WeRead Powered by ReaderPub
Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 136: Hundertsechsunddreißigstes Kapitel.
Open in WeRead

Explore more books like this:

About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertsechsunddreißigstes Kapitel.

Jungfer Brigitte hatte den ganzen Vorrat von Ehre, den eine arme Zofe aufbringen konnte, darauf verpfändet, daß sie, noch ehe zehn Tage vergingen, die Sache von Grund aus wissen wollte. Und sie hatte einen der unbestrittensten Vorsätze gefaßt; derweil mein Onkel Toby seine Liebe bei ihrer Herrschaft antrüge, würde der Korporal nichts Besseres zu tun finden, als ihr die seinige anzutragen. »Und ich will ihm soviel Willen lassen, wie er will,« sagte Brigitte, »um es aus ihm herauszubringen.«

Madame Wadmann aber war entschlossen, ihre Karten selbst zu spielen. Es bedurfte bei ihr keines Zuredens. Ein Kind hätte ihm in die Karten gucken können. Er spielte mit solcher Offenherzigkeit und Ehrlichkeit alle seine Trümpfe aus der Hand und hatte sowenig Arg daraus, wie man sich mit Aß und Dame hinter die Hand bringen müßte, — und so nackt und wehrlos saß er da mit Madame Wadmann auf einem Sofa beisammen, daß ein großmütiges Herz geweint haben würde, ihm das Spiel abzugewinnen.

Laß uns die Metapher beiseitesetzen.