Hundertsechzehntes Kapitel.
Diese Attacken von Madame Wadmann, wie Sie leicht denken können, waren von verschiedener Art. So voneinander unterschieden wie die Attacken, von denen die Geschichte voll ist. Und das aus einerlei Ursachen. Ein zuschauender General würde ihnen den Namen Attacken kaum geben. — Oder täte er's, würde er sie doch alle über einen Kamm scheren. Aber für solche Herren schreibe ich nicht. Es wird Zeit genug sein, mehr Genauigkeit in meinen Beschreibungen anzuwenden, wenn ich erst zu ihnen komme, welches in einigen Kapiteln noch nicht geschehen wird. Zu diesem habe ich weiter nichts hinzuzusetzen, als daß in meinem Bündel von Originalpapieren und Zeichnungen, welche mein Vater die Sorgfalt gehabt hat besonders aufzurollen, sich ein Grundriß von Bouchain befindet, der noch völlig gut konserviert ist — und es bleiben soll, solange ich imstande bin, etwas zu konservieren —, auf dessen unterem Rande an der rechten Seite noch die Flecken von Finger und Daumen sind, womit Schnupftabak genommen worden. Und es ist nach allen Gründen von der Welt zu mutmaßen, daß es Madame Wadmanns Finger waren. Denn die Seite des Randes gegenüber, welche nach meiner Vermutung die meines Onkels Toby war, ist ganz und gar rein.
Dieses scheint ein authentisches Protokoll von einer von diesen Attacken zu sein. Denn man sieht noch die Spuren von zwei Nadelstichen, die zwar schon teils wieder zugegangen, aber dennoch an der oberen Seite der Karte sichtbar und ohne allen Widerspruch die leibhaften Löcher sind, durch welche sie im Schilderhause angesteckt gewesen ist.
Bei allem, was priesterlich heißt, ich schätze die kostbare Reliquie mit ihren Mälern und Löchern höher, als alle übrigen Reliquien zusammengenommen! — Allemal ausgenommen, wenn ich über diese Materie schreibe, sind die Löcher, welche Sankta Radagunda in der Wüste in ihr Fleisch bekam, welche Ihnen auf Ihrer Reise von Fesse nach Clugny die Nonnen dieses Namens aus christlicher Milde zeigen werden.