13
Wir kamen heim um halb zwölf. Um zu der Kammer zu gelangen, wo wir unsre Arbeitshose anziehen wollten, mußten wir an der Backstube vorüber. Sie waren feste am Arbeiten da drin. Wir guckten durch die Tür, und der Meister sah uns.
Er zog seine Uhr und sagte: „Es ist gleich zwölf.“
„Das weiß ich,“ erwiderte ich, „wir haben es eben an der Kathedrale gesehen. Und überhaupt, ich höre auf.“
„Wann?“ fragte der Meister.
„Jetzt“, sagte ich.
„Dann sagen Sie es dem Alten. Er ist vorn im Café.“
„Das habe ich gesehen. Das brauchen Sie mir nicht zu sagen. Ich bin ja durch das Café gekommen.“
„Ich höre auch auf“, sagte nun Osuna.
„Warum wollt ihr denn beide aufhören?“ fragte der Meister.
„Wir sind doch keine Blödhammel, daß wir hier jeden Tag fünfzehn und achtzehn Stunden arbeiten“, sagte Osuna.
„Ihr habt wohl getrunken?“ fragte der Meister.
Osuna ging gleich auf ihn zu: „Was sagen Sie?“
„Ich werde doch wohl noch sagen dürfen, daß es gleich zwölf ist,“ rechtfertigte sich der Meister, „wenn wir hier schon seit zehn arbeiten und so viel zu tun ist.“
„Sie können sagen, was Sie wollen,“ meinte ich, „aber nicht mehr zu uns. Sie sind nicht mehr unser Meister.“
„Gut,“ sagte der Meister darauf, „dann geht aber auch gleich. Dann braucht ihr hier auch nicht mehr zu schlafen, und morgen früh noch das Frühstück mitnehmen, gibt es auch nicht.“
„Darum haben wir Sie gar nicht gefragt,“ erwiderte Osuna, „und wenn wir das wollten, würden wir gerade Sie nicht darum anbetteln.“
Wir gingen in die Kammer, packten unsre Arbeitslumpen jeder in einen leeren Zuckersack und gingen.
Mit einmal sagte Osuna: „Wir haben ja unsre zwei Pesos in den alten Schuhen gelassen, nur gleich geholt. Wenn die Bilder haben wollen, dann mögen sie sich selber welche kaufen.“
Wir nahmen unsre zwei Pesos und kamen wieder vorbei an der Backstube.
„Wer hat denn die Bilder da zerrissen?“ fragte der Tscheche.
„Wir“, antwortete Osuna. „Vielleicht was dagegen? Nur sagen. Wir sind gerade in der Stimmung. Ich denke doch, daß wir mit unsern Bildern machen können, was wir wollen.“
„Das habe ich nicht gewußt, daß das eure Bilder waren. Die hättet ihr doch nicht zu zerreißen brauchen“, sagte ein andrer.
„Solche unanständigen Bilder mag ich nicht leiden“, antwortete Osuna. „Wenn ihr so etwas vor Augen haben wollt, kauft sie euch. Wir brauchen keine Bilder, was Gale?“
„Nein, wir haben solche Bilder nicht nötig, glücklicherweise nicht“, unterstützte ich Osuna. Und ich tat es mit voller Überzeugung.
Dann gingen wir zu Senjor Doux und verlangten unser Geld, das wir noch zu kriegen hatten. Er gab es uns nicht und sagte, wir sollten morgen wiederkommen.
„Ihr Morgen kennen wir reichlich“, gab ich ihm zur Antwort.
Osuna stellte seinen Sack auf den Boden, lehnte sich ein wenig über das Büfett, hinter dem Senjor Doux stand, und sagte ziemlich laut:
„Wollen Sie uns jetzt sofort unser Geld geben oder nicht? Oder soll ich erst die Polizei hereinholen, daß Sie uns unsern verdienten Lohn auszahlen?“
„Schreien Sie doch nicht so, daß die Gäste aufmerksam werden“, sagte Senjor Doux leise und griff in die Hosentasche, um das Geld herauszunehmen. „Ich zahle Ihnen ja, ich bin Ihnen doch nie einen Centavos Lohn schuldig geblieben. Wollen Sie noch eine Flasche Bier trinken?“
„Können wir machen“, erwiderte Osuna. „Wir sind nicht zu stolz dazu.“ Wir setzten uns an einen Tisch, und ein Kellner brachte uns zwei Flaschen Bier.
„Das Bier wollen wir ihm nicht schenken, diesem Geizkragen“, sagte ich. „Er hat sicher geglaubt, wir würden nein sagen, sonst hätte er es uns nicht angeboten.“
„Sicher nicht,“ meinte Osuna, „deshalb habe ich ja auch ja gesagt. Ich habe gar keinen Appetit darauf.“
Warum wir gingen, danach fragte Senjor Doux nicht. Solche plötzlichen Abschiede kamen bei ihm zu häufig vor, als daß er sich darüber aufgeregt hätte. Ebensowenig fragte er uns, ob wir nicht bleiben möchten. Er wußte wohl, daß es bei uns ebenso erfolglos gewesen wäre wie bei früheren Abschieden.
Er ging zur Kasse, wo seine Frau stand, und holte das Geld für uns. Dann brachte er es an unsern Tisch, legte es hin und verschwand wieder hinter dem Büfett, ohne noch etwas zu sagen, und ohne nochmals zu uns rüberzusehen.
Dann gingen wir zu einem indianischen Kaffeestand, wo wir ein Glas Kaffee tranken und die Frau fragten, ob wir nicht unsre Säcke hier bis zum Morgen unterstellen könnten. Dann würden wir wiederkommen, bei ihr frühstücken und die Säcke abholen.
Danach gingen wir wieder zu den Senjoritas, wo es angenehmer war als in der Backstube.
Am nächsten Tage, nachdem wir den Vormittag über uns auf den Bänken der Plaza herumgedrückt hatten, gingen wir zu einer Casa de Huespedes, wo wir jeder ein Bett belegten für fünfzig Centavos und unsre Säcke in dem Kofferraum abgaben.
Bett ist ja nun auf keinen Fall richtig. Einzelne jener Betten waren von dem Muster unsrer Bäckerbetten, also Hängematten aus Segelleinen, die in einem Scherengestell aufgespannt waren. Wir aber bekamen bessere Betten. Das waren Drahtmatratzen, die durchgelegen waren, so daß man immer in einer Höhle lag, wo man so zusammengepreßt war, daß man kaum atmen konnte. Die Unterlage war so dünn und zerschlissen, daß man den Draht fühlte, und da man ja nicht viel Fleisch am Körper hatte, kerbte sich der Draht in die Knochen. Und das war ein recht angenehmes Gefühl. Diese Betten könnten in einer Folterkammer gute Dienste leisten.
Da war ein weißüberzogenes Kopfkissen und ein weißes Leinenlaken in jedem Bett. Aber da diese weiße Leinenwäsche nur jede Woche oder alle drei Wochen gewechselt wurde, während der Bettgast jeden Tag wechselte, so waren die Sachen eigentlich nicht weiß, sondern fettig, fleckig und streifig. Außerdem gehörte zu jedem Bett eine Decke, die sicher nie gewaschen und nie geklopft wurde. Es wurde nicht gelaust, und niemand wurde untersucht, ob er krank sei. Wer sein Bett bezahlte, durfte darin schlafen, ob er von den Läusen bald aufgefressen wurde, ob er Syphilis, Tuberkulose, Malaria, Leprose, Krätze, schwarze Pocken oder sonst etwas hatte.
Die Schlafräume lagen zu ebener Erde. Türen hatten sie nicht, oder es waren nur noch die Reste ehemaliger Türen vorhanden. Man trat vom Hofe unmittelbar in den Schlafraum. Jeder Schlafraum hatte sechs bis acht Betten. Die Betten standen kreuz und quer im Raum, gerade wie sie am besten Platz fanden. Ein Raum lag neben dem andern, so daß die Räume eine lange Reihe bildeten. Am Ende der Reihe schloß sich im rechten Winkel wieder eine Reihe an und an diese wieder eine Reihe, so daß also der ganze viereckige Hof mit Schlafräumen eingezäunt war. Die Vorderfront bildete ein großes zweistöckiges gemauertes Haus mit der stolzen Inschrift „Continental-Hotel. – Bäder zu jeder Tages- und Nachtzeit“. Hier in diesem Vordergebäude waren die Zimmer für einen Peso; in jedem Raume standen zwei Betten. Diese Betten hatten Moskitonetze, während die billigen keine hatten.
Viel wert waren die Netze nicht, weil sie große Löcher hatten. Außerdem war in dem Gewebe der Atem von Tausenden von verschiedenen Menschen aufbewahrt.
Bäder konnte man in der Tat zu jeder Nachtzeit bekommen. Es waren Brausebäder, und jedes Bad kostete fünfundzwanzig Centavos. Dafür bekam man Seife und Handtuch und einen Bastwisch zum Abreiben dazu geliefert. In diesen Baderäumen wimmelte es von riesengroßen Schaben. An der Wasserrohrleitung war kein Hahn, den man einstellen konnte, so daß das Wasser laufen konnte. Man hatte eine Kette zu ergreifen und an der zu ziehen. Beim Baden konnte man also nur immer eine Hand zum Waschen gebrauchen, während man mit der andern an der Kette ziehen mußte. Wusch und seifte man sich mit beiden, so mußte man die Kette loslassen und das Wasser hörte auf zu laufen. Das wurde getan, um Wasser zu sparen; denn Wasser ist hier ein kostbarer Artikel.
In den billigen Schlafräumen gab es alles erdenkliche Ungeziefer und alle möglichen Insekten der Tropen, alles natürlich in tropischen Ausmaßen, nur die Moskitos waren klein. Die großen widerlichen Schaben liefen in den Betten umher und an den Wänden auf und ab, als ob ihnen die Räume gehörten.
Die Reihen der billigen Schlafräume waren alle aus dünnen Brettern erbaut, die halb zerfault waren. Die Dächer waren aus Wellblech und bei manchen Räumen aus Pappe. Ob sie aber aus Blech oder aus Pappe waren, alle leckten, wenn es regnete, so fürchterlich, daß an ein Schlafen nicht zu denken war.
Die Gäste alle rauchten. Und da es ja nicht ihr Haus war, so flogen die ganze Nacht hindurch die glühenden Zigarettenstummel und brennenden Zündhölzer in den Räumen herum. Die Zündhölzer hier sind aus Wachs und brennen schön weiter, wenn man sie weggeworfen hat. Aber trotzdem sind Feuer sehr selten. Wenn sie ausbrechen, brennt alles nieder, weil die Feuerwehr zwar die modernsten Löschmaschinen besitzt und sehr gut gedrillt ist, aber kein Wasser hat. Nur gerade so viel Wasser, wie in den fahrbaren Maschinen mitgeführt wird.
Die Fußböden waren alle zertreten und morsch und faul. Ratten und Mäuse hatten ideale Heime und trugen die Beulenpest umher.
Die billigen Schlafräume waren immer voll besetzt, die teuren für einen Peso standen zur Hälfte immer leer.
Wir kamen, gaben einen Namen an, der eingeschrieben wurde, und erhielten unsre Raum- und unsre Bettnummer. Dann legten wir uns schlafen, nachdem wir ein Brausebad genommen hatten.
Gegen acht Uhr abends standen wir auf und gingen wieder in die Stadt. Das Bett gehörte uns noch für die kommende Nacht, und wir brauchten nicht noch einmal dafür zu bezahlen.
Bedürfnisanstalten gibt es hier nicht, dafür müssen alle Wirtschaften, die darauf eingerichtet sind, jedem, auch wenn er nichts verzehrt, die Benutzung gestatten. Aber manche Wirtschaften haben selbst keine Einrichtung dafür, weil sie keinen überflüssigen Raum haben. Dann muß sogar der Besitzer in ein Nachbarrestaurant gehen.
Das war der Grund, daß ich in eine Bar kam. Ein Riese von einem Mann stand an dem Büfett und trank Tequila. Er hatte hohe Reitstiefel an mit Sporen. Sein Gesicht war sehr roh, und er trug einen mächtigen Hindenburgbart.
„Hallo!“ rief er, als ich wieder hinausgehen wollte. „Suchen Sie Arbeit?“
„Ja. Was für welche? Wo?“
„Baumwolle pflücken. In Concordia. Mr. G. Mason. Zahlt den üblichen Pflückerlohn. Bahnstation. Kostet drei Pesos sechzig.“
„Sind Sie beauftragt, Leute anzunehmen?“
„Natürlich, sonst würde ich es Ihnen doch nicht sagen.“
„Gut, geben Sie mir einen Zettel.“
Er ließ sich ein Stück Papier von dem Wirt geben, nahm ein Bleistiftstümmelchen aus seiner Hemdtasche und schrieb den Zettel aus.
Ich las den Zettel: Mr. G. Mason, Concordia. Dieser Mann kommt zum Pflücken. L. Wood.
Als ich später Osuna traf und ihn fragte, sagte er mir, daß er nicht mitkäme. Am nächsten Morgen fuhr ich ab.
Ich kam an und fand Mr. Mason. Auf dem Felde waren viele Pflücker tätig, und die Arbeit hatte schon tüchtig angefangen.
Als Mr. Mason meinen Zettel sah, sagte er: „Mr. L. Wood? Kenne ich nicht. Hat keinen Auftrag von mir, Pflücker anzunehmen. Kann gar keine brauchen. Habe genug.“
„Sie sind doch Mr. G. Mason?“ fragte ich.
„Nein, ich bin W. Mason.“
„Wohnt hier in der Nähe ein Mr. G. Mason?“ fragte ich.
„Nein“, antwortete der Farmer.
„Dann sind Sie doch damit gemeint“, sagte ich. „Das mit dem G. ist dann nur ein kleiner Irrtum. Sie pflücken doch. Wie kann denn Mr. Wood oder ganz gleich wie er heißt wissen, daß hier ein Mr. Mason wohnt, der Baumwolle baut und jetzt gerade mit dem Pflücken beginnt?“
Der Farmer machte ein unbestimmtes Gesicht und sagte dann: „Das weiß ich auch nicht. Jedenfalls kenne ich keinen Mann namens Wood, und mein Vorname ist nicht G., sondern W.“
„Schöne Sache,“ sagte ich, „einem so das Geld aus der Tasche zu lotsen für die Eisenbahnfahrt, wenn man schon so gut wie nichts hat. Ich will Ihnen etwas sagen, Mr. Mason, etwas stimmt hier nicht, und es ist an dieser Stelle hier schwer herauszukriegen, wer der verfluchte Gauner ist, der einen um seine Zeit und sein Geld betrügt.“
„Wenn Sie wollen, können Sie ja hier anfangen zu pflücken,“ lenkte Mr. Mason nun ein, „aber Sie kommen nicht aufs Geld. Ich habe nur Eingeborene zum Pflücken, und die tun es billig. Sie können auch hier nirgends wohnen.“
„Verstehe auch ohne Hörrohr, was los ist“, sagte ich.
„Haben Sie schon einmal als Zimmermann gearbeitet?“ fragte nun Mr. Mason.
„Ja, das habe ich, ich bin ein geübter Zimmermann.“
Wenn man hier nicht verhungern will, muß man alles sein können, auch wenn man nie eine Axt oder ein Zieheisen in der Hand gehabt hat. Ich jedenfalls hatte keine blasse Ahnung von der Zimmerei. Aber ich dachte, wenn ich erst einmal vor der Arbeit stehe und mir eine Axt gegeben wird, dann geht das übrige schon von selbst. Es kann jemand in England oder in Frankreich oder in Deutschland vier oder fünf Jahre Buchbinder oder Gelbgießer oder sonst was gelernt haben und ein Meister in seinem Fache sein. Das ist hier gar nichts wert, weil selten oder nie ein Buchbinder oder Gelbgießer verlangt wird. Wer bei seinem Handwerk bleiben will wie der Schuster beim Leisten, der bekommt hier nicht einmal verschimmeltes Brot in den Magen. Heute ein Auto reparieren, morgen einen guten Maurer machen, übermorgen Stiefel besohlen, die folgende Woche ein Bohnenfeld pflügen, dann Tomaten in Blechbüchsen konservieren und verlöten, hierauf Werkzeuge schmieden und Drillmaschinen in Ordnung bringen in den Ölfeldern, dann ein Kanu, mit Papayas gefüllt bis zum Sinken, über Stromschnellen und Sandbänke, zwischen Alligatorenherden und durch undurchdringliches Dornengestrüpp tagereisenweit die Flüsse hinunterpaddeln, wenn man das nicht alles nebenbei kann, ist das so mühevoll gelernte Handwerk und das lange Studium des Ingenieurs oder des Arztes nicht so viel wert, daß man sich fünfzig Centavos für ein chinesisches Mittagessen verdienen kann.
„Wenn Sie Zimmermann sind, kann ich Ihnen Arbeit besorgen“, erläuterte Mr. Mason. „Da baut ein Farmer ein neues Haus, und er wird nicht gut damit fertig, weil er nichts von Holzarbeit versteht. Ich gebe Ihnen einen Zettel mit. Es ist nur eine Stunde von der Bahnstation entfernt.“
Ich bin alt genug und lange genug aus den Windeln, um zu wissen, daß niemand einen Zimmermann brauchte, und daß Mr. Mason nur nach einer Gelegenheit suchte, mich recht rasch loszuwerden, damit ich nicht etwa das Reisegeld von ihm verlange. Denn es war kein Zweifel, daß er den Mr. Wood beauftragt hatte, sich nach Pflückern umzusehen. Inzwischen aber hatte er indianische Pflücker angeworben, die es billiger machten, weil sie von Frijoles und Tortillas leben konnten. Das ist der Trick, den sie mit den Arbeitslosen spielen. Überall wird angeworben, weil sie nicht wissen, wer kommt und wer nicht kommt. Überallhin, wo sie einen Bekannten haben, schreiben sie Briefe, daß sie Pflücker brauchen, und von überallher finden sich immer wieder Gutgläubige und Verhungernde, die den letzten Peso für die Bahnfahrt wagen. Der Farmer hat dann die Auswahl, sich die billigsten auszusuchen und den Pflückerlohn zu pressen, weil der arme Teufel nicht mehr fort kann; er muß pflücken und wenn ihm nur drei Centavos für das Kilo geboten werden. Es war zwecklos, sich mit dem Manne lange herumzustreiten. Die einzige Abrechnung wäre gewesen, ihm ein paar in die Fresse zu hauen. Aber er hatte den Revolver in der hinteren Tasche, und Fausthiebe, auch wenn sie noch so gut gezielt sind, bleiben gegen Revolverkugeln zu sehr im Nachteil, als daß es sich lohnte, es mit der nackten Faust gegen nickelplattierte Bleikerne aufzunehmen.
Zur Station mußte ich sowieso zurück. Da konnte ich ja gut bei jenem Farmer einmal vorsprechen. Es war aber schon so, wie ich vermutet hatte. Der Farmer brauchte keinen Zimmermann, er war selbst Zimmermann genug, um mit drei Peons sein Haus wunderschön und dauerhaft aufzubauen. Immerhin, die Nachfrage nach Arbeit brachte mir ein gutes Essen ein. Und der Farmer bestätigte mir auch, daß Mr. Mason ein ganz niederträchtiger Lump sei und jedes Jahr diesen Trick mit der Anwerbung von Pflückern vollführe, um durch die arbeitsuchenden weißen Arbeiter noch mehr auf die Pflückerlöhne der Indianer zu pressen. Denn diese armen Teufel, die kaum eine andre Einnahme an Geld das ganze Jahr hindurch haben, werden ganz klein und duldsam gegenüber den Lohnpressungen, wenn sie selbst Weiße um diese Arbeit betteln gehen sehen.