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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 21: Neunzehntes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Neunzehntes Kapitel.

Obadiah gewann die zwei Gulden ohne Widerrede. Denn er trat mit dem grünen Filetbeutel, dessen wir schon erwähnt haben, und worin alle die Instrumente klirrten, wie mit einer Jägertasche über der Schulter ins Zimmer.

»Mich dünkt,« sagte Doktor Slop und heiterte dabei seine Mienen auf, »es wird nun nachgerade Zeit sein, da wir uns jetzt imstande befinden, Madame Shandy hilfreiche Hand zu leisten, daß wir hinaufschicken und fragen lassen, wie es geht?«

»Ich habe der alten Bademutter befohlen,« antwortete mein Vater, »daß sie gleich herunterkommen soll, sobald es ein wenig schwer geht. Denn Sie müssen wissen, Herr Doktor,« fuhr er mit einem eckigen Lächeln auf dem Gesicht fort, »daß Sie zufolge eines besonderen Traktats, der zwischen meiner Frau und mir feierlich ratifiziert ist, bei dieser Affäre bloß Hilfstruppe sind. Und das nicht einmal so völlig, wenn die alte magere Bademutter ohne Sie zurechtkommen kann. Weiber haben ihre eigenen Grillen, und bei Dingen von dieser Art, wo sie die ganze Last alleine tragen, und für das Beste der Familien und die Vermehrung der Welt so viel aushalten müssen, wollen sie sich das Recht nicht nehmen lassen, en souveraines zu entscheiden, in wessen Hände sie fallen wollen und wie.«

»Sie haben auch recht,« sagte mein Onkel Toby. — »Aber mein Herr,« erwiderte Doktor Slop, welcher tat, als hörte er nicht, was mein Onkel Toby sagte, und sich an meinen Vater wandte, »sie täten besser, wenn sie in anderen Dingen herrschten. Und ein guter Hausvater, der gerne gesunde Kinder haben will, sollte sich dieses Recht abtreten lassen und ihnen dafür lieber irgendein anderes einräumen.« — »Ich wüßte nicht,« sagte mein Vater, und antwortete ein wenig zu bitter, um ihn bei dem, was er sagte, für ganz gleichgültig zu halten, »was wir wohl gegen die Wahl, wer die Kinder holen soll, einzuräumen hätten.« — »Alles sollte man lieber einräumen,« sagte Doktor Slop. — »Um Vergebung —« antwortete mein Onkel Toby. — »Sir,« versetzte Doktor Slop, »Sie würden erstaunen, wenn Sie wüßten, wie hoch es in den letzten Jahren in allen Zweigen der Geburtshilfe getrieben ist, besonders in dem einzigen Punkte, den Fötus behend und wohlbehalten zu extrahieren. Darüber ist ein solches Licht aufgegangen, daß ich für mein Teil bezeuge« — hier hielt er beide Hände in die Höhe —, »daß ich nicht begreifen kann, wie die Weit noch —« — »Ich wünschte,« fiel mein Onkel Toby ein, »Sie hätten gesehen, was für erstaunlich große Armeen wir in Flandern hatten.«