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Allerhand Sprachdummheiten / Kleine deutsche Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des Häßlichen cover

Allerhand Sprachdummheiten / Kleine deutsche Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des Häßlichen

Chapter 33: Einundderselbe
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About This Book

Der Text versammelt typische Fehler und unsichere Wendungen der deutschen Sprache und erläutert sie nach Wortbildung, Formenlehre und Satzbau geordnet. Er behandelt Deklinationen und Konjugationen, Plural- und Genitivformen, Steigerung, Partizipien, Präpositionen, Relativsätze, Tempus- und Modusfragen sowie zahlreiche Beispiele problematischer Formulierungen. Ziel ist weniger ein vollständiges Regelwerk als die Schärfung des Sprachgefühls: durch kritische Analyse und treffende Beispiele soll eine einfachere, natürlichere Ausdrucksweise gefördert werden. Das Werk ist als aufmerksam zu studierender Leitfaden gedacht, nicht als bloßes Nachschlagewerk.

Einundderselbe

Der arge Mißbrauch, der mit dem Pronomen derselbe getrieben wird (daß man es fortwährend für er oder dieser gebraucht; vgl. S. 226), hat dazu geführt, daß man nun einundderselbe sagen zu müssen glaubt, wo man derselbe mit seiner wirklichen Bedeutung meint. Diese überflüssige Zusammensetzung wird vollends schleppend, wenn man sie pedantisch dekliniert: eines und desselben, einem und demselben. Wer sie nicht entbehren zu können glaubt, der schreibe wenigstens: an einunddemselben Tage, im Laufe einunddesselben Jahres, in einundderselben Hand. Dieselbe Freiheit nimmt man sich ja auch bei Grund und Boden: die Entwertung des Grund und Bodens (als ob beides nur ein Wort wäre), nicht des Grundes und Bodens; ebenso: ein Hut mit blau und weißem Band, wenn nicht zwei verschiedenfarbige Bänder gemeint sind, sondern ein zweifarbiges.