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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 109: Hundertneuntes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertneuntes Kapitel.

Mein Onkel Toby und der Korporal waren mit solcher Hitze und Übereilung aufgebrochen, um von dem Stücke Landes Besitz zu nehmen, von dem wir so oft gesprochen haben, damit sie ihren Feldzug ebenso früh eröffnen könnten als die übrigen Alliierten, daß sie darüber einen der allerunentbehrlichsten Artikel bei der ganzen Sache vergessen hatten. Es war weder ein Pionierspaten, noch eine Pickelhacke, noch eine Schaufel.

Es war ein Schlafbett. Da Shandy-Hall noch nicht mit Hausgerät versehen, und das kleine Wirtshaus, in welchem der arme Le Fevers starb, noch nicht gebaut war, war mein Onkel Toby genötigt, in Madame Wadmanns Hause auf eine Nacht oder ein paar mit einem Bette vorliebzunehmen, so lange, bis Korporal Trim — der zu den Eigenschaften eines vortrefflichen Bedienten, Stallknechts, Kochs, Schneiders, Baders und Ingenieurs auch noch die Eigenschaften eines vortrefflichen Tapezierers hinzufügte — mit der Hilfe eines Zimmermanns und eines Schneiders in meines Onkels Toby Hause selbst eines zustande brachte.

Eine Tochter Evens, denn das war unsere Witwe Wadmann, und der ganze Charakter, den ich von ihr zu geben willens bin, ist:

»Sie war ein vollkommenes Frauenzimmer.«

Sie wäre zehn Meilen weit davon besser daran gewesen — oder auch in ihrem warmen Bette — oder wenn sie mit ihrem Taschenmesser gespielt hätte — oder womit sie sonst wollte, anstatt einen Mann zum Gegenstand ihrer Aufmerksamkeit zu machen, wenn das Haus mit allem ihrem Geräte ihr eigen ist.

Wenn ein Frauenzimmer außer dem Hause und bei hellem Tageslichte es in ihrer Gewalt hat, physikalisch von der Sache zu reden, einen Mann in mancherlei Lichte zu betrachten, so hat es nichts zu bedeuten. Aber hier, fange sie es an, wie sie will, kann sie ihn in keinerlei Lichte sehen, oder es klebt ihm beständig etwas an, das zu ihrer eigenen Fahr und Habe gehört, bis sie ihn endlich so lange und oft in dieser Verbindung erblickt, daß er selbst ein Artikel in diesem Inventario wird.

Und dann, gute Nacht!

Doch das gehört nicht zum System; denn das habe ich schon oben vorgelegt. Auch nicht zum Katechismus. Denn ich lege für niemand ein Glaubensbekenntnis ab als für mich selbst. Es ist auch keine Tatsache, wenigstens nicht, soviel ich wüßte, sondern die Sache ist kopulativisch und soll die folgende einleiten.