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Das Buch vom Brüderchen: Roman einer Ehe cover

Das Buch vom Brüderchen: Roman einer Ehe

Chapter 19: 4.
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About This Book

The narrative follows a contented writer whose cheerful household and books about his two older sons shift focus to the youngest child, a toddler who insists on being included in the family story. Through episodic scenes of domestic life, play, and small adventures, the text explores parental affection, the fragile illusion of security that ignores mortality, and a child's claim to recognition. Gentle irony and quiet emotion combine to portray marital life and family roles while contemplating the gap between adult assumptions and a child's immediate needs, culminating in a solemn promise to record the youngest within the family's remembered life.

4.

Der Todesengel ging dieses Mal an unserem Heim vorbei, aber seine Schwingen hatten uns so dicht gestreift, daß das, was jetzt geschehen war, lange unserem ganzen Leben sein Gepräge gab, ja eigentlich nie aufhörte, es zu thun. Doch — noch einmal kehrte das Glück in unser Heim zurück, aber gedämpft und ernster. Noch einmal kehrte sie zurück, die unserem Alltagsleben heiliges Licht gab. Unsere Knaben hießen uns willkommen, als wir wiederkamen, und der kleine Sven kletterte zu Mama hinauf, schmiegte sich an sie und sah so innig glücklich und schelmisch aus.

„Siehst Du, daß Du nicht vom Fratzi hast wegsterben dürfen,“ sagte er.

Er sah so triumphierend aus, als glaubte er, daß der glückliche Ausgang ihm zu verdanken sei, und hauptsächlich um uns Alle aufzumuntern, sagte ich:

„Ich glaube, Du meinst, Du hast Mama gesund gemacht.“

„Das hat er auch,“ antwortete meine Frau.

Und wieder sah ich den Ausdruck in ihren Zügen, der mir früher so fremd erschienen war, aber den ich mehr und mehr zu verstehen anfing.

Sie schloß sanft den Kleinen in die Arme, und aus ihren Augen fielen zwei klare Thränen. Dann reichte sie mir die Hand und sagte:

„Ich bin so froh, daß ich wieder zu Hause bin.“ Ich konnte nichts erwidern. Ich sah nur auf die Gruppe vor mir, und ich wußte, daß ich hier das Glück hatte, das ich vor ein paar Wochen noch kaum zu erhoffen gewagt. Und doch fühlte ich in meinem Herzen einen Stachel, wie von einer grauenden Ahnung hoffnungsloser Einsamkeit.