Hundertsiebzehntes Kapitel.
»Ich glaube, mit Euer Gnaden Wohlnehmen,« sagte Korporal Trim, »die Fortifikationen sind genug abgetragen, und der Hafen ist nun ausgefüllt, so hoch, wie auf dem Plan gesagt ist.« — »Ich denke es auch,« erwiderte mein Onkel Toby mit einem halb unterdrückten Seufzer. »Aber gehe Er nach meinem Zimmer, Trim, und hole er die Traktaten, sie liegen auf dem Tische.«
»Sie haben da sechs Wochen lang gelegen,« versetzte der Korporal, »bis heute morgen, da hat die alte Frau Feuer damit angemacht.«
»Nun,« sagte mein Onkel Toby, »so haben unsere Dienste ein Ende.« — »Um so mehr,« sagte Korporal Trim, »ist's, mit Euer Gnaden Wohlnehmen, Jammer und schade.« Mit diesen Worten warf er seinen Spaten in den Schiebkarren, der bei ihm stand, mit einer Miene, welche die größte Trostlosigkeit ausdrückte, die man sich nur denken kann, und wendete sich schwermütig herum, seine Pickelhacke, seine Schaufel, Steckpflöcke und das andere kleine Kriegsgerät zusammenzusuchen, um es aus dem Felde zu führen, — als ein tiefes Ach! aus dem Schilderhause, das aus dünnen Schaldielen gemacht war und also den Schall um so trauriger nachhallen ließ, ihn daran verhinderte.
»Nein,« sagte der Korporal bei sich selbst, »ich will's morgen früh tun, ehe der Herr Kapitän aufsteht.«
Damit nahm er seinen Spaten wieder aus dem Schiebkarren hervor, mit ein wenig Erde darauf, als ob er eine Stelle am Fuße des Walles damit ebnen wollte. In der eigentlichen Absicht aber, sich seinem Herrn zu nähern, um ihm die Grillen zu vertreiben. Er lockerte ein paar Rasen, stieß die Ecken mit seinem Spaten ab, und nachdem er mit der Fläche ein- oder ein paarmal leise darauf geklopft hatte, setzte er sich dicht zu den Füßen meines Onkels Toby nieder und hob an wie folgt.