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Das Mikroskop und seine Anwendung / Ein Leitfaden bei mikroskopischen Untersuchungen cover

Das Mikroskop und seine Anwendung / Ein Leitfaden bei mikroskopischen Untersuchungen

Chapter 33: Sarcinien.
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About This Book

A practical guide to the compound dioptric microscope that explains essential optical principles (lenses, focal length, magnification, aberrations) and describes instrument parts, adjustments, and illumination methods including condenser, diaphragms, immersion, and micrometry. It gives advice on purchasing, centering, cleaning, and routine maintenance, then presents slide preparation, mounting techniques, preservatives, and mounting devices. Illustrated practical examinations survey a wide range of specimens and routine analyses—foodstuffs and adulterants, spices and starches, fungi and diatoms, blood elements and other tissues, parasites such as trichinae, hairs and fibers—aiming to equip users for inspection and everyday microscopic work.

Gährpilze.

Gährpilz, Cryptococcus cerevisiae, a 150–200mal vergr. b 750–900mal vergr.

Gährpilz, Hefenzelle, Cryptococcus cerevisiae, Saccharomyces cerevisiae Meyen. Der Gährpilz ist eine einzellige Alge, ein Hauptbestandtheil der Bierhefe. Er findet sich im Brote, im gährenden Harn und als ein pflanzlicher Parasit häufig in dem Magen, Munde etc. des Menschen. Er entsteht da, wo Zucker durch Gährung zersetzt wird, und vermehrt sich durch Theilung und Knospung. Er hat rundliche und ovale Formen, ist durchsichtig und farblos.

Sarcinien.

Magensarcinie, Merismopedia (Sarcinia) ventriculi, ist eine Alge, zur Familie der Chroococcaceen und der Ordnung der Cystiphoren gehörend, bestehend aus Zellen, welche einschichtig zu einer tafelförmigen Gruppe verbunden sind. Das Cytioderm ist fest, schleimig, häufig weisslich-grau oder gelblich, das Cytioplasma bläulich. Diese Alge theilt sich meist quadratisch oder zu vier in einem Quadrate stehenden Zellen. Sie findet sich im Magen, ist jedoch ohne alle pathologische Bedeutung. Ein etwas grösseres Format ist Merismopedia punctata Meyen (M. Kuetzingii) mit schwach begrenztem, fast farblosem Trieblager und blass grünspanfarbigem Cytioplasma. Sie wird in Tümpeln und Seen mit stehendem Wasser angetroffen.

Fig. 170.Fig. 171.
Merismopedia ventriculi
aus einer erbrochenen Masse, 450mal vergr.
   Merismopedia punctata,
800mal vergr.

Die sehr kleine Merismopedia urinae kommt in der menschlichen Harnblase, M. renis in der Niere vor.

Kopfgrind. Favuspilz.

Favuspilz, Achorion Schoenleinii, ist die Ursache des Kopfgrindes. Dieser pflanzliche Parasit dringt in die feinsten Risse der Haut, in die Haarbälge, erzeugt Entzündung und Eiterung der Kopfhaut und zerstört, indem er seine feinen Myceliumfäden zwischen und in die Fasern, woraus das Haar besteht, einschiebt, das Haar.

Favuspilz,
an der Wurzel und dem unteren Theile des Haares sitzend. 300mal vergr.