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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 145: Hundertdreiundvierzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertzweiundvierzigstes Kapitel.

Es war das kurz vorübergehende Streiten in den nassen Augenlidern eines Aprilmorgens: »Ob Brigitte lachen oder weinen sollte.«

Sie ergriff ein Mangelholz. — Es war zehn gegen eins, sie hätte gelacht —

Sie legte solches nieder — sie weinte; und hätte nur eine Zähre nach Bitterkeit geschmeckt, das Herz des Korporals würde voll Bekümmernis gewesen sein, daß er das Argument gebraucht hatte. Allein der Korporal verstand sich wenigstens um eine Quarte besser als mein Onkel Toby aufs Frauenzimmer. Demzufolge bestürmte er Jungfer Brigitte auf diese Manier.

»Ich weiß, Jungfer Brigitte,« sagte der Korporal und gab ihr einen sehr ehrerbietigen Kuß, »daß du von Natur gut und bescheiden und obendrein ein so großmütiges Mädchen bist, daß du, wenn ich dich recht kenne, keinem Wurm etwas zuleide tun und noch weniger einen so braven und würdigen Mann an seiner Ehre kränken wolltest, wie mein Kapitän ist, und wollte dich dafür zur Gräfin machen. Aber man hat dir was weisgemacht und dich betrogen, liebste Brigitte, wie es einem Mädchen oft geht, mehr um anderen einen Gefallen zu tun als sich selbst.«

Brigitten träufelten die Tränen aus den Augen über die Empfindungen, die der Korporal in ihr erregte.

»Sage mir, — sag' mir also, meine liebste Brigitte,« fuhr der Korporal fort, wobei er sie an der Hand faßte, welche ihr an der Seite niederhing und ihr einen zweiten Kuß gab, »wessen Argwohn hat dich verführet?«

Brigitte schluchzte ein paarmal und tat darauf die Augen auf. Der Korporal trocknete sie mit dem Zipfel ihrer Schürze. Sie tat alsdann ihr Herz auf und erzählte ihm alles.

Hundertdreiundvierzigstes Kapitel.