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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 18: Sechzehntes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Sechzehntes Kapitel.

Bücherschreiben, wenn's am rechten Ende angegriffen wird — Sie können sich darauf verlassen, daß ich denke, das meinige sei es —, ist nur eine andere Benennung für Konversation. Da niemand, der weiß, wie er sich in Gesellschaft benehmen muß, es wagen wird, alles herauszusagen, so wird kein Schriftsteller, der die Grenzen seines Dekorums und der guten Lebensart kennt, so voreilig sein, alles zu denken. Die größte Ehrerbietung, die Sie dem Verstande Ihres Lesers erweisen können, ist, wenn Sie freundschaft-brüderlich mit ihm teilen und seiner Einbildungskraft ebensowohl etwas zu schaffen übrig lassen als Ihrer eigenen.

Ich meinesteils lasse es an Höflichkeitsbezeigungen von dieser Art niemals fehlen und tue alles, was in meinem Vermögen Steht, seine Imagination ebenso geschäftig zu erhalten wie die meinige.

Die Reihe ist jetzt an ihm; ich habe von Doktor Slops jämmerlichem Sturz und Fall, von seinem erbärmlichen Aufzuge in dem Hinterzimmer eine Beschreibung gegeben. Nun muß seine Einbildung sich eine Weile damit beschäftigen.

Der Leser bilde sich also ein, daß Doktor Slop seine Geschichte erzählt habe. Mit was für Worten und Vergrößerungen es seiner Phantasie beliebt. Er nehme an, daß Obadiah die seinige gleichfalls erzählt habe, und mit so traurigen Gebärden und angenommenem Leidwesen, als er glaubt, das die beiden Figuren, die nebeneinanderstehen, in die beste Gegenhaltung setzen kann. Er bilde sich ein, daß mein Vater hinaufgegangen sei, meine Mutter zu sehen. Und um dieses Werk der Einbildungskraft zu Ende zu bringen, denke er sich den Doktor gewaschen, abgerieben, kondoliert, gratuliert, in einem Paar niedergetretener Schuhe, von Obadiah geborgt, nach der Türe gehend und im Begriff zu agieren.

Gemach! — gemach, lieber Doktor Slop! — halte deine Hand zurück! Stecke sie ruhig wieder in deinen Busen, daß sie warm bleibe. Du weißt wenig davon, was für Schwierigkeiten, was für verdeckte Hindernisse ihrem Wirken im Wege liegen! Hat man dir, lieber Doktor Slop, hat man dir die geheimen Artikel des feierlichen Vertrages anvertraut, demzufolge du hierher gebracht bist? Hast du es schon gemerkt, daß in diesem Augenblick eine von Lucinens Töchtern über dir steht? Ach, es ist leider nur zu wahr! Außerdem, großer Sohn des Pilumnus, was kannst du machen? Du bist unbewaffnet erschienen, du hast dein Tire tête, deinen neuerfundenen Forceps, dein Crochet, dein Squirt und alle deine Rettungs- und Erlösungswerkzeuge zu Hause gelassen. — Beim Himmel! Da hängen sie im grünen Filetbeutel, zwischen deinen beiden Pistolen, am Kopfende deines Bettes! Klingle! Rufe! Sende Obadiah auf dem Kutschpferde zurück, daß er sie in aller Eile herhole.

»Eilet, was Ihr könnt, Obadiah,« sagte mein Vater, »und ich gebe Euch einen Gulden.« — »Von mir,« sagte mein Onkel Toby, »noch einen.«