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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 138: Hundertachtunddreißigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertachtunddreißigstes Kapitel.

Wenn wir bis ans Ende dieses Kapitels gekommen sind, aber nicht eher, müssen wir alle wieder zu den beiden in Blanko gelassenen Kapiteln zurückkehren. Ihretwegen liegt meine Ehre schon eine halbe Stunde und blutet. Ich stille es dadurch, daß ich einen von meinen gelben Pantoffeln abziehe und ihn aus allen meinen Kräften an die Wand gegenüber werfe, mit der Erklärung dahinter:

Was für eine Ähnlichkeit auch unter der Hälfte von allen Kapiteln sein mag, die in der Welt geschrieben sind, oder, wenn ich mich nicht gröblich irre, eben jetzt geschrieben werden: — so war es doch ganz so zufällig, wie der Schaum an Zeus' Pferden, daß in diesen beiden Kapiteln, wie in der Hälfte von »allen«, auch nichts stand. Überdem habe ich auch für ein Kapitel, in welchem nichts steht, allemal Respekt. Und in Betracht, was für schlimmere Sachen es in der Welt gibt, halte ich so etwas für keinen schicklichen Gegenstand der Satire.

Warum wurden sie denn in Blanko gelassen? Und hier, ohne meine Antwort zu erwarten, werde ich Dummkopf, Pinsel, Gimpel, Gelbschnabel, Firlefanz, Ölgötze, Langohr, Brausebart und mit anderen unverdaulichen Namen mehr gescholten werden, wie sie jemals die Kuchenbäcker von Lernee den Schäfern des Königs Garagantnas in die Zähne warfen; und mögen sie's tun, wie Brigitte sagte, soviel als sie gelüstet; denn wie war es möglich, daß sie die Notwendigkeit vorhersehen konnten, in die ich gesetzt war, das hundertachtunddreißigste Kapitel meines Buches früher zu schreiben als das hundertdreiunddreißigste usw.?

Ich nehme es ihnen also nicht übel. Alles, was ich wünsche, ist, daß es der Welt eine Lehre sein möchte: »Die Leute ihre Historien auf ihre eigene Art erzählen zu lassen.«