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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 51: Neunundvierzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Neunundvierzigstes Kapitel.

»Was macht Ihre Wochenbetterin?« Schrie mein Vater, der abermal den Schritt vom Treppenabsatz heruntertat und Susanna anrief, die er eben unten an der Stiege mit einem großen Nadelkissen vorbeigehen sah. »Was macht Ihre Wochenbetterin?« — »Recht gut, nach den Umständen,« sagte Susanna im Vorbeigehen, ohne heraufzusehen. — »Was für ein Tor ich bin!« sagte mein Vater, der sein Bein abermals zurückzog. »Laß das Befinden sein, wie es will, Bruder Toby, so ist das die ewige Antwort. Und wie ist's mit dem Kinde? Keine Antwort. Und wo ist Herr Doktor Slop?« fuhr mein Vater fort, mit lauterer Stimme, und sah dabei übers Geländer. Fort war Susanna.

»Unter allen Rätseln des ehelichen Lebens,« sagte mein Vater und ging über den Treppenabsatz, um sich mit dem Rücken an die Wand zu lehnen, derweile er meinem Onkel Toby die Sache vortrug. »Unter allen den verworrenen Rätseln des ehelichen Lebens,« sagte er, »davon man, du kannst dich auf meine Erfahrung verlassen, Bruder Toby, davon man mehr Esel bepacken könnte, als Hiobs ganze Herde Esel ausmachte, ist keins so schwer zu lösen als dieses, daß, Sobald die Frau des Hauses in die Wochen gekommen, jedes Weibsbild im Hause, von Madame ihrem Kammermädchen an bis auf das geringste Scheuermädchen, einen Zoll höher wächst, und sich dieses einzigen Zolls wegen mehr in die Brust wirft als aller ihrer übrigen Zölle wegen zusammengenommen.«

»Ich denke vielmehr,« antwortete mein Onkel Toby, »daß wir es sind, die einen Zoll einschrumpfen. Wenn ich nur einer schwangeren Frau ansichtig werde! — Es ist eine schwere Last, die dieser Hälfte unserer Mitgeschöpfe aufgelegt ist, Bruder Walther,« sagte mein Onkel Toby. »'s ist wohl eine klägliche Bürde,« fuhr er fort, und schüttelte den Kopf. — »Ja, ja, 's ist eine mühselige Sache,« sagte mein Vater, und schüttelte seinen Kopf gleichfalls. Aber seitdem das Kopfschütteln Mode gewesen ist, schüttelten nie zugleich zwei Köpfe konzertmäßig zusammen aus so verschiedenen Ursachen.

»Gott bewahre      }
»Der Henker hole } sie alle,«

sagten mein Onkel Toby und mein Vater zugleich bei sich.