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Der wilde Garten

Chapter 3: Zweites Kapitel
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About This Book

A compassionate, aging teacher becomes a refuge for a solitary pupil who preserves a private notebook of treasured literary passages; when the girl’s mother destroys the book in anger, the teacher helps her process shame, resentment, and yearning for independence. Over ensuing years the teacher devotes herself to successive classes, nurturing youthful inner lives while confronting generational misunderstandings and domestic constraints. The narrative quietly examines solitude, the sustaining power of books, moral guidance, and the tension between individual longing and adult expectations.

Zweites Kapitel

Seit jener Dämmerstunde waren drei Jahre vergangen, drei Jahre, in denen das stille, alternde Fräulein alle Glut ihres Herzens an die jungen Menschenkinder gegeben hatte, die ihr von der ersten Klasse an zum Aufstieg bis in die letzte anvertraut worden waren.

Fräulein Dr. Südekums Herz war die Krämerart fremd, die Liebe nur Zoll um Zoll, Leben für Leben gibt. In dem kleinen unscheinbaren Fräulein lebte eine Kraft, deren sie sich selbst kaum bewußt war.

Niemand aus der Welt der Erwachsenen wußte von ihr und der großen Liebe, die sie durch das Leben trug. Nicht der Rektor, der sie als tüchtige Mitarbeiterin schätzte, nicht die Kollegen, denen die Stunden des Unterrichts liebe oder lästige Pflicht waren, aus der sie wieder in ein anderes Leben tauchten, das ihr eigentliches war: Weib, Kinder, ehrgeizige Ziele.

Fräulein Dr. Südekum aber lebte nur in dem Bereiche des großen weißen Hauses, das ein alter, aus feudaleren Zeiten stehengebliebener Park umschloß.

Nein, niemand wußte von ihr draußen, jenseits des Parkes. Dort rasselten Trambahnzüge, die hastende Menschen zu Beruf und Heim brachten, Lastwagen und Menschenmassen drängten vorüber, dort gab es das breite gewalttätige Leben der Erwachsenen, der Erfahrenen, ihre Gier, ihre Not, ihre kleine Seligkeit. Sie hatten viele Ziele, diese Menschen, Ziele, die ihr alle kennt, und denen sie verschiedene Namen geben.

Aber niemand wußte von der Welt, die die breite Mauer des Schulparkes einschloß.

Viele Jahre schon lebte Fräulein Dr. Südekum in dieser stillen Welt, ja, wenn wir es genau angeben wollen, zwanzig lange Jahre.

Mit kleinen gesetzten Schritten ging sie schon vor dem Unterricht über die Gartenwege, überflog im Geiste die Schülerinnen ihrer Klasse, wußte von jeder so viel und so Besonderes, Dinge, die für die anderen Erwachsenen nicht lebten, Dinge, die nur Fräulein Dr. Südekum wußte und verstand und mit ihrer großen Liebe an ihr Herz nahm.

Keine andere aber hatte ihr jemals so nahe gestanden wie Gertrud, keine noch. Zum erstenmal war es, daß nicht nur die Freude am Lehren und Führen, sondern auch ein warmes, flutendes Gefühl, das der Einsamkeit dieses Kindes galt, eine Brücke von ihm zu ihr schlug.

Sie ist viel mehr mein Kind als deines! dachte Fräulein Dr. Südekum, wenn die hohe, übertrieben elegant gekleidete Gestalt von Gertruds Mama am Schultore auftauchte, um die Lehrerin nach den Fortschritten des Töchterchens zu fragen.

Und oft, wenn die Lehrerin am Tore der Schule stand und sah, wie die Schülerinnen fröhlich davonliefen, da sah sie Gertrud nach und es krampfte sich ihr das Herz zusammen, als ließe sie ihr Kind in eine fremde und feindliche Welt.

So viel junge Mädchen in ihrer Klasse waren, so viel Verantwortung war der Lehrerin aufgebürdet. Denn solange sie in diesem Alter waren, verbrachten sie nicht nur die meiste Zeit ihres Lebens in der Schule: hier war auch der einzige Ort, wo sie in Gutem und Bösem ernst genommen wurden.

Die Mädchen ihrer Klasse standen ja in dem Alter, wo die Eltern am wenigsten mit ihnen anzufangen wissen.

Nein, Schoßkinder waren sie nicht mehr, nicht mehr diese putzigen Dingelchen, ganz Eigentum der Eltern, die man in den Salon ruft, damit sie vor fremden Leuten ihre Verse aufsagen.

Ja, für diese Jahre, da sie ihre Tage hier verbrachten, gehörten die Mädchen ganz ihr. Da war sie ihnen Heimat, Vater und Mutter – da schmolzen die jungen werdenden Seelen wie Wachs, formten sich, wuchsen – wurden. Da gehörte Fräulein Dr. Südekum das ganze Reich dieser sich leise aufschließenden Knospen, die man jenseits des Parkes nicht verstand. Da weinte sich verlorener Gottesglaube satt, da fand Schlimmeres, der erste bittere Zweifel an dem Menschenlande, Befrieden, Lösung und Stillung.

Und doch: Fräulein Dr. Südekum wußte es in bitterwachen Stunden: es war alles nur geliehen, gehörte nicht in Wahrheit ihr. Nur zu gerne ließen ihr die Eltern die Sorge um die unbequemen Jahre – liehen ihr junges, werdendes Leben, forderten und bezahlten Formung jungen Strebens. Sie entzogen sich achselzuckend den einzigen Jahren, da Muttersein und Vatersein über animalische Besitzerfreude hinauswachsen könnte in menschliches Bereich lösenden, erlösenden Händereichens und Führens.

Ja, sie liehen ihr junges Leben, liehen ihr junge Not, liehen ihr erstes anschmiegendes Empfinden.

In großer Bitterkeit dachte das alternde Fräulein oft darüber nach, wie gut alle die, die Kinder hatten, es verstanden, sich ihrer zu erfreuen, solange diese noch tief in der Welt des Unbewußten lebten, solange man die Gier und Gemeinheit, in der man selbst lebte, von ihnen weit entfernt wußte, und sobald man die Kinderstube betrat, sich an Unschuld und Unwissenheit erfreute. Aber wenn die ersten Fragen an das Reich der Erwachsenen pochten, unerbittliche Fragen, dann setzten sie sich zur Wehr, fürchteten für ihre Masken und Lügen.

Ja, es muß gesagt werden, daß Fräulein Dr. Südekum nicht gut von den Erwachsenen, nicht gut von den meisten Eltern ihrer Schülerinnen dachte.

Und nie war ihr Gesicht so ironisch und hochmütig verschlossen, als wenn die Eltern nachfragen kamen, was ein- bis zweimal im Monat üblich war. Es fragte ja keiner nach dem Kinde, sondern jeder nur, wie es mit der Erfüllung seiner eigenen Wünsche hinsichtlich dieses Kindes stünde. Denn jeder wollte etwas von seinem Kinde, aber nur die wenigsten wollten diesen neuen Menschen selbst, der heranwuchs.

Mit einem kühlen Lächeln sah Fräulein Dr. Südekum auf die Mütter, die sich an den Empfangstagen um das Parkgitter drängten. Sie hatten geboren, höchstes Weibesglück kennengelernt. Und standen so plump und verständnislos den jungen Seelen gegenüber.

„Sie soll heiraten, – dazu braucht sie nicht Geschichte zu lernen ...“

„Sie soll einmal in unser Geschäft, – wenn sie nur gut rechnen lernt, alles andere ist gleichgültig ...“

„Sie ist doch nur ein Mädchen, – mein Gott, das mit den Noten ist ja nur so ärgerlich, weil mein Mann sich einbildet ...“

„Ich weiß nicht, was das dumme Ding hat, – manchmal weint sie ganze Abende ...“

So stand Fräulein Dr. Südekum oft mit gesenktem Kopf, wenn Fragen, jäh erhellende Aussprüche und Vorwürfe auf sie prasselten, und ihr mütterliches Herz zuckte weh, wenn sie aus einem gleichgültig hingeworfenen Wort das Daheim eines Kindes erriet.

So viele durften Mutter werden und so wenige verstanden es zu sein. So wenige! –

Aber noch ein anderes war es, was das alternde Fräulein bedrückte, wenn sie morgens vor dem Unterricht und in den Pausen auf den Gartenwegen auf und ab ging, was sie besonders quälte in diesem letzten Jahre, das sie mit ihrer Klasse verbringen sollte. Fast in Angst hatte sie das Jahr beginnen sehen, sah es Woche auf Woche entschwinden.

Denn immer noch war es so gewesen und mußte wohl auch so sein: wenn die letzten Prüfungen hinter den Mädchen lagen, hinter diesen Kindern, die in den Jahren bisher ihren Worten so brennend gelauscht hatten, die einmal erste Tränen, furchtbarste Einsamkeit an ihrem Herzen geborgen, – dann stürmten sie jung und grausam vergeßlich aus dem Tore des alten Gartens hinaus in das lärmende Leben, das sie empfing, das sie heimlich ersehnt hatten. Sie sahen nicht ein einziges Mal zurück.

Und wenn dann eine von ihnen ihr nach kurzen Jahren begegnete, dann lächelte sie ein wenig mitleidig, ein wenig überlegen, – oder sie sah fort, erkannte sie nicht mehr.

Ja, so stark war dieses Leben da draußen, von dem Fräulein Südekum nur den Lärm vernahm, dieses unverständliche fremde Brausen, das von jenseits des Parkes bis in die Schulzimmer herüberdrang. Dieses Leben, von dem das alternde Fräulein so gar nichts wußte und das ihr doch alle nahm – alle.

*

Auch einen Knaben unterrichtete Fräulein Dr. Südekum. Er wohnte allein mit seinem Vater in einem schönen Hause weit draußen im Cottage. Erwin Löß war sein Name, und sein ganzes Wesen war so, daß die Lehrerin immer an alte Bilder denken mußte, auf denen schlanke, dunkelgekleidete Knaben stehen, deren weiße, noch kraftlose Hand spielerisch auf einem Degen ruht.

Die Lehrerin durfte diejenige sein, die sein Herz mit Bildern einer versunkenen Zeit erfüllte: Geschichte lehrte sie ihn.

Und vielleicht gab es nichts in dem Leben der Lehrerin, das sie stärker mit dem Wissen um ihre selige Macht über junge Herzen erfüllte, als diese Stunden, wenn sie vor dem schmalen, wunderbar geschnittenen Knabenantlitz von dem Leben und Sterben der Großen sprechen durfte.

Es war in den Tagen eines trüben und feuchten Novembers, daß Fräulein Dr. Südekum die Bücher nach der Stunde zuschlug und sich zum Gehen wandte, und sie der Knabe zurückhielt und sagte: „Ich weiß einen herrlichen Menschen in dieser Stadt. Es ist der Kanzler. Ich denke immer an ihn. Ich lese in seinen Büchern. Er ist anders als die Dichter, die immer lügen. Was er sagt, ist traurig und hart.

„Sie alle hassen ihn, ich weiß es. Auch mein Vater haßt ihn. Man hat uns in der Schule verboten, seine Bücher zu lesen. Er ist kein Held, sagen sie. Aber ich liebe ihn. Er lügt nicht. Er ist grausam und wahr, und darum ist er ein Held.“

Dann neigte der Knabe sein schmales Gesicht tief zu dem kleinen Fräulein und sagte: „Ich habe aus dem Buche des Kanzlers das Kapitel, das ich am meisten liebe, in Rondschrift abgeschrieben. Ich will es ihm senden. Er wird sich freuen.“ Erglühend sah der Knabe auf die Lehrerin.

Aber Fräulein Dr. Südekum fand keine Worte auf dieses seltsame Geständnis. Es hatte sie fremd angerührt und mit leiser Angst erfüllt. Sie sah in das brennende Antlitz des Knaben, der sie noch immer unverwandt ansah. Er fragte: „Ich will es ihm senden. Nicht wahr, – er wird sich freuen?“

Fräulein Dr. Südekum sah im Geiste das herrische dunkle Antlitz des Kanzlers vor sich, ihre Stimme klang bange, als sie nickte: „Ja, er wird sich freuen.“

Verwirrt sah sie auf das Heft, das Erwin vor sie hinlegte. „Er wird sich freuen,“ wiederholte der Knabe leise.

Gequält sann die Lehrerin, wie unüberbrückbar sie den Abgrund zwischen der Welt der Großen und der Kinder erkennen mußte. Das Herz tat ihr weh, als sie dem Knaben abschiednehmend über die Haare strich.

Als die Lehrerin vom Cottage dem Stadtzentrum zuwanderte, mußte sie immer noch an die Beichte ihres Schülers denken. Sie wußte anderes von dem Kanzler, Dinge, die dieser Knabe noch nicht verstehen konnte. Es war wohl wahr, daß der Kanzler groß war. Auch Fräulein Dr. Südekum wußte es, obwohl sie sich wenig um die Kämpfe kümmerte, die jenseits ihrer Welt Menschen erschütterten und aufriefen. Und sie wußte auch, daß der Kanzler große, klare Bücher schrieb, die unerbittlich das kommende Geschehen zeichneten.

Aber das alternde Fräulein wußte auch, daß der Kanzler einer war, der das Leben herrisch und gedankenlos mit gierigen Händen an sich riß. Daß seine Nächte leichte Frauen erfüllten, Wein und Geigenlieder, – daß er einer war, der die Frauen nicht achtete, der sie unbedenklich nahm, als hätten sie nur seiner Lust zu dienen, dieser Lust, von der Fräulein Dr. Südekum nur aus Büchern wußte.

Sie konnte heute nicht allein sein. Wenn sie zu Nowotnys ginge?

Wenn die Lehrerin nicht Hefte zu korrigieren hatte, oder sich nicht trotz ihrer zwanzigjährigen Tätigkeit auf ein besonders schwieriges Kapitel des Unterrichts vorbereitete, dann verbrachte sie ihre Abende bei diesem jungen befreundeten Ehepaar. Frau Bahnadjunkt Nowotny war einmal ihre Schülerin gewesen und hatte an der Seite eines braven, fleißigen Mannes ein sicheres Glück gefunden. Trotz engster Verhältnisse hatten die beiden sich ein Sein gezimmert, das Genügen und Sichbescheiden war. Die Lehrerin ging gerne zu diesen Menschen. Sie fürchtete die Welt jenseits ihres Berufes und fühlte sich nur dort sicher, wenn sie Ausgeglichenheit rings um sich fühlte.

Aber heute, an diesem Abend, fand sie die beiden ganz verändert. Andere Luft schlug ihr entgegen. Irgend etwas war geschehen.

Nach den ersten Fragen über das gegenseitige Wohlergehen, nach der Erzählung der Lehrerin über den Beginn dieses Schuljahres, berichteten die beiden von den Ereignissen einer kurzen, seligen, durch tausend Entbehrungen erkauften Erholungsreise nach dem Süden. Es war nur merkwürdig, wie farblos und flüchtig sie über Städte und Landschaften erzählten und die Aufzählung fremdländisch klingender Namen nur durch Ausrufe des Entzückens unterbrachen: „Wie herrlich es war! – Was wir erlebten! – Was wir erlebten!“ Dann sagte die junge Frau plötzlich: „Wir haben einen unerhörten Menschen kennengelernt.“

„Ja, unerhört,“ fiel der Mann ein.

„Nicht nur, weil sie eine Künstlerin ist,“ sagte die Frau. „Ja, vielleicht ist sie auch gar nicht schön in dem Sinne, wie man das sonst nimmt!“

„Aber ihr Körper ist adelig,“ sagte der Mann, und Fräulein Dr. Südekum dachte belustigt und verwirrt, daß dies ein Wort war, das der Bahnadjunkt sicherlich noch nie in seinem Leben gebraucht hatte.

„Sie ist Bildhauerin und heißt Alexandra Pseleuditi,“ fuhr die Frau fort, und nun folgte eine hastige und seltsam erregte Erzählung, eine Erzählung, die Fräulein Dr. Südekum erstaunte, verwirrte und mit leiser Angst erfüllte.

Sie verstand endlich aus den abgerissenen Sätzen der beiden, daß Nowotnys auf ihrer Herbstreise eine junge Künstlerin kennengelernt hatten, die wohl von einer faszinierenden Art sein mußte, denn die beiden Menschen schienen vollkommen gewandelt durch diese Begegnung. Künstlerin war die Fremde, berühmt, unabhängig, maßlos stolz und von einer wilden, seltsamen Schönheit.

Fräulein Dr. Südekum wunderte sich am meisten darüber, wie erregt diese beiden bürgerlichen Menschen darüber sprachen, daß die fremde Frau täglich morgens nackt im Meere gebadet habe, den durchgebildeten braunen Körper von den Klippen in die Wasser schnellend, mit den Wogen dann immer wieder emportauchend, wie ein Fabelwesen der Mythologie.

„Sie ist eine Halbasiatin,“ erklärte Frau Nowotny mit leiser Eitelkeit, „ihr Vater war ein Grieche, und ihre Mutter war eine Perserin.“

„Sie lebt so frei wie eine Göttin der seligen Halbinsel,“ setzte der Mann pathetisch hinzu, und Fräulein Dr. Südekum bemerkte verwundert, daß seine Stimme zitterte. „Das ist keine Frau, die sich mit irgendeiner vergleichen ließe, mit keiner, die in Konvention und Hemmungen aufgewachsen ist. Diese Wilde, Schlanke und Wunderbare nimmt sich alles, was sie haben will, sie ist eine, vor der sich die Männer beugen, weil sie niemals Beute ist.“

„Weil sie so schön ist, so eigenartig, so bizarr und wild in ihren Launen. Nun, Sie werden sie ja bei uns sehen!“

„Sie wird gar nicht hierher passen,“ sagte der Mann und maß mit einem gequälten Blick die altdeutsche, gewöhnliche Kredenz ihres Speisezimmers, die verblichenen, grünen Plüschvorhänge, die seidenbespannte, geschmacklose Hängelampe.

„Nein,“ sagte die Frau. „Es ist alles so häßlich und enge hier – ich habe das eigentlich früher nicht so gewußt ...“

„Man müßte Geld haben,“ sagte der Mann.

„Man müßte Geld haben,“ seufzte die Frau und sah plötzlich alt aus.

„Sie ist wunderbar,“ wiederholten beide noch einige Male und setzten dann immer wieder hinzu: „Nun, Sie werden sie ja bei uns sehen!“

Fräulein Dr. Südekum ging traurig und verwirrt von diesem seltsamen Abend heim. Alle vertrauten Menschen ihrer Umwelt begannen sich zu wandeln. Was war mit dem Knaben geschehen, den sie nun durch zwei Jahre unterrichtete und der sich so plötzlich und wild an eine unverständliche Verehrung für den Kanzler gab? Was aber vor allem war in diese beiden stillen Leutchen gefahren, die ihr immer der Inbegriff der Sicherheit und des ruhigen Lebens bedeutet hatten?

Eifersucht und Angst erfüllte sie.