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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 129: Hundertneunundzwanzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertneunundzwanzigstes Kapitel.

Mein Onkel Toby wendete sich mit dem Gesichte mehr als einmal herum, um zu sehen, wie ihn das Hintertreffen, der Korporal, unterstützte. Und sooft er das tat, machte der Korporal mit seinem Stock einen Schwung in die Luft — doch nicht prahlerischerweise. Mit dem leisesten Tone des ehrerbietigsten Zuredens hieß das soviel wie: »Nichts gefürchtet!«

Mein Onkel Toby aber fürchtete, und zwar gar herzlich. Er hatte noch nicht einmal — wie ihm mein Vater vorgeworfen hatte — das rechte Ende eines Frauenzimmers vom unrechten unterscheiden gelernt. Deswegen war er niemals an seiner rechten Stelle, wenn er nahe bei einem sein mußte. Ausgenommen, wenn es in Kummer und Betrübnis war. Alsdann war sein Mitleiden unendlich; auch hätte der liebreichste Ritter aus dem vorigen Jahrhunderte nicht weiter reisen können — auf einem Beine wenigstens nicht —, um eine Träne von einem weiblichen Auge zu wischen. Und dennoch, das eine Mal nicht gerechnet, da ihn Madame Wadmann dazu überlistete, hatte er niemals steif in eines hineingesehen, und pflegte oft in der Einfalt seines Herzens zu meinem Vater zu sagen, das wäre fast ebenso arg — wo nicht ebenso laut — wie unzüchtig reden.

»Und nun, wenn's das wäre?« pflegte mein Vater zu antworten.