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Deutsche Humoristen, 2. Band (von 8) cover

Deutsche Humoristen, 2. Band (von 8)

Chapter 15: J. H. D. Zschokke: Die Nacht in Brczwezmcisl.
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About This Book

A witty episodic tale follows a travelling portrait painter who markets ready-made likenesses and adapts features to suit buyers, arranging appearances rather than long sittings. As he hastens to rejoin his wife he confronts a pest quarantine, a rival practitioner, and a chain of comic mishaps involving impeded travel, local gossip, and eccentric inventions. The narrative combines satirical observations about artistic commerce and social vanity with lively characterization, humorous incident, and a fond taste for the strange and fantastical.

J. H. D. Zschokke:
Die Nacht in Brczwezmcisl.

Johann Heinrich Daniel Zschokke wurde am 22. März 1771 als Sohn eines wohlhabenden Tuchmachers in Magdeburg geboren, ging nach kurzer Hauslehrer- und Theater-Tätigkeit und nach dem Besuch der Universität Frankfurt a. O. 1796 nach der Schweiz, wo er bald ein zweites Vaterland fand. Die wechselvollen politischen Umbildungen der damaligen Zeit stellten ihm, der von gemeinnützigem Sinne beseelt war, mannigfache bedeutende Aufgaben, denen er sich mit größtem Eifer unterzog. Seine großen Verdienste um die Schweiz und namentlich um den Kanton Aargau, in dem er sich niedergelassen hatte, wurden durch Übertragung vieler Ämter und Würden an ihn geehrt. Nachdem er seine letzten Lebensjahre den stets mit Eifer betriebenen schriftstellerischen Arbeiten gewidmet hatte, starb er am 27. Juni 1848 auf seinem Landsitz Blumenhalde an der Aar.

Zschokke ist ein Volksschriftsteller ersten Ranges: klar, gediegen, von energischem und lebendigem Vortrag. »Die Abenteuer der Neujahrsnacht«, »Addrich im Moos«, »Die Branntweinpest«, »Das Goldmacherdorf« sind einige seiner bekanntesten Erzählungen, neben denen eine große Zahl volkstümlicher Geschichtswerke und die bekannten »Stunden der Andacht« stehen. Auch durch Herausgabe allgemeinverständlicher Zeitschriften (namentlich des trefflichen »Schweizerboten«) hat sich Zschokke verdient gemacht. Daß er bei der von ihm entwickelten gemeinnützigen Tätigkeit großen Stils auch durch seine Dichtungen wirken wollte, kann nicht wunder nehmen; tatsächlich haben auch nicht nur die beiden letzten der obengenannten Erzählungen tiefgreifenden Einfluß geübt. Aber er moralisiert nicht nur. Wenn er ernste Mahnungen geben will, wie das häufig geschieht, weiß er sie dem Leser freundlich ans Herz zu legen, und er ist der Erzählung schwankhafter Ereignisse, wie »Die Nacht in Brczwezmcisl« zeigt, durchaus nicht abgeneigt.

E. S.