Zweiundfünfzigstes Kapitel.
»Wenn's meine Frau nur wagen will, Bruder Toby, so sollen sie Trismegistus anziehen und zu uns herunterbringen, derweile du und ich unseren Tee trinken. — Geh Er, Obadiah, und sage Er Susanna, sie soll hierherkommen.«
»Sie ist eben hinaufgerannt,« antwortete Obadiah, »und seufzt und heult und ringt die Hände, als ob ihr das Herz in Stücke springen wollte.« —
»Das werden hübsche sechs Wochen werden,« sagte mein Vater, wendete sich von Obadiah weg und sah meinem Onkel Toby einige Zeit steif ins Gesicht. »Hübsche sechs Wochen werden wir erleben, Bruder Tob,« sagte mein Vater und stemmte seine Arme in die Seiten. »Feuer, Wasser, Weiber, Wind — Bruder Toby!« — »'s ist wieder ein Unglück,« sagte mein Onkel Toby. »Das ist's,« sagte mein Vater. »So viele widersinnige Elemente, die losbrechen und in jedem Winkel dieses Hauses im Triumph herumfahren. Es fruchtet der Ruhe einer Familie sehr wenig, Bruder Toby, daß du und ich über uns selbst Meister sind und hier still und ruhig sitzen, derweile solch ein Sturm über unseren Häuptern pfeift.«
»Und was hat Sie denn zu winseln, Susanna?« — »Sie haben das Kind Tristram getauft — und meine Madame hat darüber eben einen hysterischen Anfall gehabt. — Nein, ich kann nichts dafür,« sagte Susanna, »ich hab's ihm recht gesagt, Tristramgistus.«
»Mache nur Tee für dich alleine, Bruder Toby,« sagte mein Vater und nahm seinen Hut von der Wand. Wie verschieden aber von Aufwallungen und Bewegungen, die sich ein gewöhnlicher Leser dabei vorstellen möchte!
Er sprach in der sanftesten Modulation und nahm den Hut mit der gelindesten Bewegung seines Armes herab, die nur jemals die Betrübnis mit der Harmonie zusammenbrachte.
»Geh Er nach dem Spielplatze und rufe Er Trim,« sagte mein Onkel Toby zu Obadiah, sobald mein Vater das Zimmer verließ.