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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 147: Hundertfünfundvierzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Hundertfünfundvierzigstes Kapitel.

Wir werden gerade soviel Zeit haben unterdessen, daß mein Onkel Toby und Trim nach meines Vaters Hause gehen, Ihnen zu berichten, daß Madame Wadmann einige Monate vorher, ehe dieses vorging, meine Mutter zur Vertrauten gemacht hatte, und daß Jungfer Brigitte, die sowohl ihre eigene Bürde zu tragen hatte als die Bürde des Geheimnisses ihrer Herrschaft, sich von beiden gegen die Susanna hinter der Gartenmauer glücklich entladen hatte.

Was meine Mutter anbetrifft, so sah die gar nichts in der ganzen Sache, worüber Aufhebens zu machen gewesen.

Allein Susanna war alleine genug, ein Familiengeheimnis auszubringen. Denn sie teilte es augenblicklich dem Jonathan durch Zeichen mit. Und Jonathan sagte es der Köchin, als sie eine Hammelkeule am Feuer begoß. Die Köchin verkaufte es mit etwas Bratenfett für einen Dreier an den Postillon, der es mit dem Milchmädchen um etwas von ebendem Werte umstutzte. Und obgleich es auf dem Heuschober geflüstert wurde, hatte doch die Fama die Noten mit ihrer ehernen Trompete aufgefaßt und vom Giebel des Hauses umhergeblasen. — Mit einem Worte, es war im ganzen Dorfe oder fünf Meilen in der Runde kein altes Weib, die nicht gewußt, warum es mit meines Onkels Toby Belagerung so langsam zuginge, und welches die geheimen Artikel wären, die die Übergabe verzögerten.

Mein Vater, dessen Gewohnheit es war, jede Begebenheit in der Welt zu einer Hypothese zu zwängen, wodurch kein Mensch der Wahrheit einen solchen Drang antat wie er, hatte eben das Gerücht vernommen, als mein Onkel Toby ausging. Und da er über die Beleidigung, die seinem Bruder dadurch widerfuhr, plötzlich Feuer fing, war er dabei, dem Herrn Yorick, ungeachtet meine Mutter dabeisaß, zu demonstrieren, nicht nur, daß der Satan in den Weibern stecke, sondern daß jedes Übel und jede Unordnung in der Welt, sie habe Namen, wie sie wolle, vom ersten Falle Adams bis hinab zu meines Onkels Toby seinem — inklusive — auf eine oder die andere Art diesem zügellosen Wesen zuzuschreiben sei.

Yorick stand eben im Begriff, meines Vaters Hypothese ein wenig zu mäßigen, als mein Onkel Toby mit Zeichen unendlicher Gutherzigkeit und Verzeihung in seinen Blicken ins Zimmer trat und meines Vaters Beredsamkeit gegen die Leidenschaft von neuem anfachte. Und da er eben nicht sehr sanft in der Wahl seiner Worte war, wenn er im Eifer redete, so brach er, sobald mein Onkel Toby sich ans Feuer gesetzt und seine Pfeife gefüllt hatte, folgendergestalt los: