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Auf dem Nachhauseweg rief mich Mr. Shine an: „Hören Sie, Mr. Gale, können Sie auf eine Viertelstunde herein? Meine Frau hat einen guten Kuchen gebacken, Sie können eine Tasse Kaffee mit uns trinken.“
Dann, als wir bei Tische saßen, erzählte mir Mr. Shine, wie er mit 260 Dollar, die er sich sauer erspart hatte, hier angefangen habe, wie er mit eigner Hand die Farm aus dem rohen Busch herausgearbeitet habe, wie die Straße, die mehr als drei Stunden zur nächsten Ortschaft führt, bei seiner Ankunft nur ein schmaler, verwachsener Weg war, gerade breit genug, um mit dem Maultier durchzukommen, wie er auch diese Straße verbreitert habe, so daß er sie jetzt mit eignem Ford befahren könne.
„Vierundzwanzig Jahre harter, sehr harter Arbeit waren notwendig, um etwas zu werden. Und wir Gringos hier, die wir dem Lande erst Wert geben, sind trotzdem immer wie auf dem Sprunge, plötzlich fliehen und alles verlassen zu müssen. Wir werden gehaßt wie der Tod, weil man um die Freiheit und Unabhängigkeit, die den Leuten hier über alles gilt, bangt.“ Er war nicht der erste Amerikaner, der mir diese Nöte schilderte.
„Manches Jahr ist sehr gut. Ich habe schon häufig vier Ernten im Jahr an Mais gehabt. Das erreichen wir drüben in den States nicht. Aber dieses Jahr ist schlecht. Die Baumwolle hat, was seit fünfzehn Jahren nicht vorgekommen ist, Frost abbekommen; deshalb ist sie nur halb wie sie sein soll. Und ich weiß auch gar nicht, was mit dem Hühnervolk los ist. Wir haben nie so wenig Eier gehabt, wie in den letzten Wochen. Auch Mr. Fringell und Mr. Shape klagen über ihre Hühner.“
Am Abend erzählte ich Abraham, was mir Mr. Shine über die Hühner gesagt hatte. Aber mein Kamerad geriet nicht in die geringste Verlegenheit.
„Na, da seht ihr es ja, fellers,“ sagte Abraham eifrig, „das sind die richtigen amerikanischen Farmer wie drüben. Vor Geiz möchten sie am liebsten ihre Fingernägel aufessen. Da gönnen sie den armen Hühnern kaum eine Handvoll Mais. Wie können denn die Hühner richtig legen, wenn sie nicht gut gefüttert werden? Da seht meine Hühner an! Ich spare nicht mit dem Mais. Aber dafür geben die Tierchen auch etwas her. Man muß sie nur gut und reichlich füttern und sachgemäß behandeln, dann tun sie auch ihre Pflicht. Das hat mich meine gute Großmutter Susanne gelehrt, und die war eine sehr kluge Frau, das könnt ihr mir glauben, fellers. That’s a fact!“
Na, wir glaubten es ihm. Die Beweise lagen ja vor.