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Der Schatz der Sierra Madre

Chapter 12: 11
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About This Book

The narrative follows a group of characters, primarily focusing on their desperate quest for wealth in the Sierra Madre mountains. The story explores themes of greed, survival, and the harsh realities of human nature as the characters navigate the challenges of mining for gold. It delves into the moral dilemmas faced by individuals driven by the desire for riches, highlighting the impact of wealth on relationships and personal integrity. The setting serves as a backdrop for the exploration of ambition and the consequences of pursuing material gain, ultimately reflecting on the futility and dangers of such pursuits.

11

m nächsten Morgen trafen sie sich sehr übelgelaunt am Feuer. Der Fremde hatte bereits Holz herangeschafft und das Feuer wieder hochgebracht. Er hatte seinen Kessel mit Wasser gefüllt und an das Feuer gesetzt. Dobbs begrüßte ihn gleich: „Lieber Freund, wo hast du denn das Wasser her?“

„Das habe ich aus dem Eimer geschöpft.“

„So. Aus dem Eimer geschöpft. Das ist sehr nett von dir. Aber du mußt nicht denken, daß wir dich bedienen und das Wasser für dich heraufschleppen.“

„Das verlange ich nicht. Ich werde den Eimer wieder füllen gehen.“

Als er das sagte, kam gerade Curtin zum Feuer, vielleicht noch schlechter gelaunt als Dobbs. Auch er redete ihn gleich mit du an: „Wasser stehlen? Unser Holz räubern? Was denkst du dir denn? Faß nur noch einmal hier was an, das uns gehört, dann kriegst du Blei gebrannt. Buschrecht.“

„Ich habe geglaubt, daß ich unter anständigen Leuten bin, die mir einen Trunk Wasser gönnen werden.“

Sofort sprang Dobbs auf ihn zu: „Was sagst du, du Pest? Wir seien unanständige Menschen? Vielleicht Banditen?“ Und er hieb ihm einen gutgezielten Faustschlag ins Gesicht.

Der Fremde fiel der Länge nach hin. Langsam stand er wieder auf.

„Ich könnte dir ja jetzt ebenfalls einen Guten versetzen. Aber was kann ich gegen euch drei anfangen? Ihr wartet ja nur darauf, daß ich ziehe, um mich mit einem Recht abzuknipsen. Aber das mache ich nicht. Ich bin kein Narr. Es kommt vielleicht die Zeit, wo wir abrechnen können.“

Howard, der inzwischen gleichfalls zum Feuer gekommen war, fragte nun ruhig: „Hast du etwas zu essen, Fremder?“

„Ich habe ein Beutelchen mit Tee, habe auch Bohnen und Reis und zwei Büchsen Milch.“

„Kaffee kannst du mit uns trinken. Auch essen. Heute. Morgen mußt du für dich selbst sorgen.“

„Danke!“ erwiderte der Mann.

„Morgen?“ fragte Dobbs. Seine Wut hatte sich durch den Faustschlag, den er mit soviel Erfolg dem Eindringling verabreicht hatte, merkwürdig abgekühlt. „Morgen? Ja, höre einmal, willst du dich denn hier dauernd einrichten?“

„Ich denke, ja“, gab der Mann ruhig zur Antwort.

Da schrie Curtin: „Einrichten, hier? Doch nur mit unsrer Erlaubnis.“

„Der Busch und die Berge sind frei für jeden, der kommt.“

„Na, so ist das nun nicht, alter Junge“, sagte darauf Howard. „Frei ist das Gebirge und der Busch und der Dschungel unten und die Wüste da hinten. Das ist alles frei. Aber wir sind hier die ersten, und der erste hat das Siedlungsrecht.“

„Das ist schon richtig. Aber es fragt sich, ob ihr die ersten hier seid. Vielleicht war ich schon vorher hier, ehe ihr überhaupt daran dachtet, euch hier niederzulassen.“

„Hast du dein Recht eintragen lassen?“

„Ihr habt doch auch keinen Brief.“

„Ich frage dich, denn augenblicklich sind wir hier. Du hast, wenn es überhaupt wahr ist, daß du jemals hier warst, hier nichts abgesteckt und hast den Platz verlassen, damit hast du alle Rechte verloren.“

Der Fremde schwieg eine Weile. Die drei machten sich mit dem Bereiten des Frühstücks zu schaffen. Sie eilten sich nicht sehr damit, denn sie wußten nicht, was sie nach dem Frühstück anfangen sollten. Arbeiten konnten sie nicht gehen, weil der Fremde ja dann die Mine gefunden hätte. Auf die Jagd gehen, um dem Fremden eine Beschäftigung vorzutäuschen, mochten sie auch nicht. Einer hätte im Lager zurückbleiben müssen, um den Fremden zu verhindern, daß er hier herumstöbere und die Mine vielleicht fände. Aber diesen einen, der hier zurückblieb, hätte der Fremde auch überwältigen können. Es blieb noch ein Ausweg übrig. Zwei konnten auf dem geheimen Umweg die Mine erreichen und dort arbeiten, während einer hier zurückblieb, um den Fremden zu überwachen. Aber der Fremde würde nicht stille sitzen bleiben, sondern herumstreifen. Wenn es ihm der, der mit ihm zurückblieb, verböte, so würde das nur erst recht seinen Verdacht erwecken, daß hier irgend etwas Geheimnisvolles vor sich ginge.

Endlich kam Curtin auf einen Ausweg. „Wir gehen nach dem Frühstück zusammen auf die Jagd“, sagte er zu dem Fremden. „Wir könnten etwas Fleisch gebrauchen.“

Der Fremde sah die andern an, als ob er in ihren Mienen nach dem Zweck dieses Vorschlages suche. Allein mit dem auf die Jagd gehen? Das gab dem eine Gelegenheit, ihn verunglücken zu lassen, und so war er aus dem Wege geräumt. Schließlich aber sagte er sich, daß, wenn sie ihn beseitigen wollten, sie das doch tun würden. Ein Grund findet sich immer.

„Heute kann ich ja mit dir auf die Jagd gehen,“ sagte er, „damit wir Vorrat haben. Aber morgen habe ich wenig Zeit.“

„Warum?“ fragten alle drei zu gleicher Zeit und sahen ihn erstaunt an.

„Morgen fange ich an, hier nach Gold zu suchen. Hier ist Gold. Und wenn ihr hier noch keins gefunden habt, so wäre das nur ein Beweis, daß ihr ziemlich blöde sein müßt.“

Das wurmte den Alten, und er platzte heraus: „Wenn wir aber nicht so blöde sein sollten, wie du denkst. Wenn wir hier Gold gefunden hätten?“

„So wäre das nur ganz natürlich“, sagte der Fremde. „Aber ihr habt keins gefunden. Oder wenn ihr welches habt, dann nur ein paar Hände voll, nur so etwas oben herumgekratzt. Hier liegt es aber dicke, hier irgendwo. Hier liegt eine gute Million.“

„Eine Million?“ fragte Howard mit aufgerissenen Augen.

Dobbs und Curtin vermochten überhaupt nichts zu sagen vor Aufregung.

„Ihr habt die dicke Grube nicht erwischt, das weiß ich“, redete der Fremde ruhig weiter. „Ich weiß, daß ihr hier schon bald ein Jahr seid. Die Indianer haben es mir unten gesagt, daß hier einer schon so lange oben sei. Hättet ihr die dicke Ader angeklopft, dann hättet ihr so viel Mist, daß ihr längst abgezogen wäret, denn ihr könntet es gar nicht abtransportieren, ohne aufzufallen. Oder ihr hättet hier eine geregelte Mine laufen, mit Lizenz und Maschinen und zwei oder drei Dutzend Leuten.“

„Wir haben hier überhaupt nichts, gar nichts“, sagte Dobbs.

„Ihr könnt mich ja nun halten, für was ihr wollt. Aber ein Kind bin ich nicht. Und wenn ihr drei Mann hier soundso viele Monate lebt, so tut ihr das nicht zum Vergnügen. Ich denke, wir gehen ganz klar aufeinander los und legen die Karten offen auf den Tisch. Was hat das Versteckspielen für einen Wert? Ich bin kein Luder, bin zumindest ebenso anständig wie ihr. Besser als ihr will ich gar nicht sein. Wir sind alle auf Gewinn aus, ob hier im Busch oder irgendwo in der Stadt. Ihr könnt mich natürlich aus dem Wege schaffen, das weiß ich ganz gut. Aber das kann mir woanders und durch andre auch passieren. Das Risiko muß ich schon übernehmen. Also wollen wir nicht ganz klar zueinander sein?“

„Laß uns einmal eine Weile miteinander sprechen“, sagte Howard.

„Das ist schon gut, Howard“, erwiderte Dobbs. „Ich bin der Meinung, wir geben ihm eine Gelegenheit, zu beweisen, daß er weder ein Spion ist, noch sonst etwas im Hinterhalt hat, das uns nicht gefällt.“

Nun wandte er sich unmittelbar an den Fremden: „Wir können dir ja nicht inwendig hineinsehen, ob du ein Schuft bist, oder ob du klar bist. Es ist richtig, wir haben hier einige Monate Quälerei hinter uns, ehrliche Quälerei, das kannst du uns glauben. Freilich, wenn wir uns mit dir einigen, kannst du uns vielleicht Scherereien machen. Was kann es kosten? Verlust unsrer Mühen und Entbehrungen. Aber ich kann dir versichern, wir kriegen dich, und wenn du bis zur Hudson-Bai hinauf dich verkriechst. Wir kriegen dich, und dann gibt es kein Erbarmen. Also komm heraus, was willst du, und was hast du vor?“

Der Fremde trank seinen Kaffee aus, und dann sagte er: „Ich bin ganz ehrlich zu euch gewesen, von Anfang an. Ich habe euch gesagt, daß hier Gold sei, und daß ich komme, es aufzupicken.“

„Was weiter?“ fragte Curtin.

„Nichts weiter“, gab der Fremde zur Antwort.

„Gut. Schön und gut“, warf Howard ein. „Was aber dann, wenn wir hier Zahlmist gefunden haben? Du denkst doch nicht, daß wir das mit dir verrechnen. Wir haben selber genug geschuftet. Na, well, da ist es heraus. Ja, wir haben was gefunden und sind bald fertig.“

Ohne zu zögern sagte nun der Fremde: „Das ist ein Anfang. Kommt ihr grade, so komme ich euch grade, und wir wollen sehen, wie wir uns einigen. Gleich, um zu beginnen: Auf diesen Platz habe ich ein Recht. Wartet, nur nicht gleich hitzig. Ich habe natürlich kein Recht, das verbrieft ist, keine Lizenz und nichts dergleichen. Mein Recht beruht darauf, daß ich etwas weiß, was ihr nicht wißt. Das ist besser als die schönste gestempelte und versteuerte Lizenz. Ihr habt nichts gefunden, gar nichts. Ein paar Körner vielleicht. Die dürft ihr ruhig behalten.“

„Das tun wir, da kannst du Schlämmkreide drauf fressen, daß wir das, was wir haben, auch behalten“, sagte Curtin.

„Die Sache ist so.“ Der Fremde sprach sehr langsam. „Allein kann ich das nicht machen, was ich im Sinne habe. Ich brauche Leute, und ich habe mir gedacht, daß ihr am besten geeignet seid. Ihr habt ebensoviel Interesse daran, die Geschichte solange wie notwendig geheimzuhalten, wie ich es habe. Ihr habt die Werkzeuge, ich habe keine. Ich könnte das, was ich weiß, an eine Gesellschaft verkaufen. Aber es wird mir schwerlich jemand auch nur hundert Dollar darauf bezahlen. Die Leute wollen Tatsachen sehen. Die Tatsachen kann ich nur hier zeigen. Ich habe zudem gute Gründe, nicht allzuviel Lärm zu machen, weil sonst jemand mit sogenannten Rechten angerückt kommen könnte. Ich mache euch einen Vorschlag. Was ihr habt, behaltet ihr. Von dem, was von heute an einkommt, dadurch einkommt, daß ihr mit mir an meinem Plane arbeitet, erhalte ich zwei Fünftel.“

Die drei sahen sich eine Weile gegenseitig an und lachten.

Dann sagte Howard: „Späne können wir uns selber vormachen, lieber Junge, und Geschichten können wir uns selber erzählen. Was meint ihr?“ Er wandte sich an seine Kameraden.

Dobbs sagte: „So oder so. Wir sind ja so gut wie durch und fertig. Wir verlieren nichts, wenn wir ein paar Tage zugeben.“

„Das denke ich auch, wir verlieren nichts. Wenn da wirklich etwas dran ist, warum soll man es nicht versuchen, da wir doch schon hier sind“, meinte Curtin.

„Ich mache nicht mit“, sagte der Alte. „Das sind Räubergeschichten, und ich hab genug von der Wilderei. Ich möchte wieder einmal ein richtiges Bett unterm Hintern haben. Mir langt es. Aber natürlich, wenn ihr hier mitmacht, muß ich auch mitmachen. Allein kann ich nicht gut die zwei Wochen durch den Busch und durch die Wüste zappeln.“

„Höre, alter Bursche“, sagte Curtin, „viel Lust, lange Überstunden zu machen, habe ich nicht. Ich habe da jemand auf mich warten. Wir wollen eine Woche draufgeben. Kommen wir in dieser Woche auf die Geschichte, die uns das Vögelchen da erzählt hat, dann ist es gut, und dann können wir ja sehen, ob es sich lohnt. Kommen wir innerhalb einer Woche nicht zu einem Ergebnis, dann gehe ich mit dir los, Alter. Alle damit einverstanden?“

Sie sagten „Ja“, und der Fremde hatte das Wort, um seine Pläne klarzulegen.

„Wie heißt du denn überhaupt, Mensch?“ fragte Howard.

„Lacaud,“ sagte der, „Robert Lacaud, aus Arizona.“

„Verwandt mit den Lacauds in Los Angeles, Möbeln?“ fragte Howard.

„Ja, von Großvaters Seite her. Aber ich habe nichts mit denen zu schaffen. Wir sind geschieden auf Tod und Verdammnis, und wenn wir überzeugt sein sollten, daß die in den Himmel gehen, dann äschern wir ein halbes Dutzend Kirchen ein, um in die Hölle zu kommen und nur nicht mit denen zusammenzusitzen. Aber nur keine Sorge, die kommen nicht in den Himmel, diese Erbschleicher.“

„Dann mußt du dich aber verflucht dranhalten, daß man dich in den Himmel aufnimmt,“ lachte Dobbs, „so wie du jetzt beschaffen bist, wirst du wohl deinem Familienzweig nicht aus dem Wege gehen können.“

„Vielleicht doch“, sagte Curtin. „Wenn ich richtig informiert bin, hat man da verschiedene Siedeabteilungen, und er kann ja rechtzeitig den Antrag stellen, daß er nicht gerade in denselben Kessel eingetaucht wird, in dem die andern ehrenwerten Mitglieder seiner erlauchten Familie schmoren. So etwas läßt sich doch immer einrichten, denn Beelzebub hat doch ein Herz, wie könnte er denn sonst soviel Spaß haben und immer so lustig und guter Dinge sein.“

Howard war aufgestanden, um nach den Eseln zu sehen, damit sie nicht zu weit abstreiften. Dabei war er auf einen höher gelegenen Vorsprung des Berges geklettert, um einen besseren Überblick zu haben.

„Hallo!“ rief er laut aus.

„Was ist?“ riefen Dobbs und Curtin gleichzeitig. „Sind die Esel fort?“

„Kommt rasch her. Aber verteufelt rasch.“

Die beiden sprangen auf und liefen hinüber. Auch Lacaud folgte eilig nach. „Was ist das, da drüben, was da auf unsern Berg zukommt?“ rief der Alte. „Vielleicht könnt ihr das besser erkennen.“

„Das sind Soldaten oder berittene Landpolizei“, sagte Dobbs.

Und gleich fügte er hinzu: „Ei, du Schuft, du infamer!“ Er wendete sich Lacaud zu. „Also das bist du. Die Entdeckung ging ja schnell.“

Mit einem Ruck hatte er den Revolver heraus und hob ihn gegen Lacaud.

Aber Howard, der hinter ihm stand, drückte seinen Arm nieder.

„Du bist im Unrecht“, sagte Lacaud, der bei der raschen Bewegung des Dobbs bleich geworden war. „Ich habe nichts mit den Soldaten oder mit der Polizei zu tun.“

„Höre, Kindchen“, sagte Howard zu Lacaud. „Mach’ uns hier keine dicke Suppe. Wenn sie hinter dir her sind, dann los, aber sofort. Laß dich von ihnen sehen, aber wir wollen hier keine Polizei herauf haben. Marsch, runter hier und auf ihren Weg, sonst jagen wir dich ihnen direkt in den Rachen. Wir können die hier oben nicht gebrauchen.“

Curtin war ein wenig höher geklettert und hatte lange und sorgfältig hinuntergesehen.

„Mal Geduld Jungens“, sagte er. „Ich glaube, das sind keine Soldaten. Das ist auch keine Polizei. Sind unregelmäßig angezogen, haben auch verschiedene Gewehre. Wenn ich recht sehe, hat der eine einen mordsmäßig langen Schießprügel, der seine hundert Jahre alt ist. Ich weiß jetzt, was die sind. Das sind Banditen.“

„Verflucht,“ rief Howard, „da kommen wir aus dem Regen in das Sumpfloch. Banditen können wir noch zehnmal weniger gebrauchen als die berittene Staatspolizei. Das geht ans Leben. Die Polizei setzt uns fest, und da wir ja nichts verbrochen haben, nur gerade die Taxe geschunden, können wir uns einigen. Aber bei den Banditen, da heißt es beißen.“

Als ob ihm plötzlich etwas einfiele, wandte er sich nun an Lacaud: „Na, Sohn, nun komme uns mal klar. Also du hast uns die Banditen hier heraufgewichst. Also Banditenspion. Dachte ich doch eine Zeitlang ganz richtig.“

„Ich habe auch nichts mit den Banditen zu tun“, sagte Lacaud. „Laß mich einmal selbst sehen.“

Er kletterte hinauf zu Curtin, sah eine Weile angestrengt hinunter und sagte dann: „Das sind Banditen. Ich weiß jetzt auch, was für Banditen. Habe ich auf der Hazienda des Senjor Gomez gehört. Der hatte eine Zeitung mit der Beschreibung. Ich sehe da einen mit einem goldbronzierten Strohhut, der in der Beschreibung erwähnt wurde. Der hat Courage, daß er den Hut nicht umgetauscht hat. Wird sicher nicht wissen, daß der Hut in der Beschreibung ist. Die sehen ja keine Zeitung und können auch keine lesen. Das wären die allerletzten Banditen, mit denen ich etwas zu tun haben wollte.“

Und während nun alle vier die Bewegungen der Banditen von der Höhe aus beobachteten und darauf warteten, ob die Reiter in den Pfad einbiegen würden, der sie mit großer Wahrscheinlichkeit hier auf den Berg führen würde, erzählte Lacaud, was er in der Zeitung über jene Banditen gelesen habe, und was die Leute auf der Hazienda darüber alles zu berichten gewußt hatten. Denn wenn auch die Mehrzahl der Indianer und der indianischen Arbeiter in den Haziendas keine Zeitung lesen können, so verbreiten sich dennoch die Berichte über solche Ereignisse durch das weite offene Land mit der Schnelligkeit rennenden Präriefeuers.