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Das Weihnachtslied: Eine Erzählung für junge Mädchen

Chapter 4: 2. Jugendsonnenschein.
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About This Book

Die Erzählung begleitet eine junge Lehrerin, die in einer kleinen Stadt Schule und Haushalte mit Wärme und Einsatz belebt, und ihren Umgang mit Schülerinnen, einer gebrechlichen Kollegin und Angehörigen. In episodischen Szenen entfalten sich Festtagsfreuden, Unwetter, finanzielle Nöte, Familienverhältnisse und Abschiede; Hilfsbereitschaft, Klugheit und moralisches Erwachsenwerden stehen im Mittelpunkt. Die Handlung verbindet häusliche Alltagsbegebenheiten mit Prüfungen und Veränderungen, bis die Figuren nach Trennung und Neuanfang an Selbstständigkeit und Lebenserfahrung gewinnen, wobei die Weihnachtszeit als Anlass für Gemeinschaftsgefühle und Fürsorge dient.

2.
Jugendsonnenschein.

Im Herzen einer deutschen Residenzstadt lag das stattliche Haus des Kommerzienrat Feldwart. Es erschien nicht als Palast, sondern als geräumiges Wohnhaus; es war von außen nicht überladen mit Schmuck, aber geschmackvoll und harmonisch in seinen Formen. Hinter den hohen hellen Spiegelscheiben fielen reiche Gardinen herab, dazwischen erblickte man prächtige, ausländische Gewächse mit ihrem mannigfachen Grün, und wer den Hausflur betrat, dem sagte die feine Mosaikarbeit des Fußbodens, die köstlichen bronzenen Flurlampen, von Statuetten gehalten, der weiche Teppich, der die Stufen der Treppe bedeckte, das stilvolle Geländer aus Schmiedeeisen und die schweren, eichenen, polierten Thüren an beiden Seiten, daß er sich im Hause des Reichtums befand. Dies schöne Haus ward bewohnt von dem wohlwollend aber ernst aussehenden Hausherrn, seiner etwas starken aber elegant und vornehm erscheinenden Frau, und Martha, der einzigen Tochter beider, dem schönen, fröhlichen und klugen Mädchen, das noch nicht lange aus den Kinderschuhen herausgetreten war, und, wie man es zu nennen pflegt, diesen Winter in die Welt eingeführt werden sollte. Ja, wollte denn Martha wirklich in die Welt? War sie ein Weltkind, das nur am Irdischen Freude fand? O nein! Marthas Seele war jedem höheren geistigen Interesse offen; die Eltern hatten sich bemüht, ihr die besten Lehrer zu geben, die wertvollsten Bücher in ihre Hände zu legen; wo es etwas Nützliches und Gutes zu hören gab, da mußte Martha dabei sein, und als die Zeit ihrer Einsegnung gekommen war, war sie einem treuen Seelsorger anvertraut worden; dem war es, da sein eigenes Herz in aufrichtiger Liebe zu Gott und dem Heilande brannte, leicht geworden, in dem empfänglichen Kinderherzen die gleiche Flamme anzufachen. Martha ging, auch nachdem sie den Unterricht verlassen hatte, gern und freudig zur Kirche; sie las andächtig in Gottes Wort und ihren schönen Erbauungsbüchern, sie sang mit Begeisterung fromme, geistliche Lieder und hob mit kindlichem Sinne morgens und abends ihre Hände betend auf. Aber Martha ging auch eben so gern ins Konzert und Theater, Martha zog sich auch gern hübsch an und hatte Geschmack darin, schnell auszuwählen, was für sie paßte; denn stundenlanges Beschäftigen mit Toilettengegenständen war ihre Sache eben nicht; Martha tanzte auch gerne. Es war so sehr der natürliche Ausdruck der Jugendkraft und Jugendlust, wenn sie nach dem Rhythmus der Musik durch den glattgebohnten Saal flog, und es brauchte zu ihrem Vergnügen gar kein Ball zu sein; wenn die Mutter einen Walzer spielte, nahm sie ihr kleines, weißes Seidenhündchen auf den Arm und tanzte fast mit noch größerer Lust durch das Zimmer, wie in der größten Gesellschaft.

Sie mußte auch in ihrer Art fleißig sein, denn ihre Zeit war sehr besetzt; es gab noch französische und englische Stunde; einen italienischen Abend, Klavier- und Singunterricht, Gesangverein, Vorlesungen, Lesekränzchen, Proben und Konzerte — jeden Tag etwas anderes. Dazu kam eine angenehme Geselligkeit. Langeweile kannte sie nicht; es war ihr nur zuweilen, als ob dies vielerlei sie abhielte, das einzelne so gründlich zu treiben, wie sie es gerne gethan hätte; aber Gott hatte ihr einen klaren Kopf, gute Anlagen und frische Kräfte gegeben, und so schwamm sie doch eigentlich in den Wellen dieser verschiedenen Eindrücke wie ein Fischlein im Wasser oder ein Vogel in der Luft, mit glücklichem Herzen und fröhlichem Angesichte; brauchten ihr doch all die Arbeiten und Mühen des alltäglichen Lebens, die man zusammen Wirtschaft nennt, keine Sorge zu machen; die ruhten sicher in den Händen einer wohlgeschulten Dienerschaft und waren in den behaglichen Wohnzimmern, in denen sich Martha bewegte, nur wenig zu merken. Der einzige Wunsch, der ihrem jungen Herzen unerfüllt geblieben, war der: o, hätte ich doch Geschwister! Sie hatte Bekannte, viele Bekannte; sie nannte sie Freundinnen; aber sie hatte ein Gefühl davon, die wahre Freundschaft müßte noch anders, noch tiefer und reicher sein. O, dachte sie oft: eine Schwester, ein Bruder wäre mehr als sie alle!

Der Vater Feldwart war oft sehr versunken in seine Geschäfte, die Mutter eine stille, bequeme Dame; da war ihr der Wunsch nach jugendlicher Gesellschaft nicht zu verdenken und siehe, seit einigen Jahren war auch diese ins Haus gekommen und hatte ihr einen großen Zuwachs an Lebensfreude mitgebracht. Der Vater hatte einen einzigen Jugendfreund gehabt, einen Doktor Kraus; der war Arzt in einem Provinzialstädtchen und lebte dort, seit Gott ihm seine Frau genommen, ganz der Erziehung seines einzigen Sohnes Siegfried. So lange er rüstig war, hatte er sich jedes Jahr einige Wochen frei gemacht und sich an irgendeinem schönen Ort im Gebirge, bald im Harz, bald im Thüringer Wald, bald im Schwarzwald, mit der Feldwartschen Familie zur Sommerfrische vereinigt, und dies war für beide Freunde, sowie für ihre wilden fröhlichen Kinder stets eine ersehnte und genußreiche Zeit; der schlank aufgeschossene Siegfried war dann der Ritter der kleinen Martha, und da er um 6 Jahre älter war als sie, galt er als ihr Beschützer auf allen Wegen. Aber schon seit Jahren hatte Herr Kraus nicht mehr reisen können; ein schweres inneres Leiden fesselte ihn zuerst ans Haus, dann an sein Lager, und niemand wußte besser als er, daß es ihn seinem Ende entgegen führte. Sein Freund Feldwart hatte ihn auf seinem Schmerzenslager noch einmal besucht und ihm das Versprechen gegeben, sich nach seinem Tode des verwaisten Sohnes anzunehmen. Als nun das erwartete Ende eintrat, erhielt Herr Feldwart mit der Todesnachricht zugleich ein Schreiben des Entschlafenen, welches die Pläne und Wünsche desselben für die fernere Laufbahn seines Siegfried enthielt. Ein Bruder des Doktor war als junger Mann nach Amerika gegangen und hatte dort in Missouri verschiedene landwirtschaftliche Etablissements und Fabriken angelegt. Er war ein sehr begüterter Mann, und da er unverheiratet geblieben war, wünschte er dringend, daß Siegfried zu ihm kommen, ihm in seiner Thätigkeit beistehen und schließlich sein Erbe werden möge. Für den jugendlichen Siegfried, so ungern er sich von seinem Vater trennte, hatte die Aussicht auf dies fremde Land und die unbekannten Verhältnisse etwas Verlockendes; Herr Kraus fühlte, daß seine Lebenszeit bald verflossen sein würde, er konnte Siegfried nur ein kleines Erbe hinterlassen; so machte er nur die Bedingung, daß dieser erst seine Ausbildung in Deutschland vollenden, einen praktischen Kursus in der Landwirtschaft durchmachen, seiner Militärpflicht genügen und einige Jahre in der Hauptstadt Kollegien über Physik, Chemie und andere dahin einschlagende Wissenschaften hören sollte. Die praktische Landwirtschaft hatte er noch beim Leben seines Vaters erlernt; seit dem Tode desselben war er in B., und wenn er auch nicht bei Feldwarts wohnte, brachte er doch fast alle seine freie Zeit daselbst zu; und wie er sich mit Martha als Kind gejagt hatte und mit ihr über den Graben gesprungen war, so teilte er nun gern ihre ernsteren Beschäftigungen, las mit ihr gute englische und deutsche Bücher, begleitete ihre liebliche Singstimme auf dem Klavier, oder mit seinem kräftigen, gut geschulten Baß. Die Eltern wurden es kaum gewahr, daß aus den Kindern Leute geworden waren, und sie selbst hatten bis dahin einen so geschwisterlichen Ton, wenn sie zu einander sprachen, daß sowohl die Dienerschaft des Hauses, als auch die Freunde desselben den unbefangenen Verkehr durchaus natürlich fanden.

Seit dem Frühjahr hatte Siegfried seine Studien vollendet, machte sein Militärjahr durch und kam nach dem Manöver als braungebrannter, wohlbestallter Unteroffizier bei Feldwarts an. Martha empfing ihn höchst fröhlich. Wenn ihm auch das Dienstjahr weniger freie Zeit ließ, — einige Mußestunden gab es immer, und sie hatte ihm soviel mitzuteilen — soviel neue Bücher, soviel schöne Lieder, die sie nun mit ihm zusammen einstudieren wollte. Auch Frau Feldwart war ganz die Alte; aber nicht ohne Grund hingen ihre Augen zuweilen mit Besorgnis an den welken, eingefallenen Zügen und matten Augen ihres Mannes. Er klagte nicht viel; er mochte nicht einmal leiden, daß man über seinen Zustand sprach. Der Arzt sagte: „Er hat angegriffene Nerven, er muß ins Seebad!“

Der Kranke lächelte grämlich: „Ich werde alt, das ist alles!“

Martha hatte noch nichts Schweres erlebt; sie tröstete sich: Es wird schon wieder anders werden! Für jetzt kam die schöne Adventszeit, brachte Arbeit für ihre Hände und freundliche Beschäftigung für ihre Gedanken; wenn Siegfried Kraus kam, hatte sie ihm immer allerlei neue Pläne mitzuteilen oder kleine Aufträge zu geben.

„Sehen Sie nur, Siegfried!“ sagte sie eines Abends, „Mama hat mir nun wirklich die schöne Rokoko-Kommode von der Urgroßmutter geschenkt, die ich so lange schon gern haben wollte; ich habe all meine kleinen Überraschungen eingeräumt. Dabei habe ich noch eine Menge Briefe, Papiere und Stammbuchblätter gefunden; auch auf ganz gelbem Papier ein Weihnachtslied; das können wir gleich zusammen einüben!“

Wann hätte jemals Siegfried „Nein!“ gesagt, wenn sie um etwas bat? Das Lied wurde zweistimmig gesungen und klang gar rein, frisch und andächtig von den jungen Stimmen. Am heiligen Abend kam Siegfried zeitig; Frau Feldwart hatte noch in der Bescherstube zu thun, der Kommerzienrat im Geschäft.

„Wie werde ich übers Jahr Weihnachten feiern“, fragte Siegfried ernst.

Marthas Herz wurde ganz schwer, und in ihren Augen standen Thränen. Sie hatte die Trennung nur immer in weiter Ferne gesehn, hatte vielleicht auch heimlich gehofft, es sollte noch etwas dazwischen kommen; nun war sie so nah! Es kam ihr vor, als wären auf einmal alle Blumen in ihrem Garten verhagelt; sie konnte sich gar kein Leben mehr denken ohne Siegfried. Aber am heiligen Weihnachtsabend durfte man doch nicht weinen. „Kommen Sie, Siegfried!“ sagte sie, „ehe die Eltern fertig sind zur Christvesper, können wir noch einmal Urgroßmutterchens Lied singen!“

Sie sangen:

„Sei mir gegrüßt, geweihte Nacht,
Die uns das höchste Gut gebracht,
Dich Gottessohn, dich Königskind,
Das man im Stall und Kripplein find’t.
„Daß ich empfinge Kindesrecht,
Wohnst du wie ein geringer Knecht,
D’rum will ich gern gering und klein,
Herr, dir zu Lieb’ und Ehren sein.
„Dein war des Himmels Herrlichkeit,
Aller Welt Schätze weit und breit,
Du wurdest arm, daß ich würd’ reich,
Nun gilt mir arm und reich sein gleich!
„Du kamst aus lichtem Himmelssaal
Und gingst für mich durchs dunkle Thal;
Ich bin zum Leid nun auch bereit,
Da du es durch dein Leid geweiht.
„Für mich, mein Lebensfürst und Gott,
Gabst du dich hin in Todesnot,
Daß ich dem Tod verfall’nes Kind,
Durch dich das ew’ge Leben find’t.
„Ich kniee an dein Kripplein hin
Und fasse nicht das Wunder d’rin,
Und bitte dich, o Herr, verleih
Daß dies mein Bitten ernstlich sei.
„Du giebst dich mir, Herr Christ! ich hab’
Nur mich als arme Gegengab’,
So nimm mich hin, Rat, Kraft und Held,
Und mach aus mir, was dir gefällt.“

Die Eltern standen schon in der Thüre, als der letzte Ton verklang; die Mutter war zum Ausgehen angekleidet, Herr Feldwart hatte Thränen in den Augen: „Ich will lieber hier bleiben“, sagte er, „ich habe etwas Kopfweh!“

Martha war schnell in ihren hübschen Winteranzug gehüllt. Siegfried ging mit den Damen zur Kirche. Aus der nächsten Hausthüre trat Frau Geh.-Rat D., und schloß sich ihnen an. Man hatte erst eine Droschke nehmen wollen, aber die Sterne glänzten so freundlich, die Winterluft wehte frisch, und es war noch zeitig; da ließen sich die älteren Damen gern bereden, den Weg zu Fuße zurückzulegen. Sie gingen voraus, Siegfried und Martha hinter ihnen; der Weg führte eine ganze Strecke weit am Rande des Parkes hin; hier war es verhältnismäßig still und einsam.

„Martha“, sagte Siegfried, „wir haben’s nun so oft gesungen; ‚Nun will ich gern gering und klein, Herr, dir zu Lieb und Ehren sein‘, und: ‚Nun gilt mir arm und reich sein gleich‘; ich möchte wissen, ob das so ganz und gar Ihr Ernst ist!“

„Natürlich“, sagte sie, und schlug die Augen zuversichtlich zu ihm auf.

Das war ja gewiß; sie hatte in ehrlicher Begeisterung das Lied mit ihm gesungen, aber: was dachte sie sich wohl unter: arm sein? Was man gar nicht kennt, das fürchtet man nicht. Statt Sammet und Seide Wolle tragen, statt Kaviarsemmeln nur Butterbrot essen; in einer recht reizenden rosenumrankten Hütte wohnen — warum denn nicht? Es fragte sich nur, mit wem?

„Sehen Sie, Martha“, fuhr er fort (sie begegneten jetzt einer Schar lärmender junger Leute, und er legte ihren Arm in den seinigen): „Sehen Sie, den ganzen Tag ist mir so weh gewesen bei dem Gedanken, daß ich so weit von Ihnen fort soll, als könnte ich das gar nicht ertragen. Wenn Sie wirklich möchten klein und arm sein, vielleicht brauchten wir uns nicht zu trennen; vielleicht könnte ich die liebe kleine Hand in meiner behalten ein ganzes Leben lang.“

Wie glückselig blitzten Marthas Augen auf; aber es war nur ein rascher Blitz, ein tiefer Schreck verscheuchte den leuchtenden Ausdruck: „Aber Siegfried! meine Eltern, und Amerika!“

„Darüber sein Sie ruhig, Martha, ich denke, es soll gehen ohne den Oheim in Missouri.“

Martha dachte nach: „Sie meinen, der Vater könnte uns hier ein Gut kaufen?“

„Nein, Martha, das nicht! Das wäre sehr unbescheiden gedacht und ganz gegen meine Ehre. Wissen Sie, ich denke es mir so: Ein kleines Vermögen besitze ich selbst; jetzt ist die Pacht vom Rosenhof frei; ich besah das Gut neulich, als unser Regiment in der Nähe rastete; die Verhältnisse sind sehr günstig; wenn mir Ihr Vater mit einem mäßigen Vorschuß und seinem Kredit helfen wollte, daß ich es übernehmen könnte, und wir fingen dann recht klein und fleißig an, und wenn wir leidlich gute Jahre hätten, zahlten wir es nach und nach ab; das sollte doch wohl gehen!“

„Rosenhof!“ herrlicher Name! „Gutsfrau sein, und seine Gutsfrau!“ entzückender Gedanke! Sie sah sich schon im rosa Satinmorgenrock mit frisurenbesetzter Schleppe, feinem Morgenhäubchen, weißer gestickter Batistschürze, den blanken Fülllöffel in der Hand zwischen lauter weißen, rahmbedeckten Milchsatten stehen, und als er fragte: „Nun Marthchen, wie ist es, willst du es mit mir wagen?“ da sah sie ihn glückselig an und drückte leise seine Hand; sie konnte auch weiter nichts sagen, denn die Kirche war erreicht, und der volle Orgelton klang ihnen entgegen.

Ob die beiden heute Abend sehr, sehr andächtig waren? Glücklich und hoffnungsvoll waren sie und trugen auch dem lieben Gott immer wieder ihren Herzensdank und ihre stillen Wünsche vor; aber die echte rechte Weihnachtsfreude war heute nicht in ihren Herzen. Auf dem Heimwege gesellten sich Bekannte zu ihnen, da konnten sie wenig reden. Nur bat Martha: „Sage heute Abend dem Vater noch nichts; er kann niemals schlafen, wenn er sich abends aufregt; komme lieber morgen nach der Kirche“.

Sie kamen nachhause; der Weihnachtsbaum beleuchtete reiche, köstliche Gaben, vier strahlende Augen und zwei glückselige Herzen. Morgen, morgen sollte es offenbar werden, was heute geknüpft war! Kein Zweifel trübte ihre Freude; wußten sie sich doch beide gleich geliebt von dem Elternpaar. So schön, so schön war es bisher gewesen, nun sollte es noch viel, viel schöner sein. Kam denn in dieser Nacht kein dunkler Traum, um die beiden, die bisher im Maiensonnenschein gewandelt waren, vorzubereiten auf das erste schwere Gewitter?