüete     muget ir hœren sagen,

und von eislīcher rāche.     dō hieȥ Hagene tragen

Sīfriden alsō tōten     von Nibelunge lant

8

für eine kemenāten     dā man Kriemhilde vant.

Er hieȥ in tougenlīchen     legen an die türe,

daȥ sin dā solde vinden     so si gienge derfüre

him zer mettīne     ē daȥ eȥ wurde tac,

12

der diu vrouwe Kriemhilt     vil selten keine verlac.

Man lūte dā zem münster     nāch gewoneheit.

vrou Kriemhilt diu schœne     wahte manige meit:

ein lieht bat si ir bringen     und ouch ir gewant.

16

dō kom ein kamerære     dā er Sīfriden vant.

Er sah in bluotes rōten:     sīn wāt was elliu naȥ.

daȥ eȥ sīn herre wære,     nine wesse er daȥ.

hin zer kemenāten     daȥ lieht truog an der hant

20

von dem vil leider mære     diu vrouwe Kriemhilt ervant.

Dō si mit ir vrouwen     zem münster wolde gān,

dō sprach der kamerære     ‘jā sult ir stille stān:

eȥ līt vor dem gademe     ein ritter tōt erslagen.’

24

dō begonde Kriemhilt     vil harte unmæȥlīche klagen.

Ē daȥ si rehte erfunde     daȥ iȥ wære ir man,

an die Hagenen vrāge     denken si began,

wie er in solde vristen:     dō wart ir ērste leit.

28

von ir was allen vreuden     mit sīme tōde widerseit.

Dō seic si zuo der erden,     daȥ si niht ensprach:

die schœnen vreudelōsen     ligen man dō sach.

Kriemhilde jāmer     wart unmāȥen grōȥ:

32

do ẹrschrē si nāch unkrefte     daȥ al diu kemenāte erdōȥ.

Dō sprach daȥ gesinde:     ‘waȥ ob eȥ ist ein gast?’

daȥ bluot ir ūȥ dem munde     von herzen jāmer brast.

dō sprach si ‘eȥ ist Sīfrit,     der mīn vil lieber man:

36

eȥ hāt gerāten Prünhilt,     daȥ eȥ hat Hagene getān.’

Diu vrouwe bat sich wīsen     dā si den helt vant.

si huop sīn schœne houbet     mit ir vil wīȥen hant.

swie rōt eȥ was von bluote,     si het in schiere erkant.

40

dō lac vil jæmerlīche     der helt von Nibelunge lant.

Dō rief vil trūreclīche     diu küneginne milt:

‘owē mir mīnes leides!     nu ist dir dīn schilt

mit swerten niht verhouwen:     du līst ermorderōt.

44

unt wesse ich wer iȥ het getān,     ich riete im immer sīnen tōt.’

Alleȥ ir gesinde     klagete und scrē

mit ir lieben vrouwen,     wand’ in was harte wē

umb’ ir vil edelen herren,     den si dā heten verlorn.

48

dō het gerochen Hagene     harte Prünhilde zorn.

Dō sprach diu jāmerhafte:     ‘ir sult hine gān

und wecket harte balde     die Sīfrides man.

ir sult ouch Sigemunde     mīnen jāmer sagen,

52

ob er mir helfen welle     den küenen Sīfriden klagen.’

Dō lief ein bote balde     da ẹr si ligen vant,

die Sīfrides helede     von Nibelunge lant.

mit den vil leiden mæren     ir vreude er in benam.

56

si wolden’ȥ niht gelouben     unz man daȥ weinen vernam.

Der bote kom ouch schiere     dā der künic lac.

Sigemunt der herre     des slāfes niht enpflac:

ich wæn’ sīn herze im sagete     daȥ im was geschehen,

60

ern möhte sīnen lieben sun     lebenden nimmer gesehen.

‘Wachet, herre Sigemunt.     mich bat nāch iu gān

Kriemhilt mīn vrouwe.     der ist ein leit getān

daȥ ir vor allen leiden     an ir herze gāt:

64

daȥ sult ir klagen helfen,     wand’ eȥ iuch sēre bestāt.’

Ūf rihte sich dō Sigemunt;     er sprach: ‘waȥ sint diu leit

der schœnen Kriemhilde,     diu du mir hāst geseit?’

der bote sprach mit weinen:     ‘ine kan iu niht verdagen:

68

jā ist von Niderlanden     der küene Sīfrit erslagen.’

Dō sprach der herre Sigemunt:     ‘lāt daȥ schimpfen sīn

und alsō bœsiu mære     durch den willen mīn,

daȥ ir daȥ saget iemen     daȥ er sī erslagen:

72

wand’ ine kunde in nimmer     unz an mīn ende verklagen.’

‘Welt ir mir niht gelouben     daȥ ir mich hœret sagen,

sō muget ir selbe hœren     Kriemhilde klagen

unt alleȥ ir gesinde     den Sīfrides tōt.’

76

vil sēre erscrac dō Sigemunt:     des gie im wærlīchen nōt.

Mit hundert sīnen mannen     er von den betten spranc.

si zuhten zuo den handen     diu scharpfen wāfen lanc,

si liefen zuo dem wuofe     vil jāmerliche dan.

80

dō kōmen tūsent recken     des küenen Sīfrides man.

Dō si sō jæmerlīche     die vrouwen hōrten klagen,

dō wānden sumelīche,     si solden kleider tragen.

janẹ mohten si der sinne     vor leide niht gehaben:

84

in wart vil michel swære     in ir herzen begraben.

Dō kom der künec Sigemunt     da ẹr Kriemhilde vant.

er sprach: ‘owē der reise     here in ditze lant.

wer hāt mich mīnes kindes     und iuch des iuwern man

88

bī alsō guoten friunden     sus mortlīch āne getān?’

‘Hey solde ich den bekennen,’     sprach daȥ vil edele wīp,

‘holt enwurde im nimmer     mīn herze unt ouch mīn līp:

ich geriete im alsō leide     daȥ die friunde sīn

92

von den mīnen schulden     müesen weinende sīn.’

Sigemunt der herre     den fürsten umbeslōȥ.

dō wart von sīnen vriunden     der jāmer alsō grōȥ

daȥ von dem starken wuofe     palas unde sal

96

und ouch diu stat ze Wormeȥ     von ir weinen erschal.

Donẹ kunde niemen trœsten     daȥ Sīfrides wīp.

man zōch ūȥ den kleidern     den sīnen schœnen līp.

man wuosch im sīne wunden     unt leit’ in ūf den rē.

100

dō was sīnen liuten     von grōȥem jāmere wē.

Dō sprāchen* sīne recken     von Nibelunge lant:

‘in sol immer rechen     mit willen unser hant.

er ist in dirre bürge,     der iȥ hāt getān.’

104

dō īlten nāch wāfen     alle Sīfrides man.

Die ūȥ erwelten degene     mit schilden kōmen dar,

einlef hundert recken:     die hete an sīner schar

Sigemunt der herre.     sīnes sunes tōt

108

den wolde er gerne rechen:     des gie im wærlīchen nōt.

Sinẹ wessen wen si solden     mit strīte dō bestān,

sīne tæten’ȥ Gunther     unde sīne man,

mit den der herre Sīfrit     an daȥ gejegede reit.

112

Kriemhilt sach si gewāfent:     daȥ was ir grœȥlīche leit.

Swie michel wær’ ir jāmer     und swie starc ir nōt,

dō vorhte si harte     der Nibelunge tōt

von ir bruoder mannen,     daȥ si eȥ understuont.

116

si warnt’ si güetlīche     sō vriunde liebe vriunde tuont.

Dō sprach diu jāmers rīche:     ‘mīn her Sigemunt,

wes welt ir beginnen?     iu ist niht rehte kunt.

jā hāt der künic Gunther     sō manigen küenen man:

120

ir welt iuch alle vliesen,     welt ir die recken bestān.’

Mit ūf erbürten schilden     in was ze strīte nōt.

diu edel küneginne     bat und ouch gebōt

daȥ siȥ mīden solden,     die recken vil gemeit.

124

dō siȥ niht lāȥen wolden,     daȥ was ir wærlīchen leit.

Si sprach: ‘herre Sigemunt,     ir sult iȥ lāȥen stān

unz eȥ sich baȥ gefüege:     sō wil ich mīnen man

immer mit iu rechen.     der mir in hāt benomen,

128

wirde ich des bewīset,     ich sol im schedelīche komen.

Eȥ ist der übermüeten     hie bī Rīne vil:

dā von ich iu des strītes     rāten niht enwil.

si habent wider einen     ie wol drīȥec man.

132

nu lāȥ’ in got gelingen     als si umb uns gedienet hān.

Ir sult hie belīben,     unt dolt mit mir diu leit;

als iȥ tagen beginne,     ir helde vil gemeit,

sō helfet mir besarken     den mīnen lieben man.’

136

dō sprāchen die degene:     ‘daȥ sol werden getān.’

Iu enkunde niemen     daȥ wunder volsagen

von rittern unt von vrouwen,     wie man die hōrte klagen,

sō daȥ man des wuofes     wart in der stat geware.

140

die edelen burgære     die kōmen gāhende dare.

Si klageten mit den gesten,     want in was harte leit.

die Sīfrides schulde     in niemen het geseit,

durch waȥ der edele recke     verlüre den sīnen līp.

144

dō weinden mit den vrouwen     der guoten burgære wīp.

Smide hieȥ man gāhen,     wurken einen sarc,

von silber und von golde,     vil michel unde starc.

man hieȥ in vaste spengen     mit stahel, der was guot.

148

dō was al den liuten     harte trūrec der muot.

Diu naht was zergangen:     man sagte eȥ wolde tagen.

dō hieȥ diu edele vrouwe     zuo den münster tragen

Sīfrit den herren,     ir vil lieben man.

152

swaȥ er dā vriunde hēte,     die sach man weinende gān.

Dō sị in zem munster brāhten,// vil der gloken klanc.

dō hōrt’ man allenthalben     vil maniges pfaffen sanc.

dō kom der künic Gunther     mit den sīnen man

156

und ouch der grimme Hagene     zuo dem wuofe gegān.

Er sprach: ‘vil liebiu swester,     owē der leide dīn,

daȥ wir niht mohten āne     des grōȥen schaden sīn.

wir müeȥen klagen immer     den Sīfrides līp.’

160

‘daȥ tuot ir āne schulde’,     sprach daȥ jāmerhafte wīp.

‘Wær’ iu dar umbe leide,     son wær’ es niht geschehen.

ir hetet mīn vergeȥȥen,     des mag ich wol jehen,

da ịch dā wart gescheiden     von mīme lieben man.

164

daȥ wolde got’, sprach Kriemhilt,     ‘wær’ iȥ mir selber getān.’

Si buten vaste ir lougen.     Kriemhilt begonde jehen

‘swelher sich unschuldige,     der lāȥe daȥ gesehen;

der sol zuo der bāre     vor den liuten gēn.

168

dā bī mac man die wārheit     harte schiere verstēn.’

Daȥ ist ein michel wunder:     vil dicke eȥ noch geschiht,

swā man den mortmeilen     bī dem tōten siht,

sō bluotent im die wunden:     als ouch dā gescach.

172

dā von man die sculde     dā ze Hagenen gesach.

Die wunden vluȥȥen sēre     alsam si tāten ē.

die ē dā sēre klageten,     des wart nu michel mē.

dō sprach der künic Gunther     ‘ich wil’ȥ iuch wiȥȥen lān.

176

in sluogen schāchære:     Hagene hāt es niht getān.’

‘Mir sint die schāchære’,     sprach si, ‘vil wol bekant.

nu lāȥe eȥ got errechen     noch sīner vriunde hant.

Gunther unde Hagene,     jā habet ir iȥ getān.’

180

die Sīfrides degene     heten dō ze strīte wān.

Dō sprach aber Kriemhilt:     ‘nu habt mit mir die nōt.’

dō kōmen dise beide     dā si in funden tōt,

Gērnōt ir bruoder     und Gīselher daȥ kint.

184

in triuwen si in klageten     mit den anderen sint.

Si weinden inneclīche     den Kriemhilde man.

man solde messe singen:     zuo dem münster dan

giengen allenthalben     man wīp unde kint.

188

die sīn doch līhte enbāren,     die weinden Sīfriden sint.

Gērnōt und Gīselher     sprāchen: ‘swester mīn,

nu trœste dich nāch tōde,     als iȥ doch muoȥ sīn.

wir wellen dich’s ergetzen     die wīle unt wir geleben.’

192

donẹ kunde ir trōst deheinen     zer werlde niemen gegeben.

Sīn sarc der was bereitet     wol umbe’n mitten tac.

man huop in von der bāre     dā er ūfe lac.

in wolde noch diu frouwe     lāȥen niht begraben.

196

des muosen al die liute     michel arebeite haben.

In einen rīchen pfellel     man den tōten want.

ich wæne man dā iemen     āne weinen vant.

dō klagete herzenlīche     Uote, ein edel wīp,

200

und alleȥ ir gesinde     den sīnen wætlīchen līp.

Dō man daȥ gehōrte,     daȥ man zem münster sanc,

unt in gesarket hēte,     dō huop sich grōȥ gedranc:

durch willen sīner sēle     waȥ opfers man dō truoc!

204

er hete bī den vīnden     doch guoter vriunde genuoc.

Kriemhilt diu arme     zir kameræren sprach:

‘si suln durch mīne liebe     līden ungemach,

die im iht guotes günnen     und mir wesen holt;

208

durch Sīfrides sēle     sol man teilen sīn golt.’

Dehein kint was sō kleine     daȥ witze mohte haben,

daȥ muose gēn zem opfer.     ē ẹr wurde begraben,

baȥ danne hundert messe     man dā des tages sanc.

212

von Sīfrides vriunden     wart dō grōȥer gedranc.

Dō man dā hete gesungen,     daȥ volc huop sich von dan.

dō sprach diu vrouwe Kriemhilt     ‘irn sult niht eine lān

hīnte mich bewachen     den ūȥ erwelten degen.

216

eȥ ist an sīme lībe     al mīn vreude gelegen.

Drī tage und drī nahte     wil ich in lāȥen stān,

unz ich mich geniete     mīns vil lieben man.

waȥ ob daȥ got gebiutet     daȥ mich ouch nimet der tōt?

220

sō wære wol verendet     mīn armer Kriemhilde nōt.’

Zen herbergen giengen     die liute von der stat.

pfaffen unde müniche     si belīben bat

und alleȥ sīn gesinde,     daȥ des heldes pflac.

224

si heten naht vil arge     unt vil müelīchen tac.

Ān eȥȥen und ān trinken     beleip dā manic man.

die eȥ nemen wolden,     den wart daȥ kunt getān,

daȥ man’s in den vollen gæbe:     daȥ schuof Sigemunt.

228

dō was den Nibelungen     vil michel arebeite kunt.

Die drīe tagezīte,     sō wir hœren sagen,

die dā kunden singen,     daȥ si muosen tragen

vil der arebeite.     waȥ man in opfers truoc!

232

die vil arme wāren,     die wurden rīche genuoc.

Swaȥ man vant der armen     die es niht mohten hān,

die hieȥ man doch zem opfer     mit dem golde gān

ūȥ sīn selbes kamere.     do ẹr niht solde leben,

236

umbe sīne sēle     wart manic tūsent marc gegeben.

Urbor ūf der erden     teilte s’in diu lant,

swā sō man diu klōster     und guote liute vant.

silber unde wæte     gap man den armen gnuoc.

240

si tet dem wol gelīche     daȥ sim holden willen truoc.

An dem dritten morgen     ze rehter messezīt

sō was bī dem münster     der kirchof alsō wīt

von den lantliuten     weinens alsō vol:

244

si dienden im nāch tōde     als man lieben vriunden sol.

In den tagen vieren,     man hāt gesaget daȥ,

ze drīȥec tūsent marken,     oder dannoch baȥ,

wart durch sīne sēle     den armen dā gegeben.

248

dō was gelegen ringe     sīn grōȥiu schœne und ouch sīn leben.

Dō gote dā wart gedienet     und daȥ man vol gesanc,

mit ungefüegem leide     vil des volkes ranc.

man hieȥ in ūȥ dem münster     zuo dem grabe tragen.

252

die sīn ungern enbāren,     die sah man weinen unde klagen.

Vil lūte scrīende     daȥ liut gie mit im dan:

vrō enwas dā niemen,     weder wīp noch man.

ē daȥ man in begrüebe,     man sanc unde las:

256

hey waȥ guoter pfaffen     ze sīner pīfilde was!

Ē daȥ zem grabe kœme     daȥ Sīfrides wīp,

dō ranc mit solhem jāmer     der ir getriuwer līp,

daȥ man si mit dem brunnen     vil dicke dā vergōȥ.

260

eȥ was ir ungemüete     vil harte unmæȥlīchen grōȥ.

Eȥ was ein michel wunder     daȥ si ie genas.

mit klage ir helfende     manic vrouwe was.

dō sprach diu küneginne:     ‘ir Sīfrides man,

264

ir sult durch iuwer triuwe     an mir genāde begān.

Lāt mir nāch mīme leide     daȥ kleine liep geschehen,

daȥ ich sīn schœne houbet     noch eines müeȥe sehen.’

dō bat si’s alsō lange     mit jāmers sinnen starc,

268

daȥ man zebrechen muose     den vil hērlīchen sarc.

Dō brāhte man die vrouwen     dā si in ligen vant.

si huop sīn schœne houbet     mit ir vil wīȥen hant;

dō kuste s’ alsō tōten     den edelen ritter guot.

272

ir vil liehten ougen     vor leide weineten bluot.

Ein jæmerlīcheȥ scheiden     wart dō dā getān.

dō truoc man si von dannen:     sine mohte niht gegān.

dō vant man sinnelōse     daȥ hērlīche wīp.

276

vor leide möht’ ersterben     der ir vil wünneclīcher līp.

Dō man den edelen herren     hete nu begraben,

leit āne māȥe     sah man die alle haben

die mit im komen wāren     von Nibelunge lant.

280

vil selten vrœlīchen     man dō Sigemunden vant.

Dō was der etelīcher     der drīer tage lanc

vor dem grōȥem leide     niht aȥ noch entranc.

doch mohten si dem lībe     sō gar geswīchen niht:

284

si nerten sich nāch sorgen,     sō noch genuogen geschiht.

VIII
WOLFRAM VON ESCHENBACH.

Wolfram von Eschenbach was a native of Bavaria. Of his life little is known, not even the exact dates of his birth and death. He flourished in the latter part of the twelfth and early part of the thirteenth century, and was by far the best and most extensive representative of the Court epic poetry. He is best known by his Parzival, which contains 24,812 lines divided up into sixteen books. The following extract is taken from Book III. For editions of his works, see Lachmann, Wolfram von Eschenbach, Berlin, 1833, fifth edition, Berlin, 1891; Bartsch, Wolfram’s von Eschenbach Parzival und Titurel, Leipzig, 1875.

Sich zōch diu frouwe jāmers balt

ūȥ ir lande in einen walt,

zer waste in Soltāne;

niht durch bluomen ūf die plāne,

5

ir herzen jāmer was sō ganz,

sinẹ kērte sich an keinen kranz,

er wære rōt oder val.

sie brāhte dar durch flühtesal

des werden Gahmuretes kint.

10

liute, die bī ir dā sint,

müeȥen būwen unde riuten.

sie kunde wol getriuten

ir sun. ē daȥ sich der versan,

ir volc sie gar für sich gewan:

15

eȥ wære man oder wīp,

den gebōt sie allen an den līp,

daȥ se iemer rīters wurden lūt.

‘wan friesche daȥ mīns herzen trūt,

welch rīters leben wære,

20

daȥ wurde mir vil swære.

nu habet iuch an der witze kraft,

und helt in alle rīterschaft.’

Der site fuor angestlīche vart.

der knappe alsus verborgen wart

25

zer waste in Soltāne erzogen,

an küneclīcher fuore betrogen;

eȥ ẹnmöhte an eime site sīn:

bogen unde bölzelīn

die sneit er mit sīn selbes hant,

30

und schōȥ vil vogele die er vant.

swenne ab er den vogel erschōȥ,

des schal von sange ē was sō grōȥ,

sō weinde er unde roufte sich,

an sīn hār kērt’ er gerich.

35

sīn līp was klār unde fier:

ūf dem plān am rivier

twuog er sich alle morgen.

er’n kunde niht gesorgen,

eȥ ẹnwære ob im der vogelsanc,

40

die suoȥe in sīn herze dranc:

daȥ erstracte im sīniu prüstelīn.

al weinde er lief zer künegīn.

sō sprach sie ‘wer hāt dir getān?

du wær’ hin ūȥ ūf den plān.’

45

er’n kunde es ir gesagen niht,

als kinden līhte noch geschiht.

dem mære gienc sie lange nāch.

eins tages sie in kapfen sach

ūf die boume nāch der vogele schal.

50

sie wart wol innen daȥ zeswal

von der stimme ir kindes brust.

des twang in art und sīn gelust.

frou Herzeloyde kērte ir haȥ

an die vogele, sine wesse um waȥ:

55

sie wolte ir schal verkrenken.

ir būliutẹ und ir enken

die hieȥ sie vaste gāhen,

vogele würgen unde vāhen.

die vogele wāren baȥ geriten:

60

etslīches sterben wart vermiten:

der bleip dā lebendic ein teil,

die sīt mit sange wurden geil.

Der knappe sprach zer künegīn

‘waȥ wīȥet man den vogelīn?’

65

er gerte in frides sā zestunt.

sīn muoter kuste in an den munt:

diu sprach ‘wes wende ich sīn gebot,

der doch ist der hœhste got?

suln vogele durch mich fröude lān?’

70

der knappe sprach zer muoter sān

‘owē muoter, waȥ ist got?’

‘sun, ich sage dir’ȥ āne spot.

er ist noch liehter denn’ der tag,

der antlitzes sich bewac

75

nāch menschen antlitze.

sun, merke eine witze,

und flēhe in umbe dīne nōt:

sīn triwe der werlde ie helfe bōt.

sō heiȥet einẹr der helle wirt:

80

der ịst swarz, untriuwe in niht verbirt.

von dem kēr’ dīne gedanke,

und och von zwīvels wanke.’

sīn muoter underschiet im gar

daȥ vinster unt daȥ lieht gevar.

85

dar nāch sīn snelheit verre spranc.

er lerntẹ den gabylōtes swanc,

dā mite er manegen hirz erschōȥ:

des sīn muoter und ir volc genōȥ.

eȥ wære æber oder snē,

90

dem wilde tet’ sīn schieȥen wē.

nu hœret fremdiu mære.

swenne er’rschōȥ daȥ swære,

des wære ein mūl geladen genuoc,

als unzerworht hin heim er’ȥ truoc.

95

Eins tages gieng er den weideganc

an einer halden, diu was lanc:

er brach durch blates stimme ‘en zwīc.

dā nāhen bī im gienc ein stīc:

dā hōrt’ er schal von huofslegen.

100

sīn gabylōt begund’er wegen:

dō sprach er ‘waȥ hān ich vernomen?

wan wolte et nu der tiuvel komen

mit grimme zorneclīche!

den bestüende ich sicherlīche.

105

mīn muoter freisen von im saget:

ich wæne ir ellen sī verzaget.’

alsus stuont er in strītes ger.

nu seht, dort kom geschūftet her

drī rīter nāch wunsche var,

110

von fuoȥe ūf gewāpent gar.

der knappe wānde sunder spot,

daȥ ieslīcher wære ein got.

dō stuont ouch er niht langer hie,

in’ȥ phat viel er ūf sīniu knie.

115

lūte rief der knappe sān

‘hilf, got: du maht wol helfe hān.’

der vorder zornes sich bewac,

dō der knappe im phade lac:

‘dirre tœrsche Wāleise

120

unsich wendet gāher reise.’

ein prīs den wir Beier tragen,

muoȥ ich von Wāleisen sagen:

die sint tœrscher denne beiersch her,

und doch bī manlīcher wer.

125

swer in den zwein landen wirt,

gefuoge ein wunder an im birt.

Dō kom geleischieret

und wol gezimieret

ein rīter, dem was harte gāch.

130

er reit in strīteclīchen nāch,

die verre wāren von im komen:

zwēn’ rīter heten im genomen

ein’ frouwen in sīm’ lande,

den helt eȥ dūhte schande:

135

in müetẹ der juncfrouwen leit,

diu jæmerlīche vor in reit.

dise drī wāren sīne man.

er reit ein schœne kastelān:

sīns schildes was vil wēnic ganz.

140

er hieȥ Karnahkarnanz

leh cons Ulterlec.

er sprach ‘wer irret uns den wec?’

sus fuor er zuome knappen sān.

den dūhte er als ein got getān:

145

er’n het’ ē sō liehtes niht erkant.

ūfẹm towe der wāpenroc erwant.

mit guldīn schellen kleine

vor ietwederem beine

wārn die stegreife erklenget

150

unt ze rehter māȥe erlenget.

sīn zeswer arm von schellen klanc,

swar er’n bōt oder swanc.

der was durch swertslege sō hel:

der helt was gein prīse snel.

155

sus fuor der fürste rīche,

gezimiert wünneclīche.

Aller manne schœne ein bluomen kranz,

den vrāgte Karnahkarnanz

‘junchērre, sāht ir für iuch varen

160

zwēn’ rīter die sich niht bewaren

kunnen an rīterlīcher zunft?

sie ringent mit der nōtnunft

und sint an werdekeit verzaget:

sie füerent roubes eine maget.’

165

der knappe wānde, swaȥ er sprach,

eȥ wære got, als ime verjach

frou Herzeloyd’ diu künegīn,

do s’im underschiet den liehten schīn.

dō rief er lūte sunder spot

170

‘nu hilf mir, helfe rīcher got.’

vil dicke viel an sīn gebet

fil li roy Gahmuret.

der fürste sprach ‘ich pin niht got,

ich leiste ab gerne sīn gebot.

175

du maht his vier rīter sehen,

ob du ze rehte kundest spehen.’

der knappe frāgte fürbaȥ

‘du nennest rīter: waȥ ist daȥ?

hāstu niht gotelīcher kraft,

180

sō sage mir, wer gīt rīterschaft.’

‘daȥ tuot der künec Artūs.

junchērre, komet ir in des hūs,

der bringet iuch an rīters namen,

daȥ ir’s iuch niemer durfet schamen.

185

ir muget wol sīn von rīters art.’

von den helden er geschouwet wart:

dō lac diu gotes kunst an ime.

von der āventiurẹ ich daȥ nime,

diu mich mit wārheit des beschiet:

190

nie mannes varwe baȥ geriet

vor ime sīt Adāmes zīt.

des wart sīn lop von wīben wīt.

Aber sprach der knappe sān

dā von ein lachen wart getān.

195

‘ay rīter got, waȥ mahtu sīn?

du hāst sus manec vingerlīn

an dīnen līp gebunden,

dort oben unt hie unden.’

aldā begreif des knappen hant

200

swaȥ er īsers ame fürsten vant:

des harnasch begunder schouwen.

‘mīner muoter juncfrouwen

ir vingerīn an snüeren tragent,

diu niht sus an ein ander ragent.’

205

der knappe sprach durch sīnen muot

‘war zuo ist ditze guot,

daȥ dich sō wol kan schicken?

i’ne mages niht abe gezwicken.’

der fürste im zeigete sā sīn swert:

210

‘nu sich, swer an mich strītes gert,

des selben wer ich mich mit slegen:

für die sīne muoȥ ich an mich legen,

und für den schuȥ und für den stich

muoȥ ich alsus wāpen mich.’

215

aber sprach der knappe snel

‘ob die hirze trüegen sus ir vel,

son’ verwunt’ ir niht mīn gabylōt.

der vellet manger vor mir tōt.’

Die rīter zurnden daȥ er hielt

220

bi dem knappen der vil tumpheit wielt.

der fürste sprach ‘got hüete dīn.

ōwī wan wær’ dīn schœne mīn!

dir hete got den wunsch gegeben,

ob du mit witzen soldest leben.

225

diu gotes kraft dir virre leit.’

die sīne und och er selbe reit,

unde gāheten balde

z’einem velde in dem walde.

dā vant der gefüege

230

frōn Herzeloyden phlüege.

ir volke leider nie geschach;

die er balde eren sach:

si bẹgunden sæn, dar nāch egen,

ir gart ob starken ohsen wegen.

235

der fürste in guoten morgen bōt,

und frāgte sẹ, op sie sæhen nōt

eine juncfrouwen līden,

sine kunden niht vermiden,

swes er vrāgt’, daȥ wart gesaget.

240

‘zwēne rīter und ein maget

dā riten hiute morgen.

diu frouwe fuor mit sorgen:

mit sporen sie vaste ruorten,

die die juncfrouwen fuorten.’

245

eȥ was Meljahkanz.

den ergāhte Karnachkarnanz,

mit strīte er ime die frouwen nam:

diu was dā vor fröuden lam.

sie hieȥ Īmāne

250

von der Bēāfontāne.

Die būliute verzageten,

dō die helde für sie jageten.

sie sprāchen ‘wie’st uns sus geschehen?

hāt unser junchērre ersehen

255

ūf disen rītern helme schart,

sonẹ hān wir uns niht wol bewart.

wir sulen der küneginne haȥ

von schulden hœren umbe daȥ,

wand’ er mit uns dā her lief

260

hiute morgen dō sie dannoch slief.’

der knappe enruochte ouch wer dō schōȥ

die hirze kleine unde grōȥ:

er huop sich gein der muoter wider,

und sagete ir mær’. dō viel sie nider:

265

sīner worte sie sō sēre erschrac,

daȥ sị unversunnen vor im lac.

dō diu küneginne

wider kom z’ir sinne,

swie sie dā vor wær’ verzaget,

270

dō sprach sie ‘sun, wer hāt gesaget

dir von rīters orden?

wā bist du’s innen worden?’

‘muoter, ich sach vier man

noch liehter danne got getān:

275

die sageten mir von rīterschaft.

Artūses küneclīchiu kraft

sol mich nāch rīters ēren

an schildes ambet kēren.’

sich huop ein niuwer jāmer hie.

280

diu frouwe enwesse rehte, wie

daȥ sie ir den list erdæhte

unde in von dem willen bræhte.

Der knappe tump unde wert

iesch von der muoter dicke ein pfert.

285

daȥ begunde sẹ in ir herzen klagen.

sie dāhte ‘i’n wil im niht versagen:

eȥ muoȥ aber vil bœse sīn.’

dō gedāhte mēr diu künegīn

‘der liute vil bī spotte sint.

290

tōren kleider sol mīn kint

ob sīme liehten lībe tragen.

wirt er geroufet unt geslagen,

sō kumet er mir her wider wol.’

ōwē der jæmerlīchen dol!

295

diu frouwe nam ein sactuoch:

sie sneit im hemede unde bruoch,

daȥ doch an eime stücke erschein,

unz enmitten an sīn blankeȥ bein.

daȥ wart für tōren kleit erkant.

300

ein gugel man obene drūfe vant.

al frisch rūch kelberīn

von einer hūt zwei ribbalīn

nāch sīnen beinen wart gesniten.

dā wart grōȥ jāmer niht vermiten.

305

diu künegīn was alsō bedāht,

sie bat belīben in die naht.

‘dunẹ solt niht hinnen kēren,

ich wil dich list ē lēren.

an ungebanten strāȥen

310

soltu tunkel fürte lāȥen:

die sīhte unde lūter sīn,

dā solte al balde rīten īn.

du solt dich site nieten,

der werelde grüeȥen bieten.

315

ob dich ein grā wīse man

zuht wil lērn als er wol kan,

dem soltu gerne volgen,

und wis im niht erbolgen.

sun, lā dir bevolhen sīn,

320

swa du guotes wībes vingerlīn

mügest erwerben unt ir gruoȥ,

daȥ nim: eȥ tuot dir kumbers buoȥ.

du solt z’ir kusse gāhen

und ir līp vast’ umbevāhen:

325

daȥ gīt gelücke und hōhen muot,

op sie kiusche ist unde guot.

du solt och wiȥȥen, sun mīn,

der stolze küene Lähelīn

dīnen fürsten abe ervaht zwei lant,

330

diu sollen dienen dīner hant,

Wāleis und Norgāls.

ein dīn fürste Turkentals

den tōt von sīner hende enphienc:

dīn volc er sluoc unde vienc.’

335

‘diz riche ich, muoter, ruocht es got:

in verwundet noch mīn gabylōt.’

Des morgens dō der tag erschein,

der knappe balde wart enein,

im was gein Artūse gāch.

340

frou Herzeloyde in kuste und lief im nāch.

der werelde riuwe aldā geschach.

dō sie ir sun niht langer sach

(der reit enwec: wem’st deste baȥ?),

dō viel diu frouwe valsches laȥ

345

ūf die erde, aldā sie jāmer sneit

dō daȥ se ein sterben niht vermeit.

ir vil getriulīcher tōt

der frouwen wert’ die hellenōt.

ōwol sie daȥ se ie muoter wart!

350

sus fuor die lōnes bernden vart

ein wurzel der güete

und ein stam der diemüete.

ōwē daȥ wir nu niht enhān

ir sippe unz an den eilften spān!

355

des wirt gevelschet manec līp.

doch solten nu getriuwiu wīp

heiles wünschen disem knaben,

der sich hie von ir hāt erhaben.