Hundertdreizehntes Kapitel.
Die Göttinnen des Schicksals, welchen ganz gewiß alles von dieser Liebesgeschichte der Witwe Wadmann mit meinem Onkel Toby vorher bekannt war, hatten von der ersten Schöpfung der Materie und Bewegung an — und zwar mit mehr Gütigkeit, als sie bei Dingen von dieser Art pflegen — einen Strang von Ursachen und Wirkungen gesponnen, die so fest aneinanderhingen, daß es meinem Onkel Toby kaum möglich gewesen, in irgendeinem anderen Hause zu wohnen oder einen anderen Garten in der Christenheit zu besitzen als gerade das Haus und den Garten, die dicht an der Witwe Wadmanns Haus und Garten lagen. Dieses nebst dem Vorteile einer dichten Laube in Madame Wadmanns Garten, die in meines Onkels Toby grüne Hecke hineingepflanzt war, gab ihr alle die Gelegenheiten an die Hand, deren die Kriegskunst der Liebe bedurfte. Sie konnte meines Onkels Toby Bewegungen wahrnehmen, und seine Entschlüsse im Kriegsrate wußte sie gleichfalls alle. Und da sein verdachtloses Herz dem Korporal durch die Vermittlung der Brigitte Erlaubnis erteilt hatte, ihr ein kleines Heckenpförtchen zu machen, um desto mehr Raum zum Spazieren zu gewinnen, sah sie sich dadurch imstande, ihre Approchen bis dicht an die Türe des Schilderhauses zu führen und zuweilen zur schuldigen Danksagung eine Attacke zu machen und ihr Bestes zu versuchen, meinen Onkel mit diesem seinem eigenen Schilderhause in die Luft zu sprengen.