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Das Gedächtnis cover

Das Gedächtnis

Chapter 13: Verteilung der Wiederholungen auf mehrere Tage.
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About This Book

The work examines the nature and central role of memory, defining it as the capacity to imprint, retain and later reproduce perceptions and ideas. It outlines the adoption of scientific experiment in studying mental life and describes consciousness and the internal mechanisms that support remembering. A substantial practical section offers rules for effective memory work, covering attention, rhythmic structuring, grouping, localization, organization, interest, whole-versus-part learning, spaced repetition, imagination and mnemonic techniques. It also addresses sensory testimony and its errors, individual differences in imagery, ways to detect missing elements in knowledge, and how inhibition, facilitation and health affect retention, concluding with a concise synthesis of theory and practice.

Verteilung der Wiederholungen auf mehrere Tage.

Es ist nicht zweckmäßig, etwas durch unsinnige Häufung von Wiederholungen in einem Atem einprägen zu wollen. Größere Unterbrechungen und Verteilung auf eine längere Zeitstrecke sind unter allen Umständen vorteilhaft. (Also zeitig beginnen!) Ebbinghaus fand zum Beispiel, daß 68 Wiederholungen an einem Tage nicht den Einprägungswert haben, wie insgesamt 38 Wiederholungen, auf drei Tage verteilt. Auch Adolf Jost fand, daß besonders bei den Stoffen, die eine große Zahl von Wiederholungen brauchen, die ausgedehnteste Verteilung am wirksamsten ist. Er stellte ein schnelleres Lernen und besseres Behalten fest.

Schließlich kommt es gar nicht darauf an, daß wir etwas so schnell als möglich lernen. Die Hauptsache ist, daß sich feine Fäden in alle möglichen Gedankenbereiche spinnen, damit das Gelernte nicht als toter Ballast, sondern lebendig in uns wirkt, eng mit unsrer Persönlichkeit verknüpft wird, damit Schätze des Schönen, etwa Dichterworte, Einfluß auf unser Leben gewinnen, nach allen Richtungen hin mit ihren Strahlen erwärmend, bereichernd und vergoldend wirken. Und das wird durch eine Verteilung der Wiederholungen viel besser erreicht als durch ihre Häufung.