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Briefe an Ludwig Tieck (1/4) / Erster Band cover

Briefe an Ludwig Tieck (1/4) / Erster Band

Chapter 27: Bacherer, Dr. G.
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About This Book

A selection of correspondence received by a noted German writer presents letters from a wide range of contemporaries and associates, gathered and edited with a prefatory essay that explains the editorial choices. The volume preserves an alphabetical arrangement where possible, notes gaps and damage from binding and illegible manuscripts, and omits family papers and passages judged private or injurious. Together the surviving letters illuminate the author’s literary activities, critical opinions, social networks and personal relationships across successive generations while the editor draws attention to editorial limitations and the difficulties of establishing a strict chronological sequence.

Bacherer, Dr. G.

Wäre auch dieser Herr B. der, theils in Wien, theils an andern Orten als „Publizist“ thätige, Verfasser eines unter dem Titel „Portefoglio“ erschienenen Buches voll politischer, diplomatischer, litterarischer und anderer Anekdoten — oder Unwahrheiten, so würde dessen Autorruhm schwerlich Veranlassung geben, seinen Namen unserer Briefsammlung einzureihen. Nachstehende Zeilen sind jedoch immer ein hübscher Beitrag zur Entstehungsgeschichte gewisser anonymer Feindseligkeiten gegen Männer wie Tieck. „Ah, Du warst beschäftiget, Du warst unwohl, und Du hast mich, Mich, der ich mir einige pikante Notizen für einen höhnischen Journalbericht aus Dresden bei Dir holen wollte, nicht angenommen? Du hast mir die Gelegenheit geraubt, Dich in Deiner Häuslichkeit zu belauern, und dann Witze darüber zu machen? — Na, warte! Dessen „„werd’ ich eingedenk seyn!““

Ew. Wohlgeboren

hatten im Verlaufe dreier Wochen zweimal die Gefälligkeit, meine beabsichtigten Besuche bei Ihnen abweisen zu laßen. Diese waren zu keinem andern Zwecke als zu dem einer einfachen Begrüssung intendirt. Da Sie nun dieser leztern sich zu begeben so entschieden gesonnen sind, bleibt mir blos noch die Ehre, Ihnen anzuzeigen, daß ich mit derselben Entschiedenheit Ihres Willens und des darin sich characteristisch spiegelnden Benehmens gegen mich, eingedenk sein werde.

Dresden, 12. Januar 1840.

Dr. G. Bacherer.