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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 30: Achtundzwanzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Achtundzwanzigstes Kapitel.

Jeden Tag, seit wenigstens zehn ganzen Jahren, beschloß mein Vater, es ändern zu lassen. Noch ist's nicht geändert. In keinem anderen Haushalt als dem unsrigen hätte man es eine Stunde geduldet. Und was Sie noch mehr wundern wird, in keiner Sache von der Welt war mein Vater eigener als in Tür und Angel. Und nichtsdestoweniger war er sicherlich, nach meiner Meinung, einer von denen, die am meisten dadurch gelitten haben. Seine Theorie und seine Praxis lagen sich hierüber beständig in den Haaren. Die Stubentüre konnte nicht aufgehen, ohne daß seine Philosophie oder seine Grundsätze eine Ohrfeige bekamen. Drei Tropfen Öl auf einer Feder und ein guter Schlag mit einem Hammer hätten seine Ehre auf einmal gerettet.

Was ist der Mensch für ein widersinniges Ding! Er kränkelt an Wunden, die es nur bei ihm steht zu heilen! Sein ganzes Leben ein Widerspruch seines besseren Wissens! Seine Vernunft, diese ihm von Gott geschenkte teure Gabe — anstatt Öl zur Linderung aufzugießen — dient ihm bloß, ihre Reizbarkeit zu erhöhen, ihre Schmerzen zu vervielfältigen und ihn dabei ungeduldiger und trauriger zu machen. — Warum, unglückliches Geschöpf, bist du so! Ist's nicht genug an den unvermeidlichen Übeln dieses Lebens, mußt du denn den Haufen deiner Bekümmernisse noch freiwilligerweise vermehren! Da kämpft er gegen Übel an, die nicht zu vermeiden sind, und unterwirft sich anderen, welche ein Zehntel von der Mühe, die sie ihm machen, ein für allemal von seinem Herzen wälzen könnte.

Bei allem, was gut und tugendhaft ist, wenn innerhalb zwanzig Meilen in der Runde um Shandy-Hall noch drei Tropfen Öl und ein Hammer zu finden sind, so soll die Haspe an der Tür geändert werden. Noch unter dieser Regierung!