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Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy cover

Das Leben und die Meinungen von Herrn Tristram Shandy

Chapter 96: Sechsundneunzigstes Kapitel.
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About This Book

A playful, digressive first-person narrator tells his life and opinions through a series of nonlinear episodes that repeatedly detour into anecdotes, philosophical asides, and comic observation. The narration famously delays the account of the narrator's own birth while dwelling on family relationships, foibles, and cherished obsessions, using irony, self-commentary, and typographical tricks to undermine conventional storytelling. Episodes blend sentiment and satire, shift between intimate recollection and broad reflection, and repeatedly return to themes of memory, affection, human absurdity, and the unstable nature of narrative itself.

Sechsundneunzigstes Kapitel.

Der Korporal, der den Abend vorher in seinem Sinne beschlossen hatte, dem Mangel des erwünschten Etwas, das ein ununterbrochenes Feuer auf den Feind während der Hitze der Attacke vorstellen könnte, abzuhelfen, hatte damals keine andere Idee in seinem Kopfe gefaßt, als ein Kunststück zu erfinden, wie er aus einem der sechs Feldstücke meines Onkels Toby, die zu beiden Seiten seines Schilderhauses gepflanzt waren, Tabaksrauch nach der Stadt hin dampfen möchte. Da ihm nun zugleich die Mittel einfielen, wie er's bewerkstelligen könnte, so hatte er zwar seine Reitmütze verpfändet, hielt sie aber, wegen der Zuversicht zu seinem Projekte, in gar keiner Gefahr.

Nachdem er hin und her überlegt hatte, machte er es bald ausfindig, daß vermittels seiner zwei türkischen Tabakspfeifen, mit Hilfe von drei kleinen Röhren von Schafsleder, an jedem von ihren unteren Enden, an welchen ebenso viele dünne Sauger befestigt waren, die auf die Zündlöcher paßten, mit Ton an die Kanone geklebt und dann an den Stellen, wo sie in die Saffianröhre gingen, mit gewächster Seide hermetisch verschlossen würden —, er imstande sein müßte, alle sechs Feldstücke auf einmal abzubrennen, und zwar mit ebensovieler Leichtigkeit, als ob's nur eine wäre.

Sage doch niemand mehr, daß es Zähne und Zacken gebe, woraus man nicht Winke zur Verbesserung der menschlichen Wissenschaften entlehnen könne! — Sage kein Mensch ferner, aus was für Art Körpern eine Fackel zur vollkommenen Aufklärung der Künste und Wissenschaften gemacht, oder nicht gemacht werden kann. — Himmel! du weißt, wie sehr ich sie liebhabe. Du kennst die Geheimnisse meines Herzens, und daß ich diesen Augenblick mein Hemd hingäbe. — Du bist nicht klug, Shandy, sagte Eugenius, denn du hast nur ein Dutzend in deinem Vermögen, und da bliebe es ja nicht mehr voll. —

Wenn auch, Eugenius, das Hemde vom Leibe gäbe ich hin und ließe Zunder für ein Feuerzeug daraus brennen, wäre es nur nütze, einen hitzigen Forscher bei der Untersuchung zu unterstützen, der untersuchen will, wie viele Funken auf einen guten Schlag ein guter Stahl und Stein in die Zunderpfanne schlagen könne. — Glauben Sie nicht, daß er, indem er diese hineinschlüge — er gar wohl etwas herausbringen könnte?

Doch dies Projekt bei Gelegenheit.

Der Korporal saß den größten Teil der Nacht darüber, dieses zustande zu bringen. Und nachdem er eine hinlängliche Probe mit seinem Geschütze angestellt, da er's mit Tabak bis an die Mündung voll geladen hatte, ging er vergnügt zu Bette.