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Aus der Jugendzeit; Historie von der schönen Lau cover

Aus der Jugendzeit; Historie von der schönen Lau

Chapter 28: Gesang zu zweien in der Nacht.
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About This Book

A compact collection pairs lyrical poems with a short narrative, tracing youthful memory, tender longing, and rural reverie. Brief lyrics render dawn, wind, winter mornings, and private encounters in musical, concise language, while occasional homely admonitions and dialogues offer sober advice and social observation. Pastoral imagery and folk motifs infuse courtship, nostalgia, and playful scenes with mythic resonance. The longer prose piece complements the poems by folding legend and romance into the same tonal world, producing a quietly reflective portrait of early feeling, imagination, and the consolations of nature.

Gesang zu zweien in der Nacht.

Sie.
Wie süß der Nachtwind nun die Wiese streift
und klingend jetzt den jungen Hain durchläuft!
Da noch der freche Tag verstummt,
hört man der Erdenkräfte flüsterndes Gedränge,
das aufwärts in die zärtlichen Gesänge
der reingestimmten Lüfte summt.

Er.
Vernehm' ich doch die wunderbarsten Stimmen,
vom lauen Wind wollüstig hingeschleift,
indes, mit ungewissem Licht gestreift,
der Himmel selber scheinet hinzuschwimmen.

Sie.
Wie ein Gewebe zuckt die Luft manchmal,
durchsichtiger und heller aufzuwehen;
dazwischen hört man weiche Töne gehen
von sel'gen Feen, die im blauen Saal
zum Sphärenklang,
und fleißig mit Gesang,
silberne Spindeln hin und wieder drehen.

Er.
O holde Nacht, du gehst mit leisem Tritt
auf schwarzem Samt, der nur am Tage grünet,
und luftig schwirrender Musik bedienet
sich nun dein Fuß zum leichten Schritt,
womit du Stund' um Stunde missest,
dich lieblich in dir selbst vergissest —
du schwärmst, es schwärmt der Schöpfung Seele mit!