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Das Buch vom Brüderchen: Roman einer Ehe cover

Das Buch vom Brüderchen: Roman einer Ehe

Chapter 23: 8.
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About This Book

The narrative follows a contented writer whose cheerful household and books about his two older sons shift focus to the youngest child, a toddler who insists on being included in the family story. Through episodic scenes of domestic life, play, and small adventures, the text explores parental affection, the fragile illusion of security that ignores mortality, and a child's claim to recognition. Gentle irony and quiet emotion combine to portray marital life and family roles while contemplating the gap between adult assumptions and a child's immediate needs, culminating in a solemn promise to record the youngest within the family's remembered life.

8.

Diese Erinnerung habe ich schon vor Jahren aufgezeichnet. Ich wußte damals nicht, daß ich einst einen anderen und größeren Kampf mit meiner Frau kämpfen würde, einen Kampf, nach dessen Beendigung ich einsam dastehen sollte, und doch nicht einsam, niedergebeugt, aber doch nicht ohne Hoffnung.

Jetzt sehe ich uns auf der höchsten Klippe vor unserem weißen, traulichen Hause sitzen. In einer Pracht, die stets neu ist, die Abend für Abend wechselt, versinkt die Sonne ins Meer, und zwischen uns sitzt Sven. Er ist bloßfüßig und braun, und weil es gegen Abend kühl wird, steckt er seine kleinen Füße unter Mamas Kleid. Er bettelt, so lange aufbleiben zu dürfen, als die Sonne zu sehen ist. Sich wundernd folgen seine Augen dem letzten flammenden Schimmer der Sonne, die in dem ruhig wogenden Meer verschwindet. Er sitzt da, das Kinn in die Hand gestützt, als dächte er an etwas Ernstes, das er nicht in Worte kleiden kann. Und als er endlich weiß, daß er zu Bett gehen muß, hängt er sich an Papas Hals und bittet, daß ich ihn trage.

Mit meiner leichten Bürde auf den Armen steige ich sachte über die Klippen, und als ich wiederkehre, sehe ich gegen den Himmel die dunkle Silhouette der Gestalt meiner Frau. Sie sitzt, wie Sven eben saß, und ihre Augen suchen den Punkt, wo die Sonne untergeht und die Flammen der Abendröte erloschen sind.