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Der Selbstarzt bei äußeren Verletzungen und Entzündungen aller Art / Oder, das Geheimniß, durch Franzbranntwein und Salz alle Verwundungen, Lähmungen, offene Wunden, Brand, Krebsschäden, Zahnweh, Kolik, Rose, sowie überhaupt alle äußern und innern Entzündungen ohne Hülfe des Arztes zu heilen. cover

Der Selbstarzt bei äußeren Verletzungen und Entzündungen aller Art / Oder, das Geheimniß, durch Franzbranntwein und Salz alle Verwundungen, Lähmungen, offene Wunden, Brand, Krebsschäden, Zahnweh, Kolik, Rose, sowie überhaupt alle äußern und innern Entzündungen ohne Hülfe des Arztes zu heilen.

Chapter 47: Indigestion oder Unverdaulichkeit.
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About This Book

Ein Verfasser beschreibt die Entdeckung, dass eine einfache Mischung aus Spiritus und Salz starke antientzündliche Wirkungen besitzt, und schildert deren erprobte Anwendung bei äußeren und inneren Entzündungen, Wunden, Verbrennungen und verschiedenen schmerzhaften Beschwerden. Die Broschüre vereint Entstehungsberichte und Fallbeispiele mit klaren Anleitungen zur Zubereitung, Verdünnung und praktischen Anwendung als Einreibungen, Waschungen, Umschläge und dosierte innere Gaben. Sie verzeichnet Widerstand seitens der Ärzteschaft, dokumentiert breite Volksanwendung und will als handliches Selbsthilfehandbuch gelesen werden, das schnelle Linderung ohne ärztliche Hilfe anstrebt.

Indigestion oder Unverdaulichkeit.

Sie wird äußerst leicht dadurch gehoben, daß man sich den Kopf mit dem Medicament ein Mal einreiht, und ein oder zwei Eßlöffel davon mit heißem Wasser verdünnt einnimmt. Weicht das Uebel nicht gleich, so wiederholt man das Einnehmen an zwei bis drei Morgen. Hier ist die Heilung stets sicher.

Anwendung des Medicaments bei Kindern.

In dem vorstehenden Verzeichniß der Krankheiten und der Angabe der Behandlungsweise derselben ist eigentlich nur auf erwachsene Patienten Rücksicht genommen; es ist daher nöthig, über die Anwendung, des Medicaments auf Kinder noch einige Worte hinzuzufügen.

Auch bei Kindern hat sich das Mittel äußerst wohlthätig bewiesen, und ich habe viele Beispiele schneller Heilung aller Arten von Krankheiten und Schwächen in meiner eigenen Praxis erlebt; doch nehme ich Hautausschläge aus, die man bei Kindern nicht vertreiben, sondern ruhig austoben lassen muß. Es ist nur zu bemerken, daß man Kindern nicht das Medicament eingiebt, sondern es nur äußerlich bei ihnen anwendet, und daß bei Kindern von vier Jahren ein einmaliges Einreiben des Kopfes stets, bei älteren Kindern aber gewöhnlich hinreicht, höchstens aber nur ein Mal bei den letzteren wiederholt werden darf. Im Allgemeinen habe ich gefunden, daß die Kinder, welchen ein Mal der Kopf eingerieben worden, wohler und besser danach aussehen, als die übrigen, mit denen dies noch nicht geschehen.

Von vielen mir vorkommenden Heilungen der Kinder will ich nur ein Beispiel anführen.

Jüngst traf ich auf einem meiner Vorwerke die drei Kinder meines Verwalters am Fieber darnieder liegen; das älteste war neun, die beiden andern unter vier Jahr alt, und sie befanden sich alle im stärksten Schweiß. Ich ließ ihnen allen sogleich die Köpfe mit dem Medicament einreiben, und noch während dieser Operation befanden sie sich schon besser. Der Vater erzählte mir am nächsten Morgen, seine Kinder seien noch an demselben Tage aufgestanden, da sie sich vollkommen wohl gefühlt, und sie haben seit der Zeit das Fieber nicht wieder bekommen.

Schluß.

Nachdem in dem Verzeichniß von Krankheiten nur diejenigen Uebel angeführt sind, die unter meinen Augen hundertfältig geheilt worden, bleibt mir noch übrig, einige Worte über solche Leiden hinzuzufügen, die mir zwar in meiner zehnjährigen Praxis nicht vorgekommen sind, deren Heilung ich jedoch durch die Anwendung des Medicaments für sehr wahrscheinlich erachte.

Der Einfluß und die wohlthätige Wirkung der Einreibung des Kopfes auf das Gehirn sind erwiesen; es läßt sich daher annehmen, daß alle nervösen Fieber sich glücklich mit unserm Medicament behandeln lassen werden. Aus eben diesem Grunde bin ich auch überzeugt, daß man ein überraschendes und günstiges Resultat erzielen würde, wenn, wie ich schon oben angeführt, sich die Herren Aerzte und Vorsteher von Irrenhäusern ein Mal dazu entschließen könnten — wozu natürlich in den ersten 100 Jahren keine Aussicht ist — allen Irren tüchtig den Kopf mit unserm Mittel waschen zu lassen.

Da ich gesehen habe, wie kräftig das Medicament den traurigen Wirkungen der Bisse giftiger Schlangen vorgebeugt hat, wäre es vielleicht möglich, daß es sich auch mit Glück gegen den Biß toller Hunde gebrauchen ließe. Möchte doch ein Menschenfreund gelegentlich einen Versuch damit machen und das Ergebniß zur Abstellung der verhängnißvollen Folgen und zum Besten der leidenden Menschheit öffentlich bekannt machen.

Die Heilkräfte des Medicaments bei allen äußern Verletzungen und die ihm innewohnenden antientzündlichen Eigenschaften sind erwiesen. In der Regel treten bei Arm- und Beinbrüchen Entzündungen ein. Diese werden sicher vermieden werden, wenn man das zerbrochene Glied mit unserm Mittel fleißig einreibt und es mit angefeuchteten Tüchern umwickelt. Wie viel schlaflose Nächte und unsägliche Schmerzen könnte man in Hospitälern denjenigen ersparen, bei denen man bisher nicht im Stande war, den in Folge eines Bruches eintretenden Entzündungen Einhalt zu thun. Aber nicht nur in den Hospitälern sollte man das Mittel zur Anwendung bereit halten, sondern auch in allen Fabriken, Werkstätten und bei allen Gelegenheiten, wo äußere Verletzungen oft vorkommen, denn, wie überhaupt bei allen Mitteln, wirkt auch dies unmittelbar nach der Verletzung am sichersten und stärksten. — Auch bei allen entzündlichen Fiebern kann das Mittel ohne Frage angewendet werden.

Krätze dürfte sich durch Einreiben und Einnehmen wohl vertreiben lassen, doch dürfte mit vieler Beharrlichkeit dabei zu Werke gegangen werden müssen.

Auch Gelbsucht möchte dem Mittel weichen, wenn man sich ein Mal vor dem Schlafengehn den Kopf damit einriebe und es mehrere Tage hinter einander des Morgens einnähme. Doch will ich meine Leser nicht länger mit Vermuthungen aufhalten, und lieber die Mittheilung neuer Erfahrungen einer neuen Auflage dieser kleinen Schrift vorbehalten.

Daß mein Mittel sich nur langsam Bahn gebrochen, und von Aerzten sogar heftigen Widerspruch gefunden hat, war mir nicht unerwartet; es ist ja mit allen großen und einfachen Erfindungen oder Entdeckungen, von denen die Menschheit später den größten Nutzen gezogen, so gegangen. Die Buchdruckerkunst war den abschreibenden Mönchen ein Gräuel, — die jetzt unentbehrlichen Kartoffeln mußten die Regierungen den Landleuten mit Gewalt auffdringen, u. dgl. Aber was wirklich groß und nützlich ist, dringt endlich durch, und so wird es auch mit meinem Medicament gehn. Was der schnelleren Verbreitung desselben gewiß sehr hinderlich sein mag, ist der Umstand, daß ich es nicht für einen hohen Preis verkaufe, sondern unentgeltlich jedem Leidenden reiche. Nachdem man sich vergebens von Seiten der Aerzte bemühte, mir den Vorwurf des Eigennutzes zu machen, ist man endlich auf die absurde Behauptung gekommen, ich besäße in Frankreich große Branntweinbrennereien, und hätte das »Mährchen vom Franzbranntwein« erfunden, um den Absatz desselben zu befördern. Es ist kaum nöthig, anzuführen, daß sich weder auf meinen französischen Gütern, noch in der Nähe derselben eine Brennerei befindet, und daß meine Entdeckung mir bisher nur Geld gekostet und nichts eingebracht hat, als das wohlthuende und mir völlig genügende Gefühl, armen Leidenden in vielen Fällen geholfen zu laben.

Ich weihe daher dieses Buch meinen unbemittelten Mitmenschen, die nicht Geld genug haben, einen theuern Arzt zu bezahlen, und nicht Zeit genug, sich seinen langwierigen Kuren zu unterziehen, und wiederhole zum Schluß die Versicherung, daß unser besprochenes Mittel nie schadet, stets lindert und oft heilt.

Inhalt.

 Seite
Vorwort3
Allmähliche Entdeckung der Heilkräfte des Medicaments7
Zubereitung des Medicaments10
Anwendung des Medicaments11
Verzeichniß derjenigen Krankheiten, welche im Laufe von zehn Jahren durch die Anwendung des Medicaments geheilt worden sind, nebst Angabe der Behandlungsweise14
Schwindel
Andrang des Blutes nach dem Kopf
Kopfschmerzen15
Augenentzündung
Hirnentzündung
Zahnschmerz16
Ohrenschmerz oder Ohrenzwang
Harthörigkeit oder Taubheit17
Zahngeschwüre
Ausschlag im Gesicht oder auf dem Kopf
Wechselfieber und Fieberanfälle überhaupt
Kolik19
Cholera
Bräune und Halsentzündung
Unterleibsentzündung20
Seitenstiche
Rheumatismus21
Gicht und rheumatische Gichtanfälle
Verbrühungen und Brandwunden22
Frostbeulen
Heftige Nervenzufälle, Delirium
Krebsschäden24
Lungenentzündung26
Schwindsucht
Asthma28
Schnupfen, Husten und Erkältungen
Durchfall29
Verrenkungen und Verstauchungen
Lähmungen durch Schlaganfälle
Bisse von giftigen Schlangen30
Wespen- und Bienenstiche
Die Rose und alle Arten von Entzündungen31
Tic douloureux32
Gallenübel
Alte Schäden und offene Wunden
Kalter Brand34
Beulen und Geschwüre
Schnittwunden
Nagelgeschwüre oder Wurm35
Lendenreißen und Rückgrathschmerzen
Indigestion oder Unverdaulichkeit
Anwendung des Medicaments bei Kindern
Schluß36

Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):

  • ... Bereitung nnd Anwendung dieses einfachen Medicamentes, ...
    ... Bereitung und Anwendung dieses einfachen Medicamentes, ...
  • ... lange auf sich warten läßt. Ich könnte Bände mit dem ...
    ... lange auf sich warten läßt. Ich könnte Bände mit der ...