The Project Gutenberg eBook of Buch von der Deutschen Poeterey
Title: Buch von der Deutschen Poeterey
Author: Martin Opitz
Editor: Wilhelm Braune
Release date: January 1, 2011 [eBook #34806]
Most recently updated: January 7, 2021
Language: German
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Anmerkungen zur Transkription:
Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen; lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Änderungen sind im Text gekennzeichnet, der Originaltext erscheint beim Überfahren mit der Maus.
m und n mit Makron wurden als ṁ bzw. ṅ wiedergegeben.
Buch
von der deutschen Poeterei
von
Martin Opitz
Abdruck der ersten Ausgabe (1624)
Vierter Druck
Halle a. S.
Verlag von Max Niemeyer
1913
Neudrucke deutscher Litteraturwerke des XVI. u. XVII. Jahrhunderts.
No. 1.
Seit dem Erscheinen dieser Ausgabe (1876. 1882) ist das Buch von der deutschen Poeterei Gegenstand eindringender Forschung geworden, durch welche seine Stellung in der Geschichte der Poetik, sowie die Beziehungen zu den Quellen Opitzens hinlänglich klargestellt worden sind. Abgeschlossen wurden diese Untersuchungen durch die mit Einleitung und eingehendem Commentar versehene Ausgabe: ›Martin Opitzens Aristarchus sive de contemptu linguae Teutonicae und Buch von der Deutschen Poeterey, herausgegeben von Dr. Georg Witkowski.‹ Leipzig 1888.
Die wichtigeren Einzelabhandlungen sind: O. Fritsch, Martin Opitzens Buch von der d. P. Ein kritischer Versuch (Diss.), Halle 1884; – K. Borinski, Die Kunstlehre der Renaissance in Opitz' Buch von der d. P. (Diss.), München 1883, und danach in desselben ›Die Poetik der Renaissance und die Anfänge der litterarischen Kritik in Deutschland‹, Berlin 1886, S. 63 ff.; – W. Berghoeffer, Martin Opitz Buch von der d. P. (Göttinger Diss.), Frankfurt a/M. 1888; [– R. Beckherrn, M. Opitz, P. Ronsard und D. Heinsius (Diss.) Königsberg 1888; – G. Wenderoth, Die poetischen Theorien der französischen Plejade in Martin Opitz' deutscher Poeterei: Euphorion 13, 445–468.]
Das Buch von der deutschen Poeterei erschien in Breslau 1624. Die Ausgabe ist in 4o und besteht aus 38 ungezählten Blättern (= 9½ Bogen) mit den Signaturen A–K, angehängt sind dann noch zwei Blätter »An den Leser« mit Signatur L.
Diese Ausgabe (A) liegt unserem Abdrucke zu Grunde. Derselbe ist für diesen Druck, unter Berücksichtigung der Ausgabe von Witkowski, von neuem mit dem Originale (Ex. der Stadtbibliothek in Leipzig) sorgfältig verglichen worden. Abgewichen ist von der Originalausgabe nur insofern, als ihre Druckfehler verbessert sind. Diese zerfallen in 3 Klassen:
1) Druckfehler, die von Opitz selbst in dem Anhange »An den Leser« (S. 59) als solche aufgeführt werden. Es folgt hier das Verzeichniss derselben nach Seite und Zeile unseres Abdrucks: 77 inimicæ vene. 927 Ην' ποτέ σοι χρὁνος οῦτος έν. 107 heutiges tagen. 1133 ἰδιόρητα. 1211 Marcilius. 152 μὲν̀. 1530 d, escorte. 191 habe] hate. 2321 kürtze] kurtze. 2737 τωὴ, ὴ ψυχὴ.296 nechst] echst. 2911 L irrite. 327 ciel] liel. 3221 auff einandere. 3231 abstehlen] abstehen; – möge] mögen. 3720 stehen] sehen. 3824 θάλααστα. 3825 θάλ ασταν. 3829 distichion. 3830 Ancareonten. 418 nach] noch. 4120 lateinischen vnd hexametros. 4137 communs der gemeinen. 4339 abschnitt] abschrit. 4435 himmelront. 4440 Iu summa. 5323 STRO. I. 564 ἐνκρίνεσθαι. – Ausserdem gibt Opitz noch zu 1529 genawe an, welches aber schon im Texte ebenso richtig dasteht.
2) Ferner sind folgende gröbere Druckfehler verbessert, die zum Teil in allen, zum Teil auch nur in einzelnen der älteren Ausgaben beseitigt sind: 2634 satt] saat (doch vgl. Anz. f. dtsch. alt. 14, 287). 2717 reime] reine. 2829 denn] den. 2938 Haupt-brecher-Löwen-zwinger. 332 erempel. 3628 ö] ὂ. 402 doppeltlaudender. 4010 der andere] das a. 4212 abschritt (4339 derselbe Fehler von Opitz verbessert). 4614 C'ouurir. 4819 nicht] nchit. 4823 vneigeflochtenen. 4922 Capittl. 5144 Meisterück. 5629 des Frawenz. 5730 statt besitzen das 2. mal besetzen. – Nicht besonders erwähnt sind umgekehrte n oder u, wie 183 vou u. a.
3) Endlich sind nach Witkowski's Vorgange noch folgende Fehler verbessert: 97 Volckern. 927 τοι] σοι. 1540 Pro longeant. 1830 saeit (sueit Goldast statt sneit). 2826 Αρηος. 3428 mir] nur. 3629 vnnd mitlere. 3721 Punkt nach es. 3822 H. 3823 αυτὴν. 493 Sous] Solus.[1]
Die Abkürzungen sind aufgelöst. Häufiger ist nur ē für en (32 mal), vṅ für vnd (12 m.), ṅ für nn (10 m.); ausserdem ṁ für mm (4 m.) und einmal ē für em.
Die auf A folgenden Ausgaben waren ebenfalls Einzeldrucke; erst 1690 wurde das Werk in die Gesammtausgabe aufgenommen. Die Titel der einzelnen Ausgaben findet man verzeichnet bei Hoffmann von Fallersleben, Martin Opitz von Boberfeld (Leipzig 1858) und in Witkowski's Ausgabe S. 77–80, dessen Chiffern ich annehme. Sie erschienen: B Frankfurt und Breslau 1634. C Wittenberg 1634. E Wittenberg 1635 (zum Drittenmahl auffgeleget). G Wittenberg 1638 (zum Vierdtenmahl auffgeleget). H Wittenberg 1641 (zum Fünfften mahl auffgeleget). I Frankfurt a/M. 1645. Die erste Ausgabe, in welcher sich Hanman's Anmerkungen befinden (– Jetzo aber von Enoch Hannman an vnterschiedlichen Orthen vermehrt vnd mit schönen Anmerckungen verbessert. Nunmehr zum sechstenmahl correct getruckt.). Über Hanmanns Anmerkungen s. Borinski, Poetik der Renaissance s. 285 ff., Witkowski s. 68 ff. – K Wittenberg 1647 (Nunmehr zum Sechsten mahl auffgeleget). Ohne Hanmanns Anmerkungen. L Frankfurt a/M. o. J. (ca. 1650). Mit den Anmerkungen; »zum siebenden mal correct gedruckt«. M Frankfurt a/M. 1658 dsgl., »zum achten mal correct gedruckt«. N Breslau, Fellgibel o. J. Diese Ausgabe gehört in den 1. Teil der 1690 erschienenen Gesamtausgabe von Opitzens Werken, hat aber besonderen Titel und Paginierung und kommt auch separat vor. – Die genannten Ausgaben sind sämmtlich 8o (resp. 12o); eine zweite Quartausgabe vom Jahre 1626 führt Grässe im Trésor des livres an und Goedeke im Grundriss1. Die Angabe scheint aber auf Irrtum zu beruhen. Ueber eine 2. Ausgabe Wittenberg 1634 und eine Danziger 1635 [vielmehr 1634, s. u.], welche nicht nachweisbar sind, s. Witkowski D u. F.
Endlich wurde die Poeterei aufgenommen in die beiden in der Mitte des 18. Jahrhunderts veranstalteten Opitzausgaben: O von Bodmer, Zürich 1745 (nur der 1. Teil erschienen, darin die Poeterei S. 1–70); P von Triller, Frankfurt a/M. 1746 (Vier Bände, die Poeterei eröffnet den 1. Band).
Auf allen Ausgaben nach der ersten lautet der Titel »Prosodia Germanica, Oder Buch von der deutschen Poeterey &c.« Man wird kaum annehmen dürfen, dass der Zusatz »Prosodia Germanica« von Opitz selbst herrühre, da Opitz sicher nach der Ausgabe von 1624 bei keiner folgenden beteiligt gewesen ist. Dieselben zeigen nicht nur keine Veränderungen, sondern sind sogar derart aus der ersten Ausgabe, und dann wieder eine aus der andern, abgedruckt, dass das von Opitz selbst dort gegebene Druckfehlerverzeichniss nicht berücksichtigt worden ist, wie überhaupt das ganze Nachwort »An den Leser« (S. 59. 60) in allen Ausgaben von B ab fehlt, so dass sich dieselben unsinnigen Druckfehler teils durch alle folgenden Ausgaben hindurchziehen, teils in einzelnen derselben verbessert werden, aber zuweilen durch Conjectur anders als Opitz vorgeschrieben. Z. B. sind die Fehler Marcilius statt Manilius 1211, liel st. ciel 327, der st. oder 4137 bis 1690 in allen Ausgaben, erst Triller und Bodmer bessern richtig. 3231 steht 1624 abstehen, Opitz corrigiert abstehlen, die folgenden Ausgaben machen aus abstehen das nahe liegende absehen, und diese Lesart ist auch noch in OP vorhanden. Ebenso ist in derselben Zeile 3231 das mögen statt möge in allen späteren Ausgaben conserviert; u. a. m.
Es geht daraus hervor, dass für den Text der Poeterei allein die Ausgabe A von 1624 in Betracht kommt.
Heidelberg [Dritter Druck 1902]. Wilhelm Braune.
Auch dieser vierte Druck ist mit der Originalausgabe verglichen worden. Für Nachträge zur Einleitung bin ich G. Witkowski zu Dank verbunden; insbesondere hat er den alten Druck F in der Buchhandlung von Gustav Fock (aus dem Nachlasse Reinhold Bechsteins) aufgefunden und mir den Titel der Ausgabe, deren Verbleib ihm nicht bekannt ist, freundlichst mitgeteilt:
F Prosodia Germanica .... Martin Opitzen [wie in C] Dantzig, Gedruckt durch Andream Hünefeldt, Im Jahr, 1634. [12o A–E 11b].
Heidelberg 1913. W. B.
MARTINI
OPITII
Buch von der Deutschen
Poeterey.
In welchem alle jhre eigen-
schafft vnd zuegehör gründt-
lich erzehlet, vnd mit exem-
peln außgeführet wird.
Gedruckt in der Fürstlichen
Stadt Brieg, bey Augustino
Gründern.
In Verlegung David Müllers Buch-
händlers in Breßlaw. 1624.
[A 2a] Denen Ehrenvesten,
Wolweisen, Wolbenambten vnd Wolgelehrten HErren
Bürgermeistern vnd Rathsverwandten der Stadt
Buntzlaw, seinen günstigen Herren vnd
beförderern.
EHrenveste, Wolweise, Wolbenambte vnd Wolgelehrte insonders günstige HErren,
Was bißanhero von einem vnnd dem andern, auch vornemen Leuten, zum offteren an mich ist begehret worden, das ich nemlich von vnserer Deutschen Poeterey, derselben art vnd zuegehör, etwas richtiges auffsetzen möchte, habe ich vorwichene tage zue wercke gebracht. Zwar erstlich, solchem ehrlichen begehren wie billich zue verhengen: nachmals aber, die jenigen vor derer augen diese vorneme wissenschafft ein grewel ist zue wiederlegen, vnd die, so sie als ein leichte ding vor handen zue nemen vnbedacht sich vnterstehen, ab zue halten, die gelehrten aber vnd von natur hierzue geartete gemüter auff zue wecken, mir, der ich dißfals bey weitem nicht genung bin, die hand zue bitten, vnd den weg so ich allbereit vmb etwas eröffnet vollendts zu bähnen. Weitleufftiger vnd eigentlicher zue schrei-[A 2b]ben hat mich nicht allein die enge der zeit, sondern auch sonsten allerley vngelegenheit verhindert, die mir von denen zuegefüget wird, welche, wann es bey jhnen stünde, wünschen wolten, das auch das gedächtniß der Poeterey vnnd aller gutten Künste vertilget vnd außgerottet würde. Ob mich nun wol dergleichen vnbilliche Wiederwertigkeit, die ich ohne meinen verdienst tragen muß, offtermals kaum nicht zwinget wie Nero zue sagen; Vellem nescire literas: jedoch habe ich, in erwegung derer Vrsachen die mir etwas beßers rahten, vnd das die Zahl vieler grossen Männer die mir huldt sein die wenigen abgünstigen weit hinwieget, zwar ietzund in diesem geringen wesen den willen mit meinem schlechten studieren etwas zue fruchten erweisen wollen: vnnd wil auch nachmals besten fleißes mich bemühen, an größeren vnd mehr wichtigen sachen (denn ich gar wol weiß, das es mit der Poeterey alleine nicht außgerichtet sey, vnd weder offentlichen noch Privatämptern mit versen könne vorgestanden werden) durch beystandt Göttlicher hülffe alle mein heil zue versuchen. Indeßen, Großgünstige HErren, wollen sie, zum pfande meiner künfftigen vorsorge wie mein geliebtes Vaterlandt vnnd sie meiner je mehr vnd mehr ruhm vnd ehre haben mögen, dieses buch auff, vnd annemen, vnd beynebenst geneiget erwegen das ich auch darumb jhnen solches billich vor andern zueschreiben sollen, damit ich nicht, wann ich [A 3a] sie in diesen vnd andern meinen schrifften lenger mit stilleschweigen vbergienge, von denen die meinen künfftigen vorsatz nicht wissen für vndanckbar möge gescholten werden. Welchen lasters ich nicht alleine anderwerts frey vnd ledig bin, sondern auch dißfals kühnlich sagen darff, das ich solche große liebe zue meinem Vaterlande trage, dergleichen zwar von allen erfordert, aber bey wenigen erfunden wird. Ich muß nur bekennen, das ich nicht vnlengst auß weit abgelegenen orten, da es mir an ehre, föderung, freundschafft vnd alle dem was ich bedürffend nicht gemangelt hette, mich mehrentheils darumb zuerücke gemacht, vnnd meinen zuestandt in vngewißheit gesetzet, das ich das verlangen, daheime vnd bey den meinigen die zeit zue verschliessen, nicht lenger ertragen können. Welches ich sonsten kaum so rundt herauß sagen wolte, auß furchte, das es mir von andern für eine zärtligkeit vnd weichmuth möchte außgeleget werden, wenn mir nicht wißend, das Vlyßes so sehr auff sein Ithaca zue geeilet, als Agamemnon auff sein Mycène, vnd der grosse mann hertzlich gewünschet, auch nur ein räuchlein so darauß auffgienge von fernen zue schawen. Der Vater der Musen Alfonsus in Sicilien, als jhm einer erzehlete wie Rom so gewaltig, Venedig so groß, Florentz so reich, Meilandt so Volckreich were, gab er jhm dieses gar gerne zue, aber, hub er darneben an, ich wil niergendts lieber sein als zue Carioncilla: [A 3b] welches ein flecken war, darinnen der löbliche vnnd tugendhaffte König gebohren vnd auffgewachsen. Kan mir also niemand zue rechte vbel deuten, das ich mein Buntzlaw, ohne ruhm zue sagen, die erzieherinn vieler stattlichen berühmbten leute, welche ich bey anderer gelegenheit schon wil zue erzehlen wissen, als ein Kind seine Mutter ehre, vnd bestes vermögens hand zue wercke lege, wie nicht alleine ich durch das Vaterland, sondern auch das Vaterland durch mich bekandter werde. Nebenst dieser gemeinen vrsache hiesiger meiner zueschreibung habe ich nicht weniger in acht zue nemen, die grosse gunst vnd freundschafft, mit welcher ein ietweder von den Herren mir bey aller vorgehenden gelegenheit zum offtersten begegnet: ja das sie auch mir entweder mit Blutfreundschafft oder verwandtniß bey gethan sind, oder, worunter ich Herren Sänfftleben verstehe, mich zue alle dem was ich weiß vnnd kan, wie wenig es auch ist angewiesen vnd geleitet haben. Werden also die HErren, in betrachtung obgemeldeter vrsachen, in guttem verstehen, das ich Jhren namen hiesigen geringfügigen buche, das doch hoffentlich an seinem orte wird ersprößlich sein, vorsetzen, vnd dadurch, weil anietzo nichts anders in meinem vermögen gewesen, nur etzlicher maßen mein danckbares gemüte vnd gutten vorsatz [A 4a] erweisen wollen. Befehle sie hiermit in den schutz des Höchsten, mich aber in jhre beharliche gunst vnd liebe; der ich gleichfalls jederzeit bin
E. E. W.
Dienstwilligster
Martin Opitz.
Nullus argento color est, etc.
Das I. Capitel.
Vorrede.
WIewol ich mir von der Deutschen Poeterey, auff ersuchung vornemer Leute, vnd dann zue beßerer fortpflantzung vnserer sprachen, etwas auff zue setzen vorgenommen; bin ich doch solcher gedancken keines weges, das ich vermeine, man könne iemanden durch gewisse regeln vnd gesetze zu einem Poeten machen. Es ist auch die Poeterey eher getrieben worden, als man je von derselben art, ampte vnd zuegehör, geschrieben: vnd haben die Gelehrten, was sie in den Poeten (welcher schrifften auß einem Göttlichen antriebe vnd von natur herkommen, wie Plato hin vnd wieder hiervon redet) auffgemercket, nachmals durch richtige verfassungen zuesammen geschlossen, vnd aus vieler tugenden eine kunst gemacht. Bey den Griechen hat es Aristoteles vornemlich gethan; bey den Lateinern Horatius; vnd zue unserer Voreltern zeiten Vida vnnd Scaliger so außführlich, das weiter etwas darbey zue thun vergebens ist. Derentwegen ich nur etwas, so ich in gemeine von aller Poeterey zue erinnern von nöthen zue sein erachte, hiervor setzen wil, nachmals das was vnsere deutsche Sprache vornemlich angehet, etwas vmbstendtlicher für augen stellen.
Das II. Capitel.
Worzue die Poeterey, vnd wann sie
erfunden worden.
DIe Poeterey ist anfanges nichts anders gewesen als eine verborgene Theologie, vnd vnterricht von Göttlichen sachen. Dann weil die erste vnd rawe [B 1b] Welt gröber vnd vngeschlachter war, als das sie hette die lehren von weißheit vnd himmlischen dingen recht fassen vnd verstehen können, so haben weise Männer, was sie zue erbawung der Gottesfurcht, gutter sitten vnd wandels erfunden, in reime vnd fabeln, welche sonderlich der gemeine pöfel zue hören geneiget ist, verstecken vnd verbergen mussen. Denn das man jederzeit bey allen Völckern vor gewiß geglaubet habe, es sey ein einiger vnd ewiger GOtt, von dem alle dinge erschaffen worden vnd erhalten werden, haben andere, die ich hier nicht mag außschreiben, genungsam erwiesen. Weil aber GOtt ein vnbegreiffliches wesen vnnd vber menschliche vernunfft ist, haben sie vorgegeben, die schönen Cörper vber vns, Sonne, Monde vnd Sternen, item allerley gutte Geister des Himmels wehren Gottes Söhne vnnd Mitgesellen, welche wir Menschen vieler grossen wolthaten halber billich ehren solten. Solches inhalts werden vieleichte die Bücher des Zoroasters, den Man für einen der eltesten Lehrer der göttlichen vnd menschlichen wissenschafft helt, gewesen sein, welcher, wie Hermippus bey dem Plinius im ersten Capitel des 30. Buches bezeuget, zwantzig mal hundert tausendt Verß von der Philosophie hinterlassen hat. Item was Linus, wie Diogenes Laertius erwehnet, von erschaffung der Welt, dem lauffe der Sonnen vnd des Mondens, vnd von erzeugung der Früchte vorgegeben hat. Dessen werckes anfang soll gewesen sein:
Neben diesem haben Eumolpus, Museus, Orpheus, Homerus, Hesiodus vnnd andere, als die ersten Väter der Weißheit, wie sie Plato nennet, vnd aller gutten ordnung, die bäw-[B 2a]rischen vnd fast viehischen Menschen zue einem höfflichern vnd bessern leben angewiesen. Dann inn dem sie so viel herrliche Sprüche erzehleten, vnd die worte in gewisse reimen vnd maß verbunden, so das sie weder zue weit außschritten, noch zue wenig in sich hatten, sondern wie eine gleiche Wage im reden hielten, vnd viel sachen vorbrachten, welche einen schein sonderlicher propheceiungen vnd geheimnisse von sich gaben, vermeineten die einfältigen leute, es müste etwas göttliches in jhnen stecken, vnd liessen sich durch die anmutigkeit der schönen getichte zue aller tugend vnnd guttem wandel anführen. Hat also Strabo vrsache, den Eratosthenes lügen zue heissen, welcher, wie viel vnwissende leute heutiges tages auch thun, gemeinet, es begehre kein Poete durch vnterrichtung, sondern alle bloß durch ergetzung sich angeneme zue machen. Hergegen, spricht er Strabo im ersten Buche, haben die alten gesagt, die Poeterey sey die erste Philosophie, eine erzieherinn des lebens von jugend auff, welche die art der sitten der bewegungen des gemütes vnd alles thuns vnd lassens lehre. Ja die vnsrigen (er verstehet die Stoischen) haben darvor gehalten, das ein weiser alleine ein Poete sey. Vnd dieser vrsachen wegen werden in den Griechischen städten die Knaben zueföderst in der Poesie vnterwiesen: nicht nur vmb der blossen erlüstigung willen, sondern damit sie die sittsamkeit erlernen. Ingleichem stimmet auch Strabo mit dem Lactantius vnd andern in diesem ein, es seyen die Poeten viel älter als die Philosophen, vnd für weise leute gehalten worden, ehe man von dem namen der Weißheit gewust hat: vnnd hetten nachmals Cadmus, Pherecydes, vnd Hecatéus der Poeten lehre zwar sonsten behalten, aber die abmessung der wörter vnd [B 2b] Verse auffgelöset: biß die folgenden nach vnd nach etwas darvon enzogen, vnd die rednerische weise, gleichsam als von einem hohen Stande, in die gemeine art vnd forme herab geführet haben. Solches können wir auch aus dem abnehmen, das je älter ein Scribent ist, je näher er den Poeten zue kommen scheinet. Wie denn Casaubonus saget, das so offte er des Herodotus seine Historien lese, es jhn bedüncke, als wehre es Homerus selber.
Das III. Capitel.
Von etlichen sachen die den Poeten vorgeworffen
werden; vnd derselben entschuldigung.
AVß oberzehlten sachen ist zue sehen, wie gar vnverstendig die jenigen handeln, welche aus der Poeterey nicht weiß ich was für ein geringes wesen machen, vnd wo nicht gar verwerffen, doch nicht sonderlich achten; auch wol vorgeben, man wisse einen Poeten in offentlichen ämptern wenig oder nichts zue gebrauchen; weil er sich in dieser angenemen thorheit vnd ruhigen wollust so verteuffe, das er die andern künste vnd wissenschafften, von welchen man rechten nutz vnd ehren schöpffen kan, gemeiniglich hindan setze. Ja wenn sie einen gar verächtlich halten wollen, so nennen sie jhn einen Poeten: wie dann Erasmo Roterodamo von groben leuten geschahe. Welcher aber zur antwort gab: Er schätzte sich dessen lobes viel zue vnwürdig; denn auch nur ein mittelmässiger Poete höher zue halten sey als zehen Philosophastri. Sie wissen ferner viel von jhren lügen, ärgerlichen schrifften vnd leben zue sagen, vnd vermeinen, es sey keiner ein gutter Poete, er musse dann zu gleich ein böser Mensch sein. Welches allerseits vngegründetes vrtheil ich kaum einer antwort würdig achte; vnnd jhnen alleine für das erste zue bedencken gebe, wer Solon, Pythagoras, Socrates, Cicero vnd andere gewesen, die sich doch [B 3a] des Poetennamens nie geschämet haben. Ich köndte auch sonsten viel vortreffliche leute erzehlen, die auff diese kunst (wo ich sie eine kunst nennen soll) jhren höchsten fleiß gewendet haben, vnd dennoch dem gemeinen nutze mit vnsterblichem lobe vorgegangen sind. So ist auch ferner nichts närrischer, als wann sie meinen, die Poeterey bestehe bloß in jhr selber; die doch alle andere künste vnd wissenschafften in sich helt. Apuleius nennet den Homerus einen viel wissenden vnnd aller dinge erfahrenen Menschen; Tertullianus von der Seele: einen Vater der freyen künste. Plato, welcher im Tragedien schreiben so weit kommen, das er auch andern kampff anbitten dörffen, hat vermischet, wie Proclus von jhm saget, τὴν τε Πυθαγόρειον καὶ Σωκρατικὴν ἰδιότητα, die Pythagorische vnnd Socratische eigenschafft, hat die Geometrie vom Theodorus Cyreneus, die wissenschafft des Gestirnes von den Egyptischen Priestern erlernet, vnd ist aller dinge kündig gewesen. So hat man vnsere Musen zue mahlen pflegen, als sie mitt zuesammen gehenckten händen in einem reyen tantzten, jhnen auch den namen Μοῦσαι, gleichsam als ὁμοῦσαι, gegeben, das gemeine bandt vnd verwandschafft aller künste hierdurch an zue deuten. Wann auch die verse nur blosse worte sindt, (wiewol das so wenig möglich ist, als das der Cörper ohne die Seele bestehen könne) was ist es denn das Eratosthenes ein getichte von beschreibung der Welt, so Hermus geheissen, das Parmenides vnnd Empedocles von natur der dinge, das Seruilius vnd Heliodorus, derer Galenus erwehnet, von der ärtzney geschrieben haben? Oder, wer kan leugnen, das nicht Virgilius ein gutter Ackersman, Lucretius ein vornemer naturkündiger, Manilius ein Astronomus, Lucanus ein Historienschreiber, Oppianus ein Jägermeister, vnd einer vnd der andere der Philosophie obristen sein, da sie doch nichts als Poeten sein. Es sey denn das wir glauben wollen, Theocritus habe Schaffe getrieben, vnd Hesiodus sey hin-[B 3b]ter dem Pfluge gegangen. Doch muß ich gleichwol bekennen, das auch an verachtung der Poeterey die jenigen nicht wenig schuldt tragen, welche ohn allen danck Poeten sein wollen, vnd noch eines theils zum vberfluß, ebener massen wie Julius Cesar seine kahle glitze, sie jhre vnwissenheit vnter dem Lorbeerkrantze verdecken. Gewißlich wenn ich nachdencke, was von der zeit an, seit die Griechische vnd Römische sprachen wieder sind hervor gesucht worden, vor hauffen Poeten sind herauß kommen, muß ich mich verwundern, wie sonderlich wir Deutschen so lange gedult können tragen, vnd das edele Papir mit jhren vngereimten reimen beflecken. Die worte vnd Syllaben in gewisse gesetze zue dringen, vnd verse zue schreiben, ist das allerwenigste was in einem Poeten zue suchen ist. Er muß ἐυφαντασιωτός, von sinnreichen einfällen vnd erfindungen sein, muß ein grosses vnverzagtes gemüte haben, muß hohe sachen bey sich erdencken können, soll anders seine rede eine art kriegen, vnd von der erden empor steigen. Ferner so schaden auch dem gueten nahmen der Poeten nicht wenig die jenigen, welche mit jhrem vngestümen ersuchen auff alles was sie thun vnd vorhaben verse fodern. Es wird kein buch, keine hochzeit, kein begräbnüß ohn vns gemacht; vnd gleichsam als niemand köndte alleine sterben, gehen vnsere gedichte zuegleich mit jhnen vnter. Mann wil vns auff allen Schüsseln vnd kannen haben, wir stehen an wänden vnd steinen, vnd wann einer ein Hauß ich weiß nicht wie an sich gebracht hat, so sollen wir es mit vnsern Versen wieder redlich machen. Dieser begehret ein Lied auff eines andern Weib, jenem hat von des nachbaren Magdt getrewmet, einen andern hat die vermeinte Bulschafft ein mal freundtlich angelacht, oder, wie dieser Leute gebrauch ist, viel mehr außgelacht; ja deß närrischen ansuchens ist kein ende. Mussen wir also entweder durch abschlagen jhre feindschafft erwarten, oder durch willfahren den würden der Poesie einen mercklichen abbruch thun. [B 4a] Denn ein Poete kan nicht schreiben wenn er wil, sondern wenn er kan, vnd jhn die regung des Geistes welchen Ovidius vnnd andere vom Himmel her zue kommen vermeinen, treibet. Diese vnbesonnene Leute aber lassen vns weder die rechte zeit noch gelegenheit: wie sich denn Politianus in einer epistel hefftig darüber beschwäret, vnd Ronsardt, wie Muretus meldet, hat pflegen zue sagen, er empfinde nicht so grosse lust wann er seine eigene Liebe beschriebe, als er grossen verdruß empfinde, wann er anderer jhre liebe beschreiben muste. Wiewol etliche, gemeiniglich aber die schlimmesten, sich selber hierzue antragen, vnd den leuten jhre träwme fast einzwingen. Diese meinet sonderlich Aristoteles, Eth. ad Nic. lib. 9. c. 7. da er saget, das sie jhre getichte vber die maße lieb haben, vnd so hertzlich gegen jhnen geneiget sein: wie die eltern gegen den kindern. Vnd Cicero 5. Tusc. spricht auch fast auff diesen schlag: In hoc enim genere nescio quo pacto magis quam in aliis suum cuique pulchrum est. adhuc neminem cognoui Poetam, & mihi fuit cum Aquinio amicitia, qui sibi non optimus videretur. Das ferner die Poeten mit der warheit nicht allzeit vbereinstimmen, ist zum theil oben deßenthalben Vrsache erzehlet worden, vnd soll man auch wissen, das die gantze Poeterey im nachäffen der Natur bestehe, vnd die dinge nicht so sehr beschreibe wie sie sein, als wie sie etwan sein köndten oder solten. Es sehen aber die menschen nicht alleine die sachen gerne, welche an sich selber eine ergetzung haben; als schöne Wiesen, Berge, Felde, flüße, ziehrlich Weibesvolck vnd dergleichen: sondern sie hören auch die dinge mit lust erzehlen, welche sie doch zue sehen nicht begehren; als wie Hercules seine Kinder ermordet, wie Dido sich selber entleibet, wie die Städte in den brand gesteckt werden, wie die pest gantze Länder durchwütet, vnd was sonsten mehr bei den Poeten zue finden ist. Dienet also dieses alles zue vberredung vnd vnterricht auch ergetzung der Leute; [B 4b] welches der Poeterey vornemster zweck ist. Die nahmen der Heidnischen Götter betreffendt, derer sich die stattlichsten Christlichen Poeten ohne verletzung jhrer religion jederzeit gebrauchet haben, angesehen das hierunter gemeiniglich der Allmacht Gottes, welcher die ersten menschen nach den sonderlichen wirckungen seiner vnbegreifflichen Maiestet vnterschiedene namen gegeben, als das sie, wie Maximus Tyrius meldet, durch Minerven die vorsichtigkeit, durch den Apollo die Sonne, durch den Neptunus die Lufft welche die Erde vnnd Meer durchstreichet; zue zeiten aber vorneme Leute, die wie Cicero im andern buche von den Gesetzen saget, vmb jhres vordienstes willen in den Himmel beruffen sein, zue zeiten was anders angedeutet wird, ist allbereit hin vnd wieder so viel bericht darvon geschehen, das es weiterer außführung hoffentlich nicht wird von nöthen sein. Was auch der Poeten Leben angehet, (damit ich mich nicht zue lange auffhalte) ist es nicht ohn, das freylich etliche von jhnen etwas auß der art schlagen, vnd denen, die in anderer Leute mängeln falcken, in jhren eigenen Maulwörffe sein, anlaß geben jhnen vbel nach zue reden. Die Vrsache kan wol zum theile sein, das jhre Poetische gemüter vnterweilen etwas sicherer vnd freyer sein, als es eine vnd andere zeit leidet, vnd nach des volckes Vrtheil nicht viel fragen. Zum theile thut auch der wein etwas; sonderlich bey denen, welchen Horatius besser gefellt da er schreibet:
Als Pindarus, der stracks im anfange seiner bücher saget: [C 1a] Ἄριστον μὲν ὕδωρ, Das Wasser ist das beste das man findt. Mit welchem es Alceus, Aristophanes, Alcman, Ennius vnd andere nicht gehalten hetten; auch Eschilus nicht, dem Sophocles vorgeworffen, der wein hette seine Tragedien gemacht, nicht er. Vnd zum theile thut auch zue dem etwas nachleßigen wandel mancher Poeten nicht wenig die gemeinschafft etlicher alten, die jhre reine sprache mit garstigen epicurischen schrifften besudelt, vnd sich an jhrer eigenen schande erlustiget haben. Mit denen wir aber vmbgehen mußen wie die bienen, welche jhr honig auß den gesunden blumen saugen, vnd die gifftigen Kräuter stehen lassen. Doch wie ehrliche, auffrichtige, keusche gemüter (welche von den auch keuschen Musen erfodert werden) derer die jhre geschickligkeit mit vblen sitten vertunckeln nicht entgelten können, so sind auch nicht alle Poeten die von Liebessachen schreiben zue meiden; denn viel vnter jhnen so züchtig reden, das sie ein jegliches ehrbares frawenzimmer vngeschewet lesen möchte. Man kan jhnen auch deßentwegen wol jhre einbildungen lassen, vnd ein wenig vbersehen, weil die liebe gleichsam der wetzstein ist an dem sie jhren subtilen Verstand scherffen, vnd niemals mehr sinnreiche gedancken vnd einfälle haben, als wann sie von jhrer Buhlschafften Himlischen schöne, jugend, freundligkeit, haß vnnd gunst reden. Wie dann hiervon der Frantzösischen Poeten Adler Peter Ronsardt ein artiges Sonnet geschrieben, welches ich nebenst meiner vbersetzung (wiewol dieselbe dem texte nicht genawe zuesaget) hierbey an zue ziehen nicht vnterlassen kan:
[C 2a] Welchen namen wenn die Poeten nicht zue gewarten hetten, würden viel derselben durch die boßheit der Leute, die sie mehr auß neide alß billicher vrsache verfolgen, von jhrem löblichen vorsatze zuerücke gehalten vnd abgeschreckt werden. Es wird aber bey jhnen nicht stehen, vnd ich bin der tröstlichen hoffnung, es werde nicht alleine die Lateinische Poesie, welcher seit der vertriebenen langwierigen barbarey viel große männer auff geholffen, vngeacht dieser trübseligen zeiten und höchster verachtung gelehrter Leute, bey jhrem werth erhalten werden; sondern auch die Deutsche, zue welcher ich nach meinem armen vermögen allbereit die fahne auffgesteckt, von stattlichen gemütern allso außgevbet werden, das vnser Vaterland Franckreich vnd Italien wenig wird bevor dörffen geben.
Das IIII. Capitel.
Von der Deutschen Poeterey.
VOn dieser Deutschen Poeterey nun zue reden, sollen wir nicht vermeinen, das vnser Land vnter so einer rawen vnd vngeschlachten Lufft liege, das es nicht eben dergleichen zue der Poesie tüchtige ingenia könne tragen, als jergendt ein anderer ort vnter der Sonnen. Wein vnnd früchte pfleget man zue Loben von dem orte da sie herkommen sein; nicht die gemüter der menschen. Der weise Anacharsis ist in den Scitischen wüsten gebohren worden. Die Vornemsten Griechen sind in Egypten, Indien vnd Franckreich gereiset, die weißheit zue erlernen. Vnd, vber diß das wir so viel Vorneme Poeten, so heutiges tages bey vns erzogen worden, vnter augen können stellen, erwehnet Tacitus von den Deutschen in dem buche das er von jhnen geschrieben, das ob wol weder Mann noch Weib vnter jhnen zue seiner zeit den freyen künsten ob zue liegen pflegeten, faßeten sie doch alles was sie im [C 2b] gedächtniß behalten wolten in gewisse reimen vnd getichte. Wie er denn in einem andern orte saget, das sie viel von des Arminius seinen thaten zue singen pflegeten. Welches sie vieleichte den Frantzosen nachgethan haben, bey denen, wie Strabo im fünfften buche anzeiget, Dreyerley Leute waren, die man in sonderlichen ehren hielt: Bardi, Vates vnnd Druiden. Die Barden sungen Lobgetichte vnnd waren Poeten; Die Vates opfferten vnd betrachteten die Natur aller dinge; Die Druiden pflegten vber die Natürliche Wissenschafft auch von gueten sitten zue vnterrichten. Welches auch Marcellinus im fünfften buche bekrefftiget: Die Barden, saget er, haben berümbter männer ritterliche thaten mit heroischen Versen beschrieben, vnd mit süßen melodien zue der leyer gesungen, Vnd Lucanus im ersten buche des bürgerlichen Krieges: