Hopfen-Hefen.
Dieser treffliche, und ich möchte sagen, unentbehrliche Artikel in jedem Ansiedler-Hause, ist ein schätzbares Substitut für Ale- oder Bier-Hefen, und wird auf folgende einfache Weise bereitet: — Man nimmt zwei Hände voll Hopfen, kocht diese Quantität in einer Gallone weichen Wassers, wenn man dergleichen bekommen kann, bis der Hopfen zu Boden des Gefäßes sinkt; bereitet einen Teig, indem man eine Dessert-Schüssel voll Mehl und kaltes Wasser so lange zusammen rührt, bis sie eine weiche und ziemliche dicke Masse bilden; filtrirt die Hopfen-Flüssigkeit, während sie noch siedend heiß ist, in das Gefäß, welches den Teig enthält, und läßt einen Gehülfen die Hopfen-Flüssigkeit abgießen, während man den Teig umrührt. Sobald sie bis zu einer gelinden Wärme abgekühlt ist, so daß man den Finger ohne unangenehme Empfindung hinein halten kann, füge man ein Glas von den frühern Hefen, oder etwas weniges Sauerteig hinzu, um sie gähren zu machen; ist auch dies geschehn, so läßt man sie ruhig stehen, bis sie gehörig gegohren hat, füllt sie dann auf Flaschen und verkorkt sie sorgfältig. Den Sommer über muß sie im Keller oder an einem kühlen Ort stehen, und im Winter muß man dafür sorgen, daß sie nicht friert. Einige fügen zwei oder drei mehlige, wohl gekochte und fein gestoßne Kartoffeln hinzu, was während der kalten Monate des Jahres sich sehr vortheilhaft erweist. Ein Zusatz von Kartoffeln zu Brodmehl ist ebenfalls höchst zweckmäßig und meines Erachtens für neue Ankömmlinge, die alle ihr Mehl kaufen müssen, jedenfalls ein großes Ersparniß.
Folgende Methode liefert mir ein schmackhafteres, leichteres Brod als das auf dem gewöhnlichen Wege gemischte Mehl: — Angenommen, ich wollte ungefähr anderthalb Stein Mehl verbacken, so koche ich, (versteht sich, nachdem sie völlig rein geschält sind,) etwa drei Dutzend ziemlich große Kartoffeln, in ungefähr drei Quart oder einer Gallone Wasser, bis die Flüssigkeit das Ansehn einer dünnen Grützsuppe zeigt, und die Kartoffeln sich mit dem Wasser fast ganz verkörpert haben. Mit dieser Kartoffel-Grütze wurde das Mehl vermischt, Wasser war nicht erforderlich, außer wenn ich zufällig nicht genug von der Mischung hatte, um mein Mehl hinlänglich anzufeuchten. Dieselbe Methode, zu kneten, die Gährung durch Hefen zu bewirken u. s. w., wird bei anderm Teige und Brode angewendet. Während des Backens nimmt es eine glänzend hellbraune Farbe an und ist leichter als das auf gewöhnlichem Wege bereitete Brod, daher eine Kenntniß des besprochnen Verfahrens den Emigranten-Familien nützlich sein dürfte.