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Der Schatz der Sierra Madre cover

Der Schatz der Sierra Madre

Chapter 2: 1
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About This Book

The narrative follows a group of characters, primarily focusing on their desperate quest for wealth in the Sierra Madre mountains. The story explores themes of greed, survival, and the harsh realities of human nature as the characters navigate the challenges of mining for gold. It delves into the moral dilemmas faced by individuals driven by the desire for riches, highlighting the impact of wealth on relationships and personal integrity. The setting serves as a backdrop for the exploration of ambition and the consequences of pursuing material gain, ultimately reflecting on the futility and dangers of such pursuits.

1

ie Bank, auf der Dobbs saß, war keineswegs gut. Die eine Latte war herausgebrochen, und eine zweite Latte bog sich nach unten durch, darum konnte man recht gut das Sitzen auf dieser Bank als Strafe empfinden. Ob er diese Strafe verdient habe oder ob sie ungerecht über ihn verhängt worden sei, wie die Mehrzahl der Strafen, die verhängt werden, darüber dachte Dobbs in diesem Augenblicke gerade nicht nach. Daß er unbequem saß, würde er wahrscheinlich erst erfahren haben, wenn ihn jemand gefragt hätte, ob er auf der Bank gut sitze. Die Gedanken, die Dobbs beschäftigten, waren dieselben, die so viele Menschen beschäftigen. Es war die Frage: Wie komme ich zu Geld? Wenn man schon etwas Geld hat, dann ist es leichter, zu Geld zu kommen, weil man etwas anlegen kann. Wenn man aber gar nichts besitzt, dann hat es seine Schwierigkeiten, diese Frage zur Zufriedenheit zu lösen.

Dobbs hatte nichts. Man darf ruhig sagen, er hatte weniger als nichts, weil er nicht einmal ganze und vollständige Kleidung hatte, die unter beschränkten Verhältnissen als ein bescheidenes Anfangskapital angesehen werden darf.

Aber wer arbeiten will, der findet Arbeit. Nur darf man nicht gerade zu dem kommen, der diesen Satz spricht; denn der hat keine Arbeit zu vergeben, und der weiß auch niemand zu nennen, der einen Arbeiter sucht. Darum gebraucht er ja gerade diesen Satz, um zu beweisen, wie wenig er von der Welt kennt.

Dobbs würde Steine gekarrt haben, wenn er solche Arbeit bekommen hätte. Aber selbst diese Arbeit bekam er nicht, weil zu viele da waren, die auf diese Arbeit warteten, und die Eingeborenen immer mehr Aussicht hatten, sie zu bekommen, als ein Fremder.

An der Ecke der Plaza hatte ein Schuhputzer seinen hohen Eisenstuhl stehen. Die übrigen Schuhputzer, die sich keinen Stuhl leisten konnten, liefen mit ihren kleinen Kästchen und Klappbänkchen wie die Wiesel rund um die Plaza und ließen niemand in Ruhe, dessen Schuhe nicht spiegelblank waren. Er mochte auf einer der zahlreichen Bänke sitzen oder spazierengehen, er wurde immerwährend belästigt. Also selbst die Schuhputzer hatten es nicht leicht, Arbeit zu finden, und gegenüber Dobbs waren sie Kapitalisten, denn sie besaßen eine Ausrüstung, die wenigstens drei Pesos kosten mochte.

Selbst wenn Dobbs die drei Pesos gehabt hätte, Schuhputzer hätte er nicht werden können. Nicht hier zwischen den Eingeborenen. Es hat noch nie ein Weißer versucht, Schuhe auf der Straße zu putzen, hier nicht. Der Weiße, der zerlumpt und verhungernd auf der Bank auf der Plaza sitzt, der Weiße, der andre Weiße anbettelt, der Weiße, der einen Einbruch verübt, wird von den übrigen Weißen nicht verachtet. Wenn er aber Stiefel auf der Straße putzt oder bei Indianern bettelt oder Eiswasser in Eimern herumschleppt und verkauft, sinkt er tief unter den schmutzigsten Eingeborenen hinab und verhungert doch. Denn kein Weißer würde seine Arbeit in Anspruch nehmen, und die Nichtweißen würden ihn als unlauteren Konkurrenten betrachten.

Auf den hohen Eisenstuhl an der Ecke hatte sich ein Herr in weißem Anzug hingesetzt, und der Putzer machte sich über dessen braune Schuhe her. Dobbs stand auf, schlenderte langsam hinüber zu dem Stuhl und sagte ein paar leise Worte zu dem Herrn. Der Herr sah kaum auf, griff in die Hosentasche, brachte einen Peso hervor und gab ihn Dobbs.

Einen Augenblick stand Dobbs ganz verblüfft, dann ging er zurück zu seiner Bank. Er hatte auf nichts gerechnet oder auf zehn Centavos vielleicht. Er hielt die Hand in der Tasche und koste den Peso. Was sollte er damit tun? Ein Mittagessen und ein Abendessen, oder zwei Mittagessen, oder zehn Pakete Zigaretten Artistas, oder fünfmal ein Glas Milchkaffee mit einem Pan Frances, das ein gewöhnliches Brötchen ist.

Nach einer kurzen Weile verließ er die Bank und wanderte die paar Straßen hinunter zum Hotel Oso Negro.

Das Hotel war eigentlich nur eine Casa de Huespedes, ein Logierhaus. In der Vorderfront war an der einen Seite ein Laden mit Schuhen, Hemden, Seifen, Damenwäsche und Musikinstrumenten; an der andern Seite war ein Laden mit Drahtmatratzen, Liegestühlen und photographischen Apparaten. Zwischen diesen beiden Läden war der breite Hausdurchgang, der zum Hofe führte. In dem Hofe befanden sich die morschen und fauligen Holzbaracken, die das Hotel bildeten. Alle diese Baracken hatten kleine, enge, dunkle, fensterlose Kammern. In jeder Kammer standen vier bis acht Schlafgestelle. Auf jedem Gestell lagen ein schmutziges Kissen und eine alte verschlissene Wolldecke. Licht und Luft für die Kammern kamen durch die Türen, die immer offen standen. Trotzdem waren die Kammern stets dumpfig, weil sie alle zu ebener Erde lagen und die Sonne nur ein Stück weit in jeden Raum eindringen konnte. Luftzug war auch nicht, weil die Luft in dem Hofe stillstand. Diese Luft wurde durch die Abortanlagen, die keine Wasserspülung hatten, noch mehr verschlechtert. Außerdem brannte mitten auf dem Hofe Tag und Nacht ein Holzfeuer, auf dem große Konservenbüchsen standen, in denen Wäsche gekocht wurde. Denn in dem Hotel befand sich auch noch die Wäscherei eines Chinesen.

Links in dem Hausdurchgang, ehe man zu dem Hofe kam, war ein kleiner Raum, in dem der Hausmeister saß. Ein zweiter Raum, gleich neben diesem Empfangsraum, war bis oben hin mit Drahtnetz vergittert. Hier lagen auf Regalen die Koffer, Kisten, Pakete und Pappschachteln der Hotelgäste aufbewahrt. Es lagen da Koffer von Leuten, die hier vielleicht nur eine Nacht geschlafen hatten; denn manche der Koffer und Kisten waren dick mit Staub bedeckt. Es hatte gerade für eine Nacht gereicht, das Geld, das der Gast hatte. Am nächsten Tage hatte der Mann dann irgendwo draußen geschlafen und auch die folgenden Nächte. Eines Tages kam er dann, nahm ein Hemd oder eine Hose oder sonst einen Gebrauchsgegenstand aus dem Koffer, schloß ihn ab und gab ihn wieder zurück zum Weiteraufbewahren. Und eines andern Tages machte sich der Mann auf die Reise. Da er kein Bahngeld oder Schiffsgeld hatte, mußte er zu Fuß wandern, und dabei konnte er seinen Koffer nicht gebrauchen. Heute war der Mann vielleicht in Brasilien oder längst irgendwo in einer Wüste verdurstet oder auf einem Buschwege verhungert oder erschlagen.

Nach einem Jahr, wenn der Aufbewahrungsraum für die Koffer zu gepackt wurde, so daß die Sachen der Neuankömmlinge nicht einmal mehr untergebracht werden konnten, dann machte der Hotelbesitzer ein Aufräumen. An den Sachen befand sich manchmal ein Zettel mit dem Namen des Besitzers jener Kiste oder der Pappschachtel. Es kam vor, daß der Mann vergaß, welchen Namen er angegeben hatte, und weil er inzwischen seinen Namen geändert hatte, nun seinen Koffer nicht zurückverlangen konnte, weil er sich auf seinen damaligen Namen nicht besinnen konnte. Er vermochte den Koffer wohl zu bezeichnen. Dann fragte der Hausmeister nach dem Namen, und weil der Name mit dem Zettel, der mit einer Stecknadel auf den Koffer gepickt war, nicht übereinstimmte, so wurde ihm der Koffer nicht ausgehändigt.

Oft war der Zettel mit dem Namen auch abgefallen. Manchmal war er nur mit Kreide angeschrieben, die sich ausgewischt hatte. Zuweilen hatte der Hausmeister in der Eile vergessen, nach dem Namen zu fragen, und er hatte nur die Bettnummer mit Blaustift auf die Pappschachtel geschrieben. Die Bettnummer aber hatte der Besitzer der Pappschachtel nie gewußt, und hätte er sie gewußt, würde er sie wohl kaum behalten haben. Ein Datum war nie mit angegeben.

Es war also nie festzustellen, wie lange eine Kiste oder ein Koffer hier in dem Aufbewahrungsraum lag. Die Dauer der Aufbewahrungszeit wurde nach der Dicke der Staubschicht beurteilt, die auf den Sachen lag. Und nach dieser Dicke vermochte der Hotelbesitzer ziemlich genau zu sagen, wieviel Wochen jener Koffer oder dieser Zuckersack hier lag. Berechnet wurde für die Aufbewahrung nichts. Wenn aber der Raum zu eng wurde, dann kamen die Sachen, die den dicksten Staub aufweisen konnten, heraus. Der Besitzer durchsuchte den Inhalt und sortierte ihn. Meist waren es Lumpen. Es kam ganz selten vor, daß irgendein Gegenstand von Wert in den Koffern gefunden wurde; denn wer noch Wertgegenstände besaß, ging nicht in den Oso Negro übernachten, oder er verbrachte dort nur eine Nacht. Diese Lumpen verschenkte der Logierhausbesitzer dann an zerlumpte Hotelgäste, die darum bettelten, oder an andre zerlumpte Leute, die gerade vorbeikamen. Es ist ja nun einmal so in der Welt, daß keine Hose so zerlumpt, kein Hemd so zerschlissen, kein Stiefel so abgetreten sein kann, als sich nicht jemand fände, der jene Hose oder jenes Hemd noch als sehr gut bezeichnen würde; denn kein Mensch auf Erden kann so arm sein, daß nicht ein andrer sich noch ärmer glaubte.

Dobbs hatte keinen Koffer, den er zum Aufbewahren hätte geben können, nicht einmal eine Pappschachtel oder einen Papiersack. Er hätte nicht gewußt, was er hätte hineinstecken sollen; denn alles, was er besaß, trug er in seinen Hosentaschen. Eine Jacke hatte er seit Monaten nicht mehr.

Er trat in den kleinen Raum des Hausmeisters. Dieser Raum hatte zwar in der Vorderwand, die im Haupteingang lag, ein Schalterbrett, aber niemand benutzte es, nicht einmal der Hausmeister selbst. Auf diesem Schalterbrett, dicht vor dem Schiebfenster, stand eine Wasserflasche und ein kleines Krügchen aus Steingut. Das war die gemeinschaftliche Wasserflasche für alle Hotelgäste. In den Schlafräumen selbst war kein Wasser und keine Wasserflasche. Wer Durst hatte, mußte hier zu dem Schalterfensterchen kommen, um zu trinken. Einige erfahrene Gäste, besonders solche, die nachts häufig Durst bekamen, nahmen eine leere Tequilaflasche mit Wasser gefüllt in die Schlafräume.

Der Hausmeister war noch ein ganz junger Mann, kaum fünfundzwanzig Jahre alt. Er war klein und mager und hatte eine lange spitze Nase. Er hatte Dienst von morgens um fünf bis abends um sechs. Abends um sechs trat der Hausmeister für die Nacht seinen Dienst an. Denn das Hotel war Tag und Nacht ununterbrochen geöffnet, nicht so sehr wegen der Eisenbahnzüge, die nur dann nachts einliefen, wenn sie Verspätung hatten, als vielmehr derjenigen Arbeiter wegen, die hier im Hotel schliefen, und die in Restaurants oder in andern Geschäftszweigen tätig waren, wo die Arbeitszeit sehr spät in der Nacht, manchmal erst gegen Morgen, zu Ende war.

Tag und Nacht wurde in dem Hotel geweckt, weil immer welche da waren, die zu irgendeiner Zeit aufstehen mußten, weil sie zu ihrer Arbeit zu gehen hatten. Da schliefen Privatnachtwächter, Bäcker, Asphaltierer, Straßenpflasterer, Zeitungsverkäufer, Brotaustrager und Angehörige von Berufen, die sich mit einem Worte gar nicht beschreiben lassen. Viele dieser Leute hätten sich ein Privatlogis mieten können, wo sie besser geschlafen hätten und sauberer und nicht in Gemeinschaft mit Unbekannten, Fremden und Strolchen. Aber des Weckens wegen, ihres pünktlichen Arbeitsbeginns wegen, wohnten sie hier im Hotel, wo sie sich darauf verlassen konnten, daß sie genau zu der Minute geweckt wurden, die sie angaben. Beide Hausmeister waren sehr tüchtige Leute. Es kamen täglich neue Gäste und alte verschwanden. Es wechselte jeden Tag. Alle Nationalitäten waren vertreten, es kamen weiße, gelbe, schwarze, braune, rotbraune Gesichter an dem Schalter vorüber. Aber der Hausmeister, der Dienst hatte, wußte stets, ob der Mann bezahlt hatte oder nicht. Wenn er im Zweifel war, sah er sofort im Buch nach und verfolgte den Mann vom Fenster aus, das nach dem Hofe zu ging, in welchen Raum er lief.

Es waren einige ganz kleine Räume noch vorhanden, in denen nur ein Bett stand, ein verhältnismäßig breites und mit einer Matratze. Die Matratze war zwar sehr hart, aber die Gäste waren nicht verwöhnt. Diese Räume waren für zwei Personen bestimmt und kosteten für jede Person einen Peso. Es waren die Räume, die von denen genommen wurden, die mit einer Frau kamen. Für einzelne Frauen und Mädchen waren auch einige Baracken vorhanden mit mehreren Schlafgestellen für fünfzig Centavos. Diese Räume hatten zwei Türen, aber die Türen schlossen nicht und hingen so schief in den Angeln, daß man sie nicht einmal richtig zumachen konnte. Die Schlafgestelle der weiblichen Einzelgäste hatten aber Moskitonetze, unter denen sich die Mädchen verbergen und auskleiden konnten. Besonders die Mädchen einfacher Herkunft und die indianischen Mädchen besitzen eine erstaunliche Geschicklichkeit, sich unter diesen Netzen aus- und anzukleiden und darunter die Nacht so ungesehen zu verbringen, als wären sie innerhalb der gemauerten vier Wände eines Hauses. Meist waren es Küchenmädchen und Spülmädchen aus den Restaurants, die hier wohnten.

Die Männer hatten alle viel zu viel mit ihren eigenen Angelegenheiten zu tun, als daß sie sich um die Mädchen bekümmert hätten. Und die Mädchen schliefen in diesem Hotel, wo alles so offen und unabgeschlossen war, wie es sich nicht vorstellen läßt, sicherer als an manchen andern Plätzen, die unter dem Namen „Gutes Familienhotel“ laufen. Die zerlumpten männlichen Schlafgäste des Oso Negro würden den Mann totgeschlagen haben, der es gewagt haben würde, sich zu den Mädchen hineinzuschleichen und dort einen Unfug zu verüben.

Es waren Gäste in dem Hotel, die hier schon zwei, drei, ja sogar fünf Jahre wohnten. Da sie immer dasselbe Schlafgestell innehatten, dieselbe Ecke bewohnten, so wohnten sie eigentlich ebenso sauber wie in einem Privathause. Nur ihre Schlafgenossen wechselten natürlich meist jede Nacht. Aber es kam vor, daß sich genügend Dauergäste zusammenfanden, die einen ganzen Raum für sich füllten. Das Leben für die Männer war viel freier als in einem Privathause. Sie konnten kommen, wann sie wollten, ohne die Wirtin wütend zu machen, sie durften gehen, wann sie wollten, ohne daß sich jemand um sie bekümmerte, und wenn sie schwer geladen heimkamen, so kümmerte sich erst recht niemand um sie.

Schränke gab es nicht in den Räumen. Die Sachen hängte man an Nägeln auf, die in die Holzwände getrieben waren. Manche Gäste, die schon länger hier wohnten und in Arbeit standen, packten ihre Sonntagssachen in eine große Holzkiste, die sie mit einem Vorhängeschloß verschließen konnten. Andre machten einen Überhang aus Sackleinen, um ihre Sachen vor Staub zu schützen. Wieder andre zogen kreuz und quer dicke Schnur über ihre aufgehängten Sachen, so fest, daß sich eine einzelne Hose nur sehr schwer hervorstehlen ließ. Es wurde selten gestohlen; denn wenn jemand etwas im Arm trug, wurde er von dem Hausmeister mißtrauisch betrachtet, und wenn der Hausmeister gar die Hose kannte, daß sie einem andern gehörte, dann kam der Spitzbube schon gar nicht damit durch. Und die Hausmeister kannten die Jacken und Hosen ihrer Dauergäste recht gut. Der Hausmeister saß ziemlich eng in seinem Raum, denn der Raum war vollgepackt mit allen möglichen Gegenständen. Kleine Pakete, kleine Schachteln, ganz kleine Handtaschen und solche Sachen, die sich kaum lohnten, daß man ihretwegen den Drahtkäfig aufschloß, weil sie nur auf kurze Zeit hier abgegeben waren. Sie sollten in einer halben Stunde oder so abgeholt werden. Meist wurden sie auch in der verabredeten Zeit abgerufen, manchmal aber lagen sie auch Wochen hier und waren von dem Besitzer vergessen worden, der plötzlich abgereist war, vielleicht als Seemann bis an das entgegengesetzte Ende der Welt. Denn wenn ein Schiff grade rausfuhr und es fehlten Leute, so wurde der mitgenommen, der am schnellsten bereit war zu gehen und alles hinter sich im Stich ließ, gerade ging, wie er da stand.

Dann war in dem engen Raum noch ein hohes Regal mit Handtüchern, Seife und Seiflappen aus Bast für die Badegäste. Es gab nur Brausebäder. Jedes kostete fünfundzwanzig Centavos. Das Wasser war kalt und sehr knapp.

Dann stand da noch ein Regal für Briefe und allerlei Papiere. Es war alles verstaubt.

Endlich war da noch ein Geldschrank. Hier wurden die Wertsachen aufbewahrt, die von den Schlafgästen abgegeben wurden: Geld, Uhren, Ringe und Apparate, die Wert hatten. Unter solchen Apparaten waren Kompasse, Feldmeßinstrumente und ähnliche Sachen, die Geologen oder Gold- und Silbersucher brauchten. Denn auch Leute, die solche Apparate hatten, kamen oft tief herunter und landeten hier als Schlafgänger. Gewehre, Revolver, Angelgeräte hingen auch herum.

Vor sich auf der kleinen Ecke des Tisches, die noch frei geblieben war von Papieren, Paketen und Schachteln, lag das dicke Fremdenbuch. Hier wurde jeder Hotelgast eingeschrieben. Nur der Familienname und die Bettnummer sowie die bezahlte Summe. Wie der Gast sonst noch hieß, welche Nationalität er besaß, welchen Beruf, welches Ziel und woher er kam, das interessierte den Hotelbesitzer gar nicht. Noch weniger interessierte sich die Polizei dafür, die sich das Buch nie ansehen kam. Das Buch interessierte bestenfalls nur noch die Steuerbehörde, wenn der Hotelbesitzer nachweisen wollte, daß man seine Einnahmen zu hoch festgesetzt hatte. Nur da, wo viel überflüssige Beamte herumlaufen und vom Staate bezahlt werden, kümmert sich die Polizei um jeden Dreck und will bis auf die Farbe des einzelnen Haares einer Warze wissen, wer der Hotelgast ist, woher er kommt, was er hier tun will und wohin er zu gehen beabsichtigt. Die Beamten wüßten ja sonst nicht, womit sie sich beschäftigen sollten, und die Steuerzahler würden bald herausfinden, daß man sie nicht nötig hat.

Dobbs kam hinein zu dem Hausmeister, legte seinen Peso auf den Tisch und sagte: „Lobbs, für zwei Nächte.“

Der Hausmeister blätterte in dem Buche herum, bis er ein leeres Bett fand, schrieb „Jobbs“, weil er nicht richtig verstanden hatte und zu höflich war, noch einmal zu fragen, und fügte dann hinzu: „Raum sieben, Bett zwei.“

„Gut“, sagte Dobbs und ging seiner Wege. Er hätte sich gleich hinlegen dürfen, den Rest des Nachmittags, die ganze Nacht, den ganzen folgenden Tag, die darauffolgende Nacht und den ganzen nächsten Vormittag bis zwölf Uhr durchschlafen dürfen, wenn er gewollt hätte. Aber er hatte Hunger und mußte auf die Jagd gehen oder auf den Fischfang.

Die Fische bissen aber nicht so leicht an. Es gab ihm niemand etwas. Dann sah er vor sich einen Herrn im weißen Anzug gehen. Er holte ihn ein, murmelte etwas, und der Herr gab ihm fünfzig Centavos.

Mit diesen fünfzig Centavos ging Dobbs erst einmal zu einem Chinesen, um zu Mittag zu essen. Mittag war zwar längst vorbei. Aber es gibt immer Mittagessen beim Chinesen, und wenn es schon zu spät ist, daß man es noch Comida Corrida nennen könnte, dann nennt man dasselbe Essen eben einfach Cena, und das ist dann Abendessen, wenn es auch kaum vier Uhr von der Kathedrale geschlagen hat.

Dann ruhte sich Dobbs ein wenig auf der Bank aus, und endlich dachte er an Kaffee. Er pirschte wieder eine Weile vergebens, bis er einen Herrn im weißen Anzug sah. Und der Herr gab ihm fünfzig Centavos. Ein Silberstück.

„Ich habe Glück mit Herren im weißen Anzug heute“, sagte Dobbs und ging zu dem runden Kaffeestand an der Seite der Plaza de la Libertad, die dem Zoll- und Passagierhafen am nächsten lag.

Er setzte sich auf den hohen Barstuhl und bestellte ein Glas Kaffee mit zwei Hörnchen. Das Glas wurde zu drei Viertel mit heißer Milch gefüllt und dann schwarzer heißer Kaffee draufgegossen, bis das Glas bis an den Rand gefüllt war. Dann wurde ihm die Zuckerdose hingestellt, die zwei schönen braunen Kreuzhörnchen und ein Glas Eiswasser.

„Warum habt ihr Banditen denn den Kaffee schon wieder um fünf Centavos erhöht?“ fragte Dobbs, dabei verrührte er den Berg Zucker, den er sich in das Glas geschüttet hatte.

„Die Unkosten sind zu hoch“, sagte der Kellner, während er sich mit einem Zahnstocher im Munde herumfuhrwerkte und sich dann gelangweilt gegen die Bar lehnte.

Dobbs hatte die Frage nur gestellt, um etwas zu sagen. Für ihn und seinesgleichen machte es zwar sehr viel aus, ob der Kaffee fünfzehn oder zwanzig Centavos kostete. Aber er regte sich über die Preiserhöhung nicht auf. Wenn er fünfzehn Centavos aufbringen konnte, dann konnte er auch zwanzig aufbringen, und wenn er keine zwanzig machen konnte, dann fehlten ihm auch die fünfzehn. Im Grunde genommen war es also ganz gleich.

„Ich kaufe keine Lose, verflucht noch mal, laß mich endlich zufrieden“, rief er dem Indianerjungen zu, der ihm schon seit fünf Minuten die langen dünnen Fahnen der Lotterielose vor der Nase herumschwenkte.

Aber der Junge ließ sich so leicht nicht abweisen.

„Ist die Lotterie des Staates Michoacan. Sechzigtausend Pesos der Hauptgewinn.“

„Mach’ endlich, daß du fortkommst, du Räuber, ich kaufe kein Los.“

Dobbs tauchte sein Hörnchen in den Kaffee und schob es in den Mund.

„Das ganze Los ist nur zehn Pesos.“

„Hundesohn, ich habe keine zehn Pesos.“ Dobbs wollte einen Schluck Kaffee trinken, aber das Glas war zu heiß, er konnte es nicht anfassen.

„Dann nehmen Sie doch nur ein Viertel, das ist zwei Pesos fünfzig.“

Dobbs hatte sehr geschickt das Glas an den Mund gebracht. Aber als er jetzt gerade trinken wollte, verbrannte er sich die Lippen, so daß er das Glas rasch wieder hinsetzen mußte, weil es ihm durch das lange Halten auch in den Fingern zu heiß geworden war.

„Wenn du jetzt nicht sofort machst, daß du mit deinen gestohlenen Losen zum Teufel gehst, dann gieße ich dir das Wasser ins Gesicht.“

Dobbs sagte es diesmal wütend. Nicht aus Wut über den geschäftstüchtigen Jungen als vielmehr aus Wut, daß er sich die Zungenspitze verbrüht hatte. An seiner Zunge konnte er seine Wut nicht auslassen, auch nicht an dem Kaffee, den zu vergießen er sich wohl hütete. Darum ließ er seine Wut an dem Jungen aus.

Der Junge machte sich nicht viel daraus. Er war solche Wutausbrüche gewöhnt. Auch war er ein guter Kaufmann, der seine Leute kannte. Wer hier um diese Zeit Kaffee trinken und zwei Hörnchen dazu essen konnte, der war auch imstande, ein Lotterielos zum Besten des Staates Michoacan zu kaufen.

„Dann nehmen Sie doch nur ein Zehntel, Senjor. Kostet nur einen Peso.“

Dobbs nahm das Glas mit dem Eiswasser auf und schielte dabei zu dem Jungen hin. Der Junge sah es, ging aber nicht vom Fleck.

Dobbs trank einen Schluck von dem Wasser. Der Junge schwenkte ihm dabei seine Fahnen mit den Losen vor der Nase herum. Mit einem Schwupp hatte ihm Dobbs das Wasser ins Gesicht geschüttet, und die Lose trieften vom Wasser.

Der Junge war aber nicht wütend darüber. Er lachte nur, schüttelte das Wasser aus den Losen und strich sich mit dem halben Handrücken das Wasser von seinem zerlumpten Hemd herunter. Diesen Wasserguß betrachtete er mehr als einen Ausdruck freundschaftlicher Geschäftsanbahnung denn als ein Zeichen unversöhnlicher Feindschaft. In seinem kleinen Kopf hatte sich einmal die Meinung festgesetzt, daß derjenige, der ein Glas Milchkaffee trinken und zwei Hörnchen dazu essen könne, auch ein Los kaufen müsse, um durch einen Lotteriegewinn diese Ausgabe wieder hereinzubekommen.

Das größte Glas Kaffee geht einmal mit seinem Inhalt zu Ende. Dobbs drückte den letzten Tropfen heraus, der nur herauszuholen war, ohne das Glas zerbrechen zu müssen. Endlich war auch die letzte Krume der schönen Hörnchen aufgepickt, und Dobbs gab seinen Fünfziger hin, um zu zahlen. Er bekam zwanzig Centavos heraus, in einem kleinen Silberstück. Darauf schien der Junge nur gewartet zu haben.

„Kaufen Sie doch ein Zwanzigstel von der Monterreylotterie, Senjor. Kostet nur zwanzig Centavos. Hauptgewinn zwanzigtausend Pesos. Da nehmen Sie das. Das ist eine gute Nummer.“

Dobbs wiegte das Silbermünzchen in der Hand. Was sollte er damit machen? Zigaretten kaufen. Er hatte gerade jetzt nach dem Kaffee keinen Geschmack auf Zigaretten. Lotterielos war weggeworfen. Immerhin, weg ist weg. Und man konnte ein paar Tage hoffen. Es dauerte ja nicht viele Monate, sondern immer nur ein paar Tage, bis die Ziehung war.

„Na, gib her dein Los, du Hundesohn. Nur damit ich dich endlich nicht mehr mit deinen Losen sehe.“

Eilfertig riß der kleine Kaufmann das Zwanzigstel von der langen Fahne herunter. Es war ganz hauchdünnes Papier. So dünn, daß der Druck auf der rückwärtigen Seite ebenso stark war wie auf der Vorderseite.

„Das ist eine sehr gute Nummer, Senjor.“

„Warum spielst du sie denn da nicht selbst?“

„Ich habe nicht das Geld dazu. Da ist das Los. Vielen, vielen Dank, Senjor. Beehren Sie mich beim nächsten Mal.“

Dobbs schob sein Los ein, ohne sich die Nummer anzusehen. Dann ging er baden. Das war ein weiter Weg. Raus, weit hinter dem Cementerio. Dann den Berg hinunter zum Fluß. Ehe man herankam, mußte man über Kanäle und Pfützen springen und durch sumpfige Stellen waten.

Im Wasser tummelten sich schon Dutzende von Indianern sowie von Weißen, die auf der gleichen gesellschaftlichen Stufe standen wie Dobbs und von dem lebten, was andre abfallen ließen. Badehosen hatte niemand. Aber es war auch niemand da, der sich darum bekümmert hätte. Es gingen sogar Frauen und Mädchen an diesen Badestellen vorüber, die nichts Besonders darin sahen, daß die Männer hier ganz unbekleidet badeten, und auch mit keinem Gedanken daran dachten, Ärgernis oder Anstoß daran zu nehmen. Freilich, die feinen amerikanischen oder europäischen Frauen hätten es unter ihrer Würde gefunden, hier vorbeizugehen. Die standen oben auf der Höhe, auf den Balkonen und in den Fenstern ihrer Häuser mit guten Prismengläsern und sahen den Badenden zu. Die Damen, die nicht hier wohnten, sondern auf der andern Seite der Avenida Hidalgo, in der Colonia Guadalupe und in den andern Kolonien, die ließen sich von Damen, die hier wohnten, zum Tee einladen. Jede Dame brachte ihr Prismenglas mit, um – um sich die weite Landschaft von der Höhe aus zu betrachten. Denn die Aussicht war sehenswert. Darum hieß die Kolonie hier auch Colonia Buena Vista.

Das Baden war erfrischend, und Dobbs sparte fünfundzwanzig Centavos, die er für das Brausebad im Hotel hätte bezahlen müssen. Aber das Baden hatte auch wieder seine Schattenseiten. Da waren die Riesen-Taschenkrebse, die im Schlamm saßen. Und diese Krebse dachten zuweilen, die Zehen der Badenden seien gutes Fleisch, das man nicht verachten dürfe. Es zwickte ganz verteufelt, wenn so ein guter alter ausgewachsener Krebs ordentlich zupackte und mit der Zehe abrücken wollte.

Der Fluß teilte sich hier in viele Arme. An einzelnen Ufern saßen die Krebsfischer. Es war ein mühseliges Geschäft, und es konnte nur ausgeführt werden von jemand, der unerhört viel Geduld hatte.

Die Krebsfischer waren meist Indianer oder sehr armes Halbblut. Der Köder war altes stinkiges Fleisch. Je mehr es stank, desto besser war es. Ein großer Brocken des Fleisches wurde auf einen Angelhaken gespießt, der an einer sehr langen Schnur befestigt war. Dann wurde der Brocken sehr weit in den Flußarm hinausgeworfen.

Hier blieb er eine gute Weile liegen. Nun begann der Fischer die Schnur ganz, ganz langsam einzuziehen, so langsam, daß man es kaum sah. Es dauerte eine Ewigkeit, bis der Haken mit dem Brocken wieder am Ufer war. Dann wurde die Schnur weiter langsam herausgezogen auf das flach aufsteigende schlammige Ufer. Sechs bis zehnmal war es vergebens. Der Haken mußte wieder hinausgeworfen werden, oft mit einem neuen Brocken, weil der alte abgefressen war, dann wieder mit unendlicher Geduld langsam herangeholt werden.

Die Krebse packten mit der Schere den Brocken Fleisch fest, und sie hielten so krampfhaft den Brocken fest, daß sie sich damit herausziehen ließen, weil sie den Brocken nicht mehr hergeben wollten. Wurde zu rasch gezogen, dann konnte der Krebs so schnell nicht mit, oder es kam ihm verdächtig vor, und er ließ los. Oft packte er auch den Brocken so kräftig, daß er ihn vom Haken abkniff, und dann hatte der Krebs gewonnen.

Geduldige Fischer machten ein gutes Tagesgeschäft, denn manche der Krebse wogen ein halbes oder gar dreiviertel Kilo, und die Restaurants zahlten gute Preise, weil das Fleisch von Liebhabern sehr begehrt ist.

Als Dobbs den Fischern so zusah, fand er, daß es kein Geschäft für ihn sei. Er hätte die Geduld nicht gehabt, die hier nötig war. Ein kleiner, unbedachter hastiger Ruck ließ die Beute gehen. Dieses Fischen erforderte eine Ruhe der Nerven, die Dobbs, der im Tumult einer amerikanischen Großstadt aufgewachsen war, nicht hätte aufbringen können, selbst wenn er für jeden Krebs fünf Pesos bekommen hätte.

Er torkelte wieder zurück zur Stadt. Das Baden und die Wanderung hatten ihn hungrig gemacht, und er mußte zusehen, wie er zu seinem Abendessen kam. Wieder war es eine Zeitlang vergebens, und er mußte manche peinliche Bemerkung einstecken und runterschlucken. Aber man wird abgebrüht, wenn man Hunger hat, und wenn man keinen andern Weg sieht, um zu einem Abendessen zu kommen.

Endlich sah er einen Herrn in einem weißen Anzug. Er dachte, mit Herren im weißen Anzug habe ich heute Glück, wir werden es wieder einmal versuchen. Und er hatte richtig geraten. Es waren fünfzig Centavos, die für das Abendessen reichten.

Nach dem Abendessen und nach einer angemessenen Ruhe auf einer Bank dachte er, es wäre doch recht gut, wenn ich etwas Kleingeld in der Tasche hätte, weil man ja nie weiß, was vorkommen kann. An dieses Kleingeld dachte er nicht aus sich selbst heraus, sondern der Gedanke kam ihm, als er einen Herrn in einem weißen Anzug drüben auf der andern Seite der Plaza vorübergehen sah. Er ging gleich auf ihn los.

Der Herr griff auch richtig in die Tasche und brachte einen Fünfziger hervor. Dobbs wollte zulangen, aber der Herr hielt seinen Fünfziger fest. Dann sagte er ganz trocken: „Hören Sie mal, mein Junge, eine so unerhörte Frechheit ist mir doch noch nie im Leben vorgekommen, und wenn mir das jemand erzählen würde, so würde ich es nicht glauben.“

Dobbs stand ganz verdattert da. So etwas war ihm auch noch nicht vorgekommen, daß jemand eine so lange Ansprache an ihn hielt. Er wußte nicht recht, ob er stehenbleiben oder ob er fortlaufen sollte. Aber da er den Fünfziger immer noch in der Hand des Herrn sah, hatte er das Gefühl, daß dieser Fünfziger früher oder später doch für ihn bestimmt sei, und daß der Herr eben nur das Vergnügen haben wolle, eine Predigt dabei anzubringen. Die Predigt kann ich mir für den Fünfziger ja ruhig mit anhören, ich habe ja weiter nichts zu tun, sagte sich Dobbs. Und so blieb er ruhig stehen.

„Heute nachmittag erzählten Sie mir,“ fuhr der Herr jetzt fort, „Sie hätten noch nicht gegessen. Daraufhin gab ich Ihnen einen Peso. Dann traf ich Sie wieder, und Sie sagten, Sie hätten kein Schlafgeld, daraufhin gab ich Ihnen fünfzig Centavos. Wieder später kamen Sie und sagten, Sie hätten noch nicht zu Abend gegessen, und ich gab Ihnen abermals einen Fünfziger. Nun sagen Sie mir das eine, wozu wollen Sie denn jetzt noch Geld?“

„Für morgen früh zum Frühstück“, sagte Dobbs geistesgegenwärtig.

Der Herr lachte, gab ihm den Fünfziger und sagte: „Das ist das letztemal, daß ich Ihnen etwas gebe. Nun gehen Sie auch einmal zu einem andern und nicht gerade immer zu mir. Es fängt mir an, langweilig zu werden.“

„Entschuldigen Sie nur,“ sagte Dobbs, „ich habe nicht gewußt, daß Sie immer derselbe sind. Ihr Gesicht habe ich mir nie angesehen, das sehe ich jetzt zum ersten Male. Aber ich werde nun nicht wiederkommen.“

„Damit Sie auch Ihr Wort bestimmt halten und mich nicht mehr belästigen, will ich Ihnen noch einen Fünfziger mehr geben, damit Sie auch noch morgen das Mittagessen haben. Aber von dann an wollen Sie gefälligst für Ihren Lebensunterhalt ohne meine Mitwirkung sorgen.“

„Dann wäre diese Quelle ja auch erschöpft“, sagte Dobbs zu sich. Und er kam zu der Erkenntnis, daß es besser sei, einmal über Land zu gehen und zu sehen, wie es da ausschaut.