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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 112: Hundertzwölftes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertzwölftes Kapitel.

Da nun die Witwe Wadmann meinen Onkel Toby liebte, und mein Onkel Toby die Witwe Wadmann nicht liebte, so war für die Witwe Wadmann nichts anderes zu tun als fortzufahren, meinen Onkel Toby zu lieben, oder es bleiben zu lassen.

Die Witwe Wadmann wollte so wenig das eine wie das andere tun.

Gütiger Himmel! Aber ich vergesse, daß ich so ein bißchen von ihrer Gemütsart an mir habe. Denn sooft es sich begibt, wie es wohl zuweilen geschieht, wenn eben Tag und Nacht gleich sind, daß eine irdische Göttin bald dies ist, bald das und bald jenes, daß ich ihretwegen mein Frühstück nicht verzehren kann und sie sich keinen schweren Schilling darum bekümmert, ob ich mein Frühstück verzehre oder nicht. Verdammt mit ihr! Und damit schicke ich sie nach der Tartarei, und von der Tartarei nach Terra del Fuogo und so weiter zu Meister Hämmerling. Kurz, es gibt keine höllische Nische, da ich nicht Ihro Gottheiten fasse und hineinpacke.

Allein, weil das Herz zärtlich ist und es auf diesem Strome der Leidenschaften zehnmal in einer Minute Ebbe und Flut wird, so bringe ich sie wieder zurück. Und da ich in allen Dingen bis aufs Äußerste gehe, versetze ich sie in den Himmel, mitten in die Milchstraße.

Glänzendstes unter den Gestirnen! O, schütte deinen Einfluß auf ihn, der — hole sie der Henker, mitsamt ihrem Einflusse. Denn bei dem Worte reißt mir alle Geduld aus! Wohl bekomm's ihm! —

Bei allem, was rauh und geschlitzt ist, rufe ich, und nehme meine Pelzmütze ab und lasse meinen Finger rund laufen, keinen Groschen gäbe ich für ein Dutzend solcher!

Es ist gleichwohl eine vortreffliche Mütze, sage ich dann wieder — indem ich sie auf den Kopf setze und auf die Ohren festdrücke —, und ist warm und weich, besonders wenn Sie sie mit dem Haare streicheln, aber leider! So gut wird mir's niemals gehen — und damit hat denn meine Philosophie abermals Schiffbruch gelitten —.

Nein, an die Pastete werde ich wohl keinen Finger bringen — hier zerbreche ich meine Metapher —.

Rinde und Krumen,

Gefüllsel und Rand,

Deckel und Boden — ich verabscheue es, hasse es, verwerfe es — mir ekelt schon vom Ansehen.

Es ist nichts als Pfeffer
Knoblauch
Kaviar
Salz und
Teufelsdreck --

beim großen Erzkoch aller Köche, welcher, denke ich, vom Morgen bis Abend nichts anderes tut, als daß er beim Feuer sitzt und hitzige Gerichte für uns aussinnt, ich rühre es nicht an, um die Welt —

O, Tristram! Tristram! rief Jenny.

O, Jenny! Jenny! versetzte ich und fuhr fort mit dem hundertdreizehnten Kapitel.