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Briefe an Ludwig Tieck (1/4) / Erster Band cover

Briefe an Ludwig Tieck (1/4) / Erster Band

Chapter 47: Böttiger, Karl August.
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About This Book

A selection of correspondence received by a noted German writer presents letters from a wide range of contemporaries and associates, gathered and edited with a prefatory essay that explains the editorial choices. The volume preserves an alphabetical arrangement where possible, notes gaps and damage from binding and illegible manuscripts, and omits family papers and passages judged private or injurious. Together the surviving letters illuminate the author’s literary activities, critical opinions, social networks and personal relationships across successive generations while the editor draws attention to editorial limitations and the difficulties of establishing a strict chronological sequence.

Böttiger, Karl August.

Geboren den 8. Juni 1760 zu Reichenbach im sächsischen Voigtlande, gestorben den 17. November 1835 zu Dresden, wo er von 1804 bis 1821 Studiendirektor des Pagenhauses, späterhin der Ritterakademie gewesen. Alle Welt weiß von seiner früheren Stellung als Gymnas.-Direktor und Oberkonsist.-Rath zu Weimar; von seinem wissenschaftlichen Verkehr mit den größten Geistern; von seiner gediegenen Alterthumskunde; von seinen zahlreichen und gelehrten Werken in diesem Gebiete; — aber auch von seinen kritisch-theatralischen „Entwickelungen“ und breiten Recensionen —. Letztere zogen ihm damals, wo Iffland in W. Gastrollen gegeben, den scharfen Ausfall im Gestiefelten Kater zu. Und es ist ein wohlthuender Beweis von der Versönlichkeit des Alters, daß zwischen ihm und Tieck in Dresden ein unverstellt herzlicher Umgang möglich wurde, der allen alten Groll aufhob. Deß’ zum Zeichen stehe dies kleine Briefchen (das einzige welches vorlag) hier abgedruckt, obgleich es kürzer ist, wie die Vorrede dazu.

Von Hause den 12. July 1835.

Verehrtester Herr Hofrath.

Bis ich mich selbst bedanken komme, empfangen Sie vorläufig meinen aufrichtigsten Dank für so zuvorkommende Güte in Mittheilung von Bettina’s Briefen.

Ich fürchte mein litterarischer Optimismus wird an dieser Klippe doch Schiffbruch leiden und verspreche schnelle Zurücksendung.

Ich bitte um die Erlaubniß, in den nächsten Tagen Ihnen einige Minuten rauben zu dürfen.

Sie wissen, daß Raupach die ehrenwerthe Struve’sche Trinkgesellschaft (??) mit einer Menagerie verglichen hatte. Am Morgen nach seiner Abreise fand man neben der Liste einliegen: Der Bär ist nach Bern abgereiset.

Mögen Sie wohl seyn! Ich werde mich Ende dieses Monats einige Tage in Teplitz erfrischen.

Hochachtungsvoll und treu-

ergebenst

Böttiger.