Vierunddreißigstes Kapitel.
Von dem ersten Augenblicke an, da ich mich hinsetzte, mein Leben zum Vergnügen der Welt und meine Meinungen zu ihrer Belehrung aufzuschreiben, hat sich unvermerkt eine Wolke über meinem Vater zusammengezogen. Eine Flut von Übeln und Widerwärtigkeiten hat sich gegen ihn gehäuft. Nicht das allergeringste, wie er selbst bemerkt, ist richtig gegangen, und nun ist das Gewitter reif und wird mit aller Wut über seinem Haupte ausbrechen.
Ich gehe an diesen Teil meiner Geschichte mit einem so schweren und melancholischen Gemüte, das nur je eine sympathische Seele empfunden hat. Meine Nerven werden schlaff, indem ich's erzähle. Bei jeder Zeile, die ich schreibe, fühle ich, daß die Lebhaftigkeit meines Pulses sinkt, und die sorglose Munterkeit, die mich sonst jeden Tag meines Lebens antreibt, tausend Dinge zu sagen und zu schreiben, die ich nicht sagen und schreiben sollte. Und in diesem Augenblick, wie ich gerade meine Feder in die Tinte tauchte, fiel mir's recht aufs Herz, mit was für einer behutsamen Art von kummervoller Bedächtigkeit und Feierlichkeit das geschah. Himmel! wie verschieden von dem schnellen Zufahren und dem hitzigen Ausspritzen, das du sonst gewohnt bist, Tristram! — in anderer Laune. Wenn du die Feder niederwirfst und deine Tinte auf deinem Tische und deinen Büchern herumkleckst, als ob deine Feder und deine Tinte, deine Bücher und deine Möbel dich kein Geld kosteten.