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Briefe an Ludwig Tieck (4/4) / Vierter Band cover

Briefe an Ludwig Tieck (4/4) / Vierter Band

Chapter 158: Nachschrift des Herausgebers.
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About This Book

Die Sammlung versammelt Briefe an eine zentrale literarische Persönlichkeit, geordnet nach Einsendern und ergänzt durch redaktionelle Nachbemerkungen und ein Namenverzeichnis. Die Korrespondenzen bieten persönliche Erinnerungen, Bitten, Berichte über Reisen und gesundheitliche Zustände sowie Beobachtungen zu Theater- und Literaturfragen; gelegentlich erscheinen biographische Skizzen und Empfehlungen. Zusammen geben die Zuschriften Einblick in die sozialen Verflechtungen, ästhetischen Debatten und praktischen Anliegen zeitgenössischer Schreib- und Kulturschaffender, ohne einen durchgehenden fiktionalen Handlungsverlauf zu verfolgen.

Nachschrift des Herausgebers.

Es mögen in vorliegenden Bänden mancherlei Irrthümer, jene von mir aufgestellten biographischen und litterarischen Notizen betreffend, mit unterlaufen, für welche ich einsichtsvolle Leser gebührend um Nachsicht und Entschuldigung ersuche.

Auf einige derselben hat mich Herr Dr. Wilh. Hemsen in einem aus Köln, 27. August 1864, an den Herrn Verleger gerichteten, sehr wohlwollenden Schreiben hingewiesen. Er sagt darin u. A.:

1) die im zweiten Theile abgedruckten, „Kaufmann“ unterzeichneten Briefe, welche Holtei einem „Alexander Kaufmann“ beilegt, rühren von Philipp Kaufmann her, dessen Shakspear-Uebersetzung mit Lear und Macbeth beginnend, 1830 und folgende Jahre in der Nicolaischen Buchhandlung zu Berlin in 4 Bänden erschienen ist, und der sich als Uebersetzer der Lieder von Robert Burns (Cotta 1840) vielleicht noch größeres Verdienst erworben hat. Alexander Kaufmann ist ein erst im späteren Laufe der vierziger Jahre aufgetretener rheinischer Poet und Forscher; in letzterer Hinsicht vortheilhaft bekannt durch seine hier erschienene Monographie über die Abtei Heisterbach.

Philipp hat im Anfang der vierziger Jahre zu Paris durch Selbstmord geendet.

2) Irrig (?) werden die Romane: „Lucas Cranach“ — „der Herzog von der Leine“ dem Baron Apoll. Maltitz zugeschoben.

3) Ed. Moerike ist schon seit langen Jahren Lehrer am Catharinenstift zu Stuttgardt.

Für diese Belehrungen dankbar, säume ich nicht, sie nachträglich zu benützen, darf aber der Wahrheit gemäß versichern, daß ich bei „Kaufmann“ keinesweges Personen und Werke, sondern in allerdings unbegreiflicher Zerstreuung, nur die Taufnamen verwechselt habe. Letzteres um so tadelnswerther, weil ich wahrscheinlich der Erste gewesen bin, der (Riga 1837) auf einen Theaterzettel die Worte gestellt hat: „König Lear, Tragödie in 5 Akten von W. Shakspeare, in’s Deutsche übertragen und für die Bühne eingerichtet von Philipp Kaufmann.“

Holtei.


Ende des vierten und letzten Bandes.