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Aus Indien

Chapter 26: Abend auf dem Roten Meer
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About This Book

A series of travel sketches and diary fragments chronicles a voyage through the eastern seas and Ceylon, offering vivid sensory accounts of shipboard nights, canal stoppages, tropical landscapes, port arrivals, and street impressions. The narrator observes local customs and fleeting encounters with other travelers and residents, attending closely to light, sound, and mood. Interspersed poems and journal pages lend a reflective, sometimes melancholic tone, producing compact vignettes that meditate on displacement, cultural difference, and the small, telling incidents that shape the experience of travel.

Abend auf dem Roten Meer

Von brennenden Wüsten her

Zittert ein giftiger Wind,

Dunkel wartet das wenig bewegte Meer,

Hundert hastige Möwen sind

Durch die offene Hölle unsre Begleiter.

Blitze reißen kraftlos am Himmelsrand,

Keines Regens Wohltat kennt dieses verfluchte Land.

Drüben aber steht licht und heiter

Eine friedliche Wolke allein;

Die hat uns Gott dahin gestellt,

Daß wir nicht länger trostlos sein

Und einsam leiden mögen in dieser Welt.

Niemals will ich die Öde unermessen

Und nie diese quälende Hölle vergessen,

Die ich am heißesten Ort der Erde fand;

Daß aber darüber die lächelnde Wolke stand,

Soll mir ein Zeichen sein für die lastende Schwüle,

Die ich in meines Lebens Mittag mir nahen fühle.