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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 132: Hundertzweiunddreißigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertzweiunddreißigstes Kapitel.

Da Jungfer Brigitte schon mit Finger und Daumen die Klinke gefaßt hielt, so klopfte der Korporal nicht so oft, wie vielleicht Euer Gnaden Schneider tun muß. Ich hätte mein Beispiel schon ein wenig mehr in die Nähe nehmen können, denn ich bin dem meinigen wenigstens über die hundert Taler schuldig und wundere mich über des Mannes Geduld.

Aber das geht keinem Menschen etwas an; nur soviel, es ist eine verdammte Sache, in Schulden zu stecken, und es scheint ein für allemal ein feindliches Schicksal über die Schatzkammern gewisser guter Prinzen zu walten, besonders über die von unserem Hause, das keine Kameralwissenschaft in Fesseln zu legen vermag. Ich meinesteils bin überzeugt, es ist kein anderer Prinz, Prälat, Papst, Potentat, groß oder klein in der Welt, der in seinem Herzen mehr und eifriger wünscht als ich, mit der ganzen Welt Saldo zu sein, oder dazu dienlichere Mittel brauchte. Ich gebe niemals über einen Dukaten, gehe nicht in Stulpenstiefeln, kaufe keine Zahnstocher, lege das ganze Jahr nicht ein Viergroschenstück für Bänder und Spitzen an. Die sechs Monate, die ich auf dem Lande zubringe, lebe ich so kärglich, daß ich mit aller Gutherzigkeit von der Welt Rousseau meilenweit zurücklasse, denn ich halte mir weder Kerl noch Jungen, noch Pferd noch Kuh, noch Hund noch Katze, noch irgendein lebendiges Ding, das ißt oder trinkt, ausgenommen ein armes dünnes Stück von einer Vestale, mein Feuer zu unterhalten, die gewöhnlich eben so schlechten Appetit hat wie ich selbst. — Wenn Sie aber denken, das mache mich zum Philosophen, so möchte ich, meine guten Leutchen, keinen Strohhalm für ihr Urteil geben!

Wahre Philosophie —. Aber der Gedanke läßt sich unmöglich abhandeln, derweil mein Onkel Toby den Lillabullero pfeift.

»Laßt uns ins Haus gehen.«