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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 4: Zweites Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Zweites Kapitel.

Im Anfange des vorhergehenden Kapitels berichtete ich Ihnen ganz genau, wann ich geboren ward; — ich berichtete Ihnen aber nicht, wie? Nein, dieser Umstand ward für ein ganz eigenes Kapitel aufgespart. — Überdies, mein Herr, da Sie und ich gewissermaßen einander noch völlig unbekannt sind, so würde es sich nicht geschickt haben, Sie sogleich auf einmal mit verschiedenartigen Umständen, die nur mich angehen, bekannt zu machen. — Sie müssen ein wenig Geduld haben. Ich habe es unternommen, wie Sie sehen, nicht bloß mein Leben, sondern auch meine Meinungen zu schreiben in der Hoffnung und Erwartung, daß, wenn Sie erst meinen Charakter kennten und wüßten, von was für einem Schlage von Sterblichen ich bin, das eine Ihnen desto mehr Geschmack an dem andern beibringen würde. Sowie Sie weiter von mir fortgehen, wird die kleine Bekanntschaft, die eben unter uns anfängt, zu einer Vertraulichkeit auszuschlagen, und diese, oder die Schuld müßte an einem von uns beiden liegen, wird sich in Freundschaft endigen. — O diem præclaram! — Dann wird nichts, was mir begegnet ist, für Kleinigkeit an sich selbst oder für langweilig in der Erzählung gehalten werden. Deswegen also, mein liebster Freund und Gefährte, wenn Sie meinen sollten, ich gehe im Anfange meiner Geschichten ein wenig sparsam zu Werke, so übersehen Sie's mir, und lassen Sie mich meinen Gang gehen und meine Historie auf meine Weise erzählen. Oder sollte es scheinen, daß ich dann und wann auf meinem Wege ein bißchen tändelte oder für ein paar Minuten, sowie wir weiter kommen, eine Kappe mit Schellen aufsetzte, so laufen Sie nur nicht gleich davon, sondern haben Sie die Gefälligkeit und geben mir für ein wenig mehr Weisheit Kredit, als mir an der Stirne geschrieben steht, und sowie wir fortwackeln, lachen Sie mit mir oder über mich, oder kurz, tun Sie, was Sie wollen. Nur ungeduldig müssen Sie nicht werden.