Lied vom Winde.
Sausewind, Brausewind,
dort und hier!
Deine Heimat sage mir!
„Kindlein, wir fahren
seit viel vielen Jahren
durch die weit weite Welt,
und möchten's erfragen,
die Antwort erjagen,
bei den Bergen, den Meeren,
bei des Himmels klingenden Heeren:
die wissen es nie.
Bist du klüger als sie,
magst du es sagen.
— Fort, wohlauf!
Halt' uns nicht auf!
Kommen andre nach, unsre Brüder,
da frag' wieder.“
„Wer's nennen könnte!
Schelmisches Kind,
Lieb' ist wie Wind,
rasch und lebendig,
ruhet nie,
ewig ist sie,
aber nicht immer beständig.
— Fort! Wohlauf! auf!
Halt' uns nicht auf!
Fort über Stoppel und Wälder und Wiesen!
Wenn ich dein Schätzchen seh',
will ich es grüßen.
Kindlein, ade!“