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Briefe an Ludwig Tieck (2/4) / Zweiter Band cover

Briefe an Ludwig Tieck (2/4) / Zweiter Band

Chapter 35: I.
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About This Book

A curated volume gathers personal and professional letters received by a prominent literary figure, presenting correspondence from poets, critics, and cultural acquaintances. The letters range from appreciative tributes and recollections to practical exchanges about publications, theatrical productions, health, and travel; they include editorial requests, invitations, and discussions of artistic taste. Organized by correspondent with brief contextual notes, the collection sketches the social and artistic networks around the addressee and provides varied firsthand glimpses into contemporary literary and cultural life.

Jacobi, Friedr. Heinrich.

Geb. zu Düsseldorf am 28. Januar 1743, gest. am 10. März 1819 in München. —

Der Philosoph hat wichtige Werke über Spinoza und David Hume geschrieben; der Dichter sprach aus „Woldemar“ und Allwills Briefsammlung; der Mensch, der Beide: den Poeten und den Weisen in sich vereinte, ist von seinen Zeitgenossen als eine der liebenswerthesten Persönlichkeiten geschätzt worden. Tieck hat seinem Gedächtniß mit ehrfurchtsvoller Liebe gehuldiget.

I.

(Ohne Datum.)

Verzeihen Sie, verehrtester Freund, daß ich, gestört durch Aretin und Sömmerring, die letzten Zeilen Ihres Briefes übersah. Ich werde heute Abend nicht zu Hause seyn, der Beleuchtung wegen, die ich mit betreiben helfen muß. Morgen Abend bin ich höchst wahrscheinlich zu Hause: das Nähere darüber laße ich Ihnen in der Frühe sagen. Wir alle empfelen uns Ihnen und Ihrer Frau Schwester bestens.

Jacobi.

II.

Mittewoche, d. 14. Dec. 1809.

Wenn Sie, mein verehrtester Herr und Freund, wohl genug und dazu gestimmt sind, so lade ich Sie ein, gegen 12 Uhr zu mir zu kommen mit dem Niebelungen-Lied, damit ich Unglückseliger, nach so langer Unterbrechung, doch einmahl wieder etwas davon genieße. Sie theilen alsdann mein gewöhnliches Mittagseßen mit mir, zu dem ich auch Ihren Hrn. Bruder, wenn er vorlieb nehmen will, mit einlade. Der Gebrauch der anderen Hälfte des Tages wird sich finden.

Jacobi.