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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 120: Hundertzwanzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertzwanzigstes Kapitel.

Sobald der Korporal seiner Liebesgeschichte, oder vielmehr mein Onkel Toby an seiner Statt, ein Ende gemacht hatte, — marschierte Madame Wadmann ohne Sang und Klang aus ihrer Laube, steckte ihre Haube wieder unterm Kinn zu, passierte das kleine Heckenpförtchen und avancierte langsam auf meines Onkels Toby Schilderhaus los. Die Disposition, welche Trim in seinem Gemüte gemacht hatte, war ein zu vorteilhafter Umstand, ihn nicht zu nützen.

Die Attacke ward beschlossen; sie war dadurch noch mehr begünstigt, daß mein Onkel Toby dem Korporal befohlen hatte, den Spaten, die Pionierschaufel, die Steckpflöcke und das übrige Kriegsgerät, welches auf dem Platze, wo Dünkirchen gestanden, zerstreut herumlag, aus dem Felde zu fahren. Der Korporal war abmarschiert — das Feld war offen.

Nun überlegen Sie, mein Herr, wie unvernünftig es sei, sowohl beim Fechten und Schreiben als sonst bei irgend etwas, das man vorhat — es sei gereimt oder nicht —, nach einem Plane zu handeln. Denn wenn jemals ein Plan, von allen Umständen unabhängig betrachtet, verdiente mit goldenen Buchstaben registriert zu werden — ich meine in den utopischen Archiven —, so war es gewiß der Plan von Madame Wadmanns planmäßiger Attacke auf meinen Onkel Toby in seinem Schilderhause. — Nun aber war der Plan, der eben bei dieser Gelegenheit daran hing, der Plan von Dünkirchen — und die Geschichte von Dünkirchen eine niederschlagende Geschichte, welche sich jedem Eindrucke widersetzte, den sie machen konnte. Und überdem, hätte sie ihm auch folgen können, war das Manöver mit den Fingern und der Hand bei der Attacke im Schilderhause durch das Manöver der Begyne in Trims Geschichte so sehr weit übertroffen, daß gerade dadurch diese besondere Attacke, so sehr sie auch vorher gelang, die allerherzloseste Attacke war, die nur gemacht werden konnte.

O, man lasse für so etwas das Frauenzimmer nur sorgen! Madame Wadmann hatte kaum das Heckenpförtchen geöffnet, als ihr Genie sich schon ein bloßem Spiel aus den veränderten Umständen machte.

Sie entwarf augenblicklich eine neue Attacke.