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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 80: Achtzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Achtzigstes Kapitel.

»Schade, Trim!« sagte mein Onkel Toby, mit seiner Hand auf Trims Schulter gelehnt, als sie beide standen und ihre Werke besahen, »daß wir nicht ein paar Feldstücke haben, die wir in die Schießscharten dieser neuen Redoute pflanzen könnten. Das würde alle jene Linien decken und die Attacke an der Seite vollkommen machen. Laß Er mir ein paar gießen, Trim.«

»Euer Gnaden sollen sie haben,« versetzte Trim, »ehe es morgen Tag wird.«

Es war Trim eine Herzensfreude, und seinem anschlägigen Kopfe fehlte es niemals an Einfällen, meinem Onkel Toby in seinen Feldzügen mit allem an die Hand zu gehen, was nur immer seine Phantasie für nötig erachtete. Wäre es auch sein letzter harter Taler gewesen, er hätte sich hingesetzt und einen Ringkragen daraus gehämmert, um dem geringsten Wunsche seines Herrn zuvorzukommen. Der Korporal hatte schon, vermittels der Enden von meines Onkels Toby Dachröhren, des Bleis aus seinen Dachrinnen, seines eingeschmolzenen zinnernen Barbierbeckens, und da er zuletzt, wie Ludwig XIV., bis zu den Kirchspitzen gegangen, um das überflüssige Blei usw. zu holen, in ebendem Feldzuge nicht weniger als acht neue Batteriestücke nebst drei halben Feldschlangen ins Lager geliefert. Meines Onkels Begehren nach noch zwei Kanonen für die Redoute hatte den Korporal von neuem Hand ans Werk legen lassen. Da sich aber nichts Besseres darbot, hatte er die beiden bleiernen Gegengewichte von den Fallfenstern in der Ammenstube genommen. Und da die Rollen, worauf diese Gegengewichte liefen, nachdem diese fort, unnütz waren, so hatte er sie gleichfalls mitgehen heißen, um ein Paar Räder zu einer von ihren Lafetten daraus zu machen.

Er hatte jedes Fenster in meines Onkels Toby Hause, lange vorher schon, auf ebendie Art beraubt, obgleich nicht eben auf diese Weise. Denn zuweilen fehlte es ihm an Rollen und nicht am Blei. Alsdann begann er mit den Rollen. Wenn dann die Rollen fort waren, so ward das Blei unnütz und mußte dann auch zum Schmelzlöffel.

Man könnte hieraus ganz behende eine wichtige Moral ziehen, aber ich habe nicht Zeit. Genug, wenn ich sage, die Plünderung mochte anfangen, wo sie wollte, es war für die Fallfenster gleich schlimm.