Als ich ankam, war die erwähnte Gesellschaft im Salon versammelt und wartete mit fast ängstlicher Spannung auf das Erscheinen des Mannes, der uns heute unterhalten und belehren sollte. Zunächst schien es, als stehe uns eine Enttäuschung bevor. Er hatte versprochen, vor halb 8 Uhr zu kommen, diese Zeit war vorbei und er noch nicht da. Als es aber auf der Uhr der Eustachiuskirche Halb schlug, verkündete die Hausglocke seine Ankunft.
Er war von großer, anmutiger Figur und sichtlich von Geburt ein Ire, hatte aber sonst nichts Auffälliges an sich. Er weigerte sich zunächst, uns seinen Namen zu nennen: »Wenn ich unbekannt bleibe, werde ich nicht als Wundertier angestaunt, das heißt mit anderen Worten, nicht von Leuten, die ihre krankhaft zudringliche Neugier befriedigen wollen, belästigt werden – von Leuten, die auf der Jagd nach Mirakeln sind, anstatt Künste und Wissenschaften zu studieren und durch eine eingehende Beschäftigung mit philosophischen Wahrheiten und den verborgenen Geheimnissen der Natur ihre Kenntnisse zu bereichern.«
Er war sehr höflich und gebildet, begann sofort unbefangen ein Gespräch und schien selbst von dem Cercle, den er hielt, so befriedigt, daß er bald alle Zurückhaltung aufgab, lachte und scherzte. Schließlich teilte er uns auch seinen Namen mit – allerdings unter dem Siegel der strengsten Verschwiegenheit: Nibchi Vatterale – ein merkwürdiger Name! Dann schlug er vor, in das Nebenzimmer zu gehen. Dort stellte er je sechs Stühle in einer Reihe auf, im ganzen achtzehn, also drei Reihen, die zusammen ein Dreieck bildeten. Darauf bedeutete er dem Baron, daß seine Vorbereitungen erledigt seien, worauf der Baron sagte: »Herr Vatterale hat mir mitgeteilt, daß vor solch einer Sitzung alle Anwesenden unbedingt ihren leiblichen Organismus stärken müssen. Ich lade Sie daher ein, vor dem Beginn unserer Vorführungen an einem kleinen Souper teilzunehmen und –«
»Gestatten Sie einen Augenblick«, fiel Mr. Vatterale höflich ein, »es ist das nämlich eine Gewohnheit von mir und geschieht zu dem Zweck, um alle üblen Folgen zu vermeiden, die aus einer zu starken Erregung des Nervensystems hervorgehen könnten.«
»Dann, meine Damen und Herren, bitte ich Sie mir zu folgen«, rief der Baron, reichte seiner Gemahlin den Arm und führte uns in sein prächtiges Speisezimmer.
Nach dem Souper kehrten wir wieder in das Nebenzimmer zurück und ließen uns auf den im Dreieck aufgestellten Stühlen nieder, wobei die Damen, sechs an der Zahl, die westliche Seite einnahmen. Nun stellte Vatterale in den freien Raum zwischen uns zwei Stühle einander gegenüber und zwei mit Damastsamt bedeckte Fußschemel nebeneinander in den einen Winkel des Dreiecks. Dann verschloß er alle Türen des Zimmers und band die Schlüssel mit einem scharlachfarbenen Band zusammen, dessen Ende er an einem der Glasprismen befestigte, die von dem großen Gasluster in der Mitte des Zimmers gerade über unseren Sitzen herunterhingen. Die sieben Flammen dieses Lusters brannten sämtlich und das Zimmer war in allen seinen Teilen so hell erleuchtet wie bei Sonnenschein. Die beiden Fenster in der nördlichen Wand waren verhängt und fest geschlossen. Ich wiederhole noch einmal, daß die sieben Gasflammen während des ganzen Abends brannten – außer wenn sie ohne Hilfe menschlicher Hände ausgelöscht wurden. Sie wurden übrigens jedesmal, wenn sie auf solche Weise erloschen, sofort wieder angezündet.
Nachdem Vatterale die Schlüssel auf die erwähnte Art gesichert hatte, untersuchte er die beiden Fenster auf das genaueste, machte sie unten fest – das heißt die unteren Scheiben (es waren nämlich sogenannte Guillotine- oder Schiebefenster), während er eine der oberen herunterließ, dann die Fensterläden öffnete und befestigte. Ich bemerke noch, daß er selbst natürlich niemals vorher in diesem Raum und überhaupt nicht in dieser Wohnung gewesen war und daher über deren Anlage und Einrichtung nicht orientiert sein konnte. Trotzdem bat er jetzt den Baron, einem Diener zu läuten, und befahl diesem durch die geschlossene Tür, ein Sofa aus dem unmittelbar über uns befindlichen Zimmer in das dunkle Schlafzimmer im dritten Stock zu bringen, da es an seinem gegenwärtigen Standort die vorzunehmenden Experimente beeinflussen könnte.
Dies überraschte uns natürlich alle, besonders den Baron, der Vatterale anstarrte, wie wenn er von den Toten auferstanden sei, denn dies wäre kaum erstaunlicher gewesen. Er bestätigte, daß die beiden genannten Zimmer tatsächlich existierten; wie jedoch Vatterale zu solcher Kenntnis gekommen war, erschien durchaus rätselhaft, denn er hatte uns keinen Augenblick verlassen und mit der Dienerschaft kein Wort über die Wohnung gesprochen.
Wir hatten uns von unserer Überraschung noch nicht erholt, als wir schon wieder merkten, daß wir es mit einem außergewöhnlichen Menschen zu tun hatten, denn er wandte sich an mich und bat mich, ihm eine kleine Metallmünze zu leihen, die ich etwa zehn Minuten bevor er – Vatterale – das Haus betreten, von einem Freunde erhalten hatte. Ich gab Vatterale die Münze, er steckte sie in die Tasche, nahm eine Reihe elfenbeinerner Täfelchen, schrieb etwas darauf und überreichte sie dann einer älteren Dame, der Marquise de Fronde, einer Milchschwester des Barons. Das Geschriebene enthielt eine Frage, die so seltsam war, daß die alte Dame sie sogleich laut vorlas: »Will die Frau Marquise die Güte haben, sich in den Alkoven zurückzuziehen und die Metallplatten an den Sohlen und Absätzen ihrer Schuhe zu entfernen, sodann die Kupfer- und Zinkplatten zu trennen, die Platten des gleichen Metalls zusammenzulegen und sie wieder an ihren Schuhen anzubringen?« Die Marquise fiel vor Verwunderung fast in Ohnmacht, denn kein Mensch wußte, wie sie behauptete, daß sie tatsächlich solche Platten trug, und zwar schon seit etwa zehn Jahren, weil sie elektrische Ströme erzeugten und diese wohltätigen Einfluß auf ihre Nerven übten. Sie zog sich zurück und zeigte uns dann nach einer Minute die Platten, die genau so waren, wie sie Vatterale beschrieben hatte. Nachdem sie sich abermals für eine Weile entfernt hatte und die Platten wiederum in der gewünschten Weise befestigt waren, kehrte sie auf ihren Platz zurück. Nun brachte Vatterale einen kleinen Mantelsack, den er schon beim Betreten des Hauses in der Hand getragen hatte, herbei und entnahm ihm drei kleine Rollen Draht, ferner eine große Saucière aus sehr dickem Porzellan, eine Phiole mit einer farblosen Flüssigkeit, eine Schachtel mit Kleister und endlich zwei große völlig leere Flaschen mit so dünnen Wänden, daß man hindurchsehen konnte. Sie waren offenbar aus dem feinsten Kristallglas hergestellt. Schließlich entnahm er dem Sack noch etwas, was wie drei Papierrollen aussah, von denen die eine sehr umfangreich, die beiden anderen ziemlich klein zu sein schienen. Er entrollte die größere und breitete sie am Boden aus. Sie hatte etwa drei Fuß im Durchmesser und war mit allen möglichen Farben und seltsamen Figuren bemalt. Der Mittelpunkt dieses Blattes lag jetzt genau im Mittelpunkt des Dreiecks und somit genau unter dem Kronleuchter. »Das symbolische Bild des Universums«, erklärte er. Darauf stellte er die Saucière in die Mitte der symbolischen Karte, wenn man es so nennen will. Dann spannte er den Draht hinter den Köpfen der Herren der einen Reihe aus und befestigte ihn an den beiden anderen Drähten, die er vor den zwei anderen Seiten des menschlichen Dreiecks gezogen hatte. Der Draht, den wir mit der einen Hand hielten, während wir mit der andern die des Nachbars faßten, war auf der Seite der Damen aus gewöhnlichem versilberten Eisen, auf der unserigen aus vergoldetem Stahl und auf der dritten noch übrigen aus massivem Golde, das mit Seide umsponnen war. Die Damen hielten den Draht mit der linken Hand, die Herren dagegen mit der rechten. Nun schüttete Nibchi die Hälfte des Kleisters und die farblose Flüssigkeit in die Saucière und zündete das Ganze an. Es brannte mit heller, bläulicher Flamme, wobei sich ein eigentümlicher, jedoch nicht unangenehmer Geruch im ganzen Zimmer verbreitete.
Während dieses Verbrennungsprozesses saß der Experimentator auf seinem Stuhle und starrte angestrengt nach dem offenen Fenster, während wir übrigen fröhlich plauderten und uns verwundert fragten, was wohl alle diese seltsamen Vorbereitungen bedeuten sollten.
Ich sagte, wir plauderten fröhlich, muß aber dabei eine Person ausnehmen und das war – ich selbst, denn es war mir unmöglich, mich mit der Unbefangenheit der anderen an der Unterhaltung zu beteiligen. Ich hatte die schrecklichen Ereignisse dieses Tages noch nicht vergessen und auf meinem Gemüt lastete ein Alp. Der »Geist Ravalettes« schien unsichtbar über mir zu schweben und ich glaubte, seine Gegenwart deutlich zu fühlen. Die Vorfälle in Belleville drängten sich immer wieder vor mein geistiges Auge: die Wette mit dem Gärtner, das Weib am Schlagbaum und dann die grauenvolle Szene in der Rue Michel le Compte, die unzweifelhaft auf der Guillotine mit dem Tode D'Emprats ihr Ende finden sollte, endlich die überirdischen Mittel, durch die sein Verbrechen – der schreckliche Mord vor 37 Jahren – ans Licht gebracht wurde; dies alles bedrückte mich so, daß ich für die augenblicklichen Vorgänge wenig Interesse übrig hatte. Tatsächlich achtete ich auch wenig auf Nibchi und seine Tricks, die ich, als ich seine Vorbereitungen sah, nicht nur verachtete, sondern ohne weiteres in das Gebiet der Gaukelei verwies, wenn auch manches daran merkwürdig und überraschend sein mochte.
Man wird gleich sehen, auf wie schreckliche Weise ich gewahr werden sollte, daß ich den Mann vor uns so falsch eingeschätzt hatte.
Seine Geschicklichkeit in der Entdeckung der Münze, des Sofas und der Platten konnte mich nicht überraschen, denn ich erinnerte mich an Kaspar Hauser und andere dieser Art, die durch einen »magnetischen Sinn« die Gegenwart von Metallen feststellen konnten. Auch seine Beschreibung des Schlafzimmers im dritten Stock war sehr einfach zu erklären, da fast alle alten Häuser solche Zimmer im dritten Stock haben und sein Scharfsinn ihn leicht die nötigen Schlüsse ziehen ließ. So konnte ich, dem die Taten des mystischen Ravalette noch frisch im Gedächtnis hafteten, kein sonderliches Interesse für die Spielereien aus der niederen Magie haben, die der Hexenmeister vor uns, wie ich überzeugt war, gleich vorführen würde.
Plötzlich stand der Mann, an dem ich soeben innerlich eine so vernichtende Kritik geübt hatte, von seinem Stuhle auf, warf das Haupt zurück, so daß seine langen, wallenden Locken auf die Schultern fielen und murmelte zwischen den Zähnen, wie wenn ihm das Hervorbringen der Worte den größten Schmerz bereitete: »Er kommt!« Dabei sahen wir, daß sein Gesicht, das für gewöhnlich von einem schmutzigen Gelb war, plötzlich eine aschgraue Färbung annahm, während seine Augen Funken sprühten. Gleichzeitig legte er seine rechte Hand auf die linke Brustseite. Es schien, als wollte er eine plötzlich aufsteigende Angst unterdrücken, dann rief er zu uns gewandt: »Sehen Sie scharf hin! Seien Sie stark! Seien Sie furchtlos! Geben Sie acht! Wenn Sie eine gräßliche Gefahr vermeiden wollen, so rühren Sie sich nicht von Ihren Sitzen! Halten Sie die Schnur und fassen Sie sich an den Händen, sprechen Sie, was Sie wollen, aber bewegen Sie sich keinen Zoll von Ihren Plätzen, geschehe, was da wolle! Es wird sich etwas Überraschendes ereignen!«
Wir erklärten unsere Zustimmung und einige aus der Gesellschaft begannen sogar über seine Zauberei zu scherzen, als wir plötzlich alle von unseren Sitzen aufsprangen, aber sofort durch einen zornigen Blick und eine herrisch befehlende Geste seiner Rechten zurückgewiesen wurden. Unser gleichzeitiges Aufstehen war durch einen gellenden Schrei verursacht worden, der nicht, wie man vermuten könnte, von einer Frau, sondern von einem Herrn namens Theodor Dwight, einem Amerikaner aus Philadelphia, der zurzeit in Paris wohnte, ausgestoßen worden war.
Er ist, wie alle, die ihn kennen, bestätigen werden, durchaus kein schwacher, hysterischer, nervöser Mensch, und man dürfte auf der ganzen Welt kaum einen Mann finden, dem diese Eigenschaften weniger zu eigen sind als ihm.
Der Schrei, der von seinen Lippen kam, schien von Entsetzen und Todesangst eingegeben, wie ihn wohl ein Verdammter in der Hölle ausstoßen mag. Es war in der Tat ein Anfall von schrecklicher, tödlicher Furcht. Alle Augen wandten sich nach ihm. Er war leichenblaß – ein Bild des Todes, seine Augen quollen aus den Höhlen und er zitterte am ganzen Körper. Er war durchaus unfähig, den Grund seines Schreckens anzugeben, aber sein Blick hing mit dem Ausdruck unaussprechlichen Entsetzens an der Saucière am Boden. Instinktiv sahen auch wir hin, ausgenommen Vatterale, der noch immer auf das offene Fenster starrte. Welch ein Anblick bot sich uns! Die Saucière war noch da, die zwei kleinen Papierrollen aber waren verschwunden! Sie waren weg und statt ihrer sahen wir deutlich – denn erinnern Sie sich wohl, gerade über unseren Köpfen erstrahlten sieben Gasflammen im hellsten Lichte! – sahen mit eigenen Augen, ich wiederhole: mit unseren physischen, körperlichen Augen, drei schreckliche Wesen, die etwa wie ungeheure Skorpione aussahen, nur daß sie statt der Klauen Arme und Hände hatten! Und zwar genau die Arme und Hände eines neugeborenen Negerkindes. Diese scheußlichen Dinger, denn ich wage nicht, Gott damit zu lästern, daß ich sie Kreaturen nenne, waren am Rücken etwa fünf Zoll breit bei achtzehn Zoll Länge und von dunkelroter Farbe, die mit purpurnen, grünen und gelben Streifen und Flecken durchsetzt war. Außerdem waren sie vollständig mit Schuppen bedeckt, ähnlich wie ein Gürteltier. Stellen Sie sich, wenn Sie können, zwei Taranteln oder eine Spinne von dieser Größe vor, die sich auf zwölf Beinen von je 16–18 Zoll Länge fortbewegten und dabei mit ihren zwei je 18 Zoll langen Armen und Händen herumtasten, die drei Viertel der gesamten Körpergröße ausmachten, dann haben Sie ein einigermaßen richtiges Bild dieser grausigen, häßlichen Ungeheuer, die da um die Saucière auf dem Boden herumkrochen oder vielmehr stelzten.
Das eine der ekelhaften Wesen hatte vier große hervorquellende Augen, ähnlich denen eines indischen Riesenfrosches; sie funkelten – und und ich glaube, kein Feuerfunke hätte heller leuchten können – sie funkelten, sage ich, in einer geradezu infernalischen Röte, denn mit jedem Blick schienen sie das gesammelte Gift einer Meduse zu entsenden. Unter ihrem schrecklichen Bann saßen wir alle unbeweglich vor Furcht.
Wie groß unser Entsetzen gewesen wäre, wenn die Ungeheuer es sich hätten einfallen lassen, auf uns loszugehen, wage ich mir nicht vorzustellen, sie bewegten sich jedoch immer nur auf der gleichen Spur rund um die Saucière auf dem Boden. Wir fühlten und wußten, daß es wirkliche lebende Wesen waren, nicht nur eine optische Täuschung oder irgend eine auf mesmerische oder andere Weise erzeugte Vorspiegelung. Diese Ansicht wurde noch auf handgreifliche Weise dadurch bestätigt, daß sie, als sie so dämonisch-feierlich auf dem Mittelpunkt der symbolischen Karte umherwandelten, auf dieser einen Streifen von Ichor oder Eiter – grünlichem, geronnenem Eiter – hinterließen. Tropfen davon fielen auf den Teppich, auf dem die Karte lag. Einige Monate später unterhielten wir uns brieflich über die Ereignisse dieser Nacht und der Baron schrieb mir, daß kein einziges chemisches Mittel die Flecken auf dem Teppich zu entfernen vermöchte, obwohl hunderte der verschiedensten Chemikalien verwendet worden waren. Das war aber noch nicht alles, denn bei einem ihrer Rundgänge verließ eines der beiden Scheusale die Karte ein wenig und streifte den Fuß des Barons, worauf es eine stinkende Flüssigkeit ausspritzte, von der etwas auf seinen Schuh fiel; und an der betreffenden Stelle wurde das Leder geschwärzt, wie wenn es mit einem glühenden Eisen berührt worden wäre.
»Redet mir daher nicht mehr von Gaukelei! Redet mir nicht von optischer Täuschung oder betrügerischen Vorspiegelungen angesichts solcher Tatsachen!« schrieb mir der Baron, »das sind greifbare Beweise, die jeden Widerspruch verstummen machen. Sie wurden in jener Nacht verursacht, und sie sind noch jetzt da. Und wenn ich auch rufe: »Fort, verfluchte Flecken!« so bleiben sie trotzdem als Zeugen lebender, seltsamer, unwiderleglicher Tatsachen!«
»Aber warum sprangt Ihr unter solchen Umständen nicht einfach alle auf und verließt das Zimmer?« das ist eine ganz natürliche und vielleicht nicht einmal unvernünftige Frage, die man mir hier nicht mit Unrecht entgegenhalten könnte. Ich erwidere darauf: aus mehreren Gründen, von denen ich einige nennen will. Zunächst waren alle Türen fest verschlossen und obwohl wir gesehen hatten, daß Nibchi auf einen Stuhl stieg und die Schlüssel mit dem erwähnten Bande an dem Kronleuchter befestigte, sahen wir, als wir nachher hinblickten, daß sie ebenso wie die Papierrollen verschwunden waren. Zweitens waren die Fenster unten geschlossen und außerdem lagen sie in ziemlicher Höhe – mindestens 15 Fuß – über dem Boden; durch sie zu flüchten kam gar nicht in Frage; im übrigen dachten wir auch nicht an diese Möglichkeit. Drittens stand vor unserem Gedächtnis die ernste und feierliche Ermahnung Vatterales, daß uns, wenn wir uns nicht bewegten, nichts Schlimmes zustoßen werde, wenn wir auch erschrecken würden.
Außerdem hätten wir das Zimmer nicht verlassen können, auch wenn alle Türen offen gewesen wären. Haben Sie nie von der faszinierenden Macht der Gefahr gehört? Nun, wir befanden uns damals in ihrem Bann. Wir waren an jenen Platz gebunden, gefesselt, festgenagelt von einer Gewalt, die man nie verachten sollte, denn wenn sie einmal ihr Opfer festhält, ist sie erbarmungslos, grausam und unnachgiebig. Wir fühlten, daß jede Bewegung die Möglichkeit einer unbekannten, unerwarteten Gefahr heraufbeschwören würde. Alle waren von Schrecken gelähmt. Eine Bewegung hätte unser Entsetzen noch um das Zehnfache gesteigert! Wir hatten bei dem ganzen Vorgang ein Gefühl, wie das des Inders, der aus seinem Mittagsschlummer aufgeschreckt die feuchten Windungen der Kobra langsam unter seinem Gewand auf dem nackten Körper kriechen fühlt, und weiß, daß, während sein Herzschlag stockt, sein Blut zu Eis erstarrt und große Tropfen kalten Schweißes aus jeder Pore hervorbrechen, jede Bewegung, jeder Atemzug, ja ein bloßes Zittern den unbedingten sicheren Tod bedeutet.
So war also das Gefühl, das die achtzehn Personen damals durchdrang, als die drei Scheusale langsam um die Saucière am Boden herumkrochen und uns mit ihren großen, hornigen, vorstehenden Augen ansahen, die fortwährend funkelten und blitzten und einen Ausdruck von geradezu teuflischer Bosheit hatten. Ich fürchte, daß die weiblichen Mitglieder der Gesellschaft sich nie mehr von dem Schrecken jener Nacht erholt haben. Sie fielen nicht in Ohnmacht und schrien nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, und zwar einfach aus dem Grunde nicht, weil die Spannung der Seele und der Nerven zu stark war, als daß auch nur für einen Augenblick jene Reaktion hätte eintreten können, die ein unbedingtes Erfordernis für die erwähnten Wirkungen ist.
Wahrscheinlich betrug die Zeit, die von dem Schrei unseres Freundes bis zum Verschwinden der drei Monstren verstrich, noch nicht einmal drei Minuten, aber wir erlebten in dieser kurzen Spanne Jahre des Entsetzens.
Tatsächlich wird ja die Zeit nicht nach den Schlägen der Uhr gemessen, sondern nach den Erregungen der Seele und dem Pochen des Herzens. Nach Verlauf der angegebenen kurzen Zeit erhob sich Nibchi, nahm ein kleines Körbchen aus seinem Mantelsack, ergriff dann furchtlos eines der drei Wesen nach dem andern, schlug ihnen sorgfältig die Beine übereinander und legte sie schließlich so in den Korb. Dann nahm er die zwei Kristallflaschen, legte sie der Länge nach mit den Öffnungen gegeneinander auf die Karte und ließ sich wieder auf seinen Stuhl nieder, ohne ein Wort über den Zweck dieser Manipulationen zu verlieren. – Und da begann es auf einmal dunkel zu werden. Die Gasflammen schienen weniger hell zu brennen. Binnen kurzem war der Raum finster, allerdings nicht vollständig, denn es war noch ein unbestimmtes Zwielicht da, eine Art bläulicher, halb mattrötlicher, nebliger Ausstrahlung, die gerade hinreichte, uns die einzelnen Dinge vag und undeutlich unterscheiden zu lassen.
»Rühren Sie sich nicht! Fürchten Sie sich nicht!« sprach da wieder die fette Stimme Vatterales, und bevor wir antworten konnten, trat ein Ereignis ein, das nur selten ein Mensch gesehen:
Kaum waren nämlich die Worte verklungen, als das Zimmer plötzlich hell beleuchtet schien, wie wenn die Luft selbst mit glänzendem Licht erfüllt wäre, und wir erkannten die beiden Flaschen ganz deutlich. Aus der einen kroch jetzt eine riesige Schlange und streckte sich, bis ihr Körper das dreifache des Volumens der beiden Flaschen hatte. Dann kam eine zweite, eine dritte und so fort, so daß schließlich nicht weniger als zwölf Schlangen dalagen. Als die letzte jedoch aus der einen Flasche hervorgekrochen war, zog sich die erste sogleich in die andere Flasche zurück und so verschwanden sie alle wieder der Reihe nach, wie sie gekommen waren.
»Ich will Ihnen jetzt beweisen, daß Sie nicht immer Ihren Sinnen trauen können,« sagte Vatterale, »und nicht immer für das bürgen können, was Sie gesehen haben,« und dabei stülpte er den Korb um und zerschlug die Flaschen. Sie waren sämtlich leer! Keine Spur von einer Schlange oder einem Skorpion war mehr vorhanden!
»Nun will ich Ihnen noch etwas Merkwürdiges zeigen. Rufen Sie, bitte, eine Magd und lassen Sie sie auf einem dieser Stühle Platz nehmen. Lassen Sie sie dann unter irgend einem Vorwand einen Strang Seide zum Abwickeln halten – nur, um ihre Aufmerksamkeit zu fesseln –, das ist alles. Aber,« setzte er mit großem Ernst hinzu, »was Sie auch sehen und hören werden, sprechen Sie kein einziges Wort!«
Wir stimmten zu und ein Strähn Seide wurde gebracht.
»Es wird genau 17 Minuten dauern, bis das Mädchen fertig ist«, sagte Nibchi, »und ich will Ihnen in der Zwischenzeit einen kleinen Betrug demonstrieren. Die Kreaturen, die Sie vorhin gesehen haben, sind wirklich, aber nicht von Dauer – es sind Schöpfungen des Willens, die untergehen, wenn die Macht zu wirken aufhört, die sie ins Leben gerufen hat. Zum Beweis dessen, sehen Sie dort hin!«
In der östlichen Ecke des Zimmers begann aus dem Boden ein heller Nebel aufzusteigen, der sich immer mehr verdichtete, bis schließlich eine Dampfwolke von etwa 3 Fuß Durchmesser in der Luft schwebte. Sie blieb etwa eine Minute lang so stehen, dann veränderte sie allmählich ihre Form und nach Verlauf von weiteren vier Minuten hatte sie die Gestalt eines Menschen angenommen – oder richtiger, der Karikatur eines Menschen!
Zuerst hatte die Gestalt nur nebelhafte Umrisse, die aber schnell klarer und bestimmter wurden, bis ein halbnacktes krummbeiniges, sperrfüßiges Ungeheuer vor uns stand. Es war nicht größer als drei Fuß, die Breite der Brust und des Bauches betrug nahezu ebenso viel, während die Beine nicht über acht Zoll maßen; die Arme dagegen waren so lang wie der ganze Körper. Der Kopf, der ohne Übergang eines Halses auf dem Rumpfe saß, war geradezu gigantisch und an ihm hing eine wirre Masse fadenförmiger Würmer bis auf den Boden herunter. Sein Mund war ein fürchterlicher roter Abgrund, der bis dahin reichte, wo sonst die Ohren zu sitzen pflegen, die ihm völlig fehlten. Ebenso war von Augen, Nase, Wangen, Kinn, Lippen und Stirne nichts zu sehen. Glauben Sie ja nicht, daß dies nur eine Erscheinung war, denn, obwohl aus Dampf entstanden, wurde es in fünf Minuten so fest wie Eisen, was es dadurch bewies, daß es schwer und gewichtig durch das Zimmer stampfte bis in die Mitte des freien Raumes zwischen unseren Stühlen, um dort stehen zu bleiben, leise hin und her schwankend, wie wenn sein Herz zu schwer wäre.
»Zeige, was du kannst,« befahl Vatterale. »Sogleich«, zischte es und ging auf einen Tisch zu, an dem es einige Minuten stehen blieb, worauf dieser sich zu drehen begann, sich nach allen Seiten neigte, sich schließlich in die Luft erhob und schwebte, genau wie man dergleichen in spiritistischen Sitzungen zu sehen pflegt.
»Nun, meine Damen und Herren, bitte ich genau so zu tun, als ob dies hier ein menschlicher Geist wäre, der darauf brennt, Nachrichten aus dem Jenseits zu bringen. Sie werden von den Ergebnissen überrascht sein. Sie haben schon gesehen, daß er ein ausgezeichneter Tischrücker ist, nun bitte ich Sie, auch seine geistigen und körperlichen Kräfte ebenso zu erproben; jetzt, wo ich Ihnen erlaube, das Schweigen, das für den ersten Teil dieses Versuches sehr wichtig war, zu brechen, haben Sie nichts mehr zu fürchten.«
Daraufhin baten mehrere von uns das Wesen um eine Äußerung und sogleich machte es Bewegungen, wie wenn es schreiben wollte. Wir legten ihm Bleistift und Papier vor, es ergriff den Stift mit seinen langen, klauenartigen Fingern und seine Hände flogen wie der Blitz über das Blatt. In zehn Sekunden war es fertig und bekundete dies, indem es dreimal mit der Faust schwer auf den Tisch schlug. Herr D… nahm das Papier an sich und las; es war eine der zärtlichsten Botschaften, die wohl je eine tote Mutter an ihren lebenden Sohn gerichtet hat, sogar die Handschrift war die seiner Mutter, auch der Name – Lucy – stimmte, auch verschiedene Eigentümlichkeiten im Ausdruck waren genau wiedergegeben. Herr D… erbleichte. »Ist es möglich, daß ich so schändlich betrogen wurde?« rief er erschüttert, denn er war ein überzeugter Anhänger des modernen Spiritualismus.
Das geisterartige Ding gab sodann noch mehrere gleich gut gelungene und überzeugende Proben seines Könnens, sowohl durch Schreiben, Tischrücken und -klopfen, wie auch durch Erscheinenlassen von Geisterhänden, -gesichtern, -blumen und anderen Gegenständen, von denen sich viele nicht nur durch ihre Seltenheit, sondern auch durch ihre hohe Schönheit auszeichneten. In weniger als fünf Minuten hatte das augenlose Monstrum dreizehn solcher Bilder ausgeführt, die man als glänzende Muster »magischer Kunst« betrachten konnte.
»Jetzt zu etwas anderem«, sagte Vatterale, und wandte sich an die Gestalt: »Du wirst dich jetzt unsichtbar machen und uns zeigen, was für ein Musiker du bist!« Dann bemerkte er zu uns: »Wirkliche Geister lieben das Licht, solche aber wie dieser da, arbeiten im Dunkeln ebenso gut, denn sie haben den Vorteil, daß sie in direkte Berührung mit materiellen Substanzen kommen können, was für wirkliche Geister sehr schwierig ist.«
Während seiner Worte war unsere Aufmerksamkeit von seinem Geschöpf abgelenkt – ich sage: »seinem« Geschöpf –, denn man darf nicht vergessen, daß die ganze Erscheinung lediglich eine Inkarnation seines bewußten Willens und nur durch einen Gedanken ins Leben gerufen worden war und wieder zum Verschwinden gebracht werden konnte. Freilich gibt es auch andere, die solche schöpferische Fähigkeit besitzen, aber diese Leute üben ihre Kraft entweder unfreiwillig durch mechanische Willensvorgänge aus, oder sie sind als Medien nur die Werkzeuge der »Larven«. Als Vatterale zu Ende gesprochen hatte, war der Geist verschwunden, d. h. für unseren Gesichtssinn, nicht aber für das Gehör, denn als er seine Hand leicht bewegte, ertönte sofort die zarteste süßeste und ergreifendste Musik, die je ein Mensch gehört hat. Sie schien überall zu ertönen, über uns, unter uns, um uns, bald hier, bald da, bald ganz nahe, bald in weiter Ferne; ich könnte sie nur mit einem feierlichen Requiem vergleichen, das von Engeln über der zerstörten körperlichen Form eines Gottes gesungen wurde. Die Töne klangen so erhaben und majestätisch und dabei so wehdurchzittert, daß sie lebhaft an das klagende
Huhm, meleagar, ma-looshe«
erinnerten, nur daß sie zehnmal tiefer waren und an Abgründe rührten, die jenes Lied nie hätte erreichen können.
Diese seltsame Musik konnte als Beweis für die Theorie des italienischen Grafen dienen, die er, wie erinnerlich, in der Séance vor Napoleon aufgestellt hatte, denn, wenn man einerseits zugäbe, daß sie von einem wirklich existierenden, selbständigen Lebewesen hervorgebracht wurde, konnte man anderseits nicht bestreiten, daß sie nur von einer hochentwickelten Seele erzeugt werden konnte, während jenes Wesen aber doch in der Skala der Organismen sehr niedrig stand. War dieses Wesen aber nun eine Schöpfung von Nibchis Willen, so erhellte daraus, daß es nur seine eigenen Gedanken ausdrückte, während es selbst für die Musik und ihre Bedeutung nicht das geringste Verständnis hatte.
Das Lied hörte auf und Vatterale bat den Grafen von M., das eine Ende eines Akkordions zu halten, während der Geist unsichtbar das andere halten und so spielen sollte. Der Graf tat es und hielt das Instrument mit dem Boden nach oben in Armeslänge von sich ab, und zwar gerade unter dem Luster. Und tatsächlich begann es in dieser Stellung zu spielen. Niemand war zu sehen und niemand war in der Nähe. Ebenso ging es dann mit anderen Instrumenten, wie Gitarre, Harfe und Klavier. Sodann wurde die ganze Vorstellung auf das Gebot Vatterales von dem Geist in sichtbarer Gestalt wiederholt.
Da verkündete uns ein Klopfen an der Tür, daß das gewünschte Dienstmädchen da sei. Sie wurde eingelassen; der Geist war wieder verschwunden.
»Marie«, sagte der Baron, »wir haben gewettet, daß keiner dieser Herren einen Strähn Seide aufwickeln kann, wenn sowohl ihm als auch Ihnen die Augen verbunden sind. Ich habe gewettet, daß es dennoch möglich ist. Wenn ich gewinne, dürfen Sie auf drei Tage Ihre Angehörigen zu Hause besuchen und ihnen etwas mitbringen. Sie dürfen aber nicht lachen oder sprechen, solange die Seide aufgewickelt wird, sonst habe ich verloren. Wollen Sie es versuchen?«
»Gewiß«, erwiderte das Mädchen, »und Sie sollen sehen, daß ich nicht lachen werde.« Dann nahm sie ihren Platz ein und ließ sich von der Baronin die Augen verbinden und die Seide um die Handgelenke legen.
Darauf ergriff Herr D… auf ein Zeichen Vatterales das andere Ende des Fadens und begann ihn langsam aufzuwickeln.
»Beginne!« sagte Vatterale, nach der Stelle gewandt, wo der Geist verschwunden war. Er erschien sofort wieder und berührte die Hand des Mädchens, das auf der Stelle gleich in einen tiefen magnetischen Schlaf fiel, aus dem sie eine zweite Berührung wieder, jedoch nicht zum vollen Bewußtsein, erweckte. Sie stand auf, warf die Seide beiseite und trat der Reihe nach an die sämtlichen Instrumente heran, um uns einige Stücke zum Besten zu geben. Der Geist berührte ihren Kopf und sogleich flüsterte sie drei Herren aus der Gesellschaft nacheinander die glühendsten Liebesworte ins Ohr.
Wieder berührte sie der Geist und sie begann in pathetischem Ton zu deklamieren. Bald war sie Charlotte Corday, dann Maximilian von Mexiko, bald die Jungfrau von Orleans, dann ein einfaches Indianermädchen, jetzt war sie die Malibran und sang wundervoll, dann wieder eine ernste Frau und sprach über das göttlich-schöpferische Werk des Weibes, über die Liebe und über vieles andere. Es gab kaum ein Thema, das sie nicht angeschlagen hätte. All dies mochte etwa zwei Stunden gedauert haben, dann tat Vatterale dem Wirken des Geistes Einhalt und weckte das Mädchen wieder auf, das von den gesamten Vorgängen keinerlei Erinnerungen hatte. Die Anwesenden schenkten ihr einige Goldstücke und sie verließ das Zimmer, zweifellos mit dem Wunsche, noch öfter Seide auf diese Weise aufzuwickeln.
»Nun will ich Ihnen etwas zeigen,« sagte Vatterale, »was vielleicht interessanter ist als alles, was Sie je gesehen haben. Schauen Sie her!«
Im gleichen Augenblick erschienen auf allen Seiten des Zimmers unzählige kleine Feuerkügelchen in den verschiedensten Farben – rot, grün, blau, purpur- und scharlachfarben, gold, silber, karmin, weiß und violett – und blitzten und tanzten umher wie wenn sie eine sehnsüchtige Freude verspürten. Es waren wohl Tausende von ihnen vorhanden, die durcheinander in der Luft umherwirbelten, bald die Bilder an den Wänden beleuchteten, bald sich in größeren Massen vor den Spiegeln ansammelten oder auf dem Boden unter den Stühlen zwischen unseren Füßen und über den Teppich rollten wie im Übermut des Spiels. Jede ihrer Bewegungen war von einem zischenden Laut begleitet, ähnlich dem einer steigenden Rakete, wenn auch nicht so stark. Schließlich bildeten sie eine Krone, genau so, wie ich sie vor einigen Jahren hier in Paris über dem Haupte Napoleons hatte schweben sehen. Ich hielt diese beiden Umstände nebeneinander und wandte mich schon an Vatterale, um etwas zu sagen, als er, wie wenn er meine Absicht geahnt hätte, mir mit der Bemerkung zuvorkam:
»Ich habe Ihnen einmal gesagt, wir würden uns bald wieder begegnen! Geduld – diese Nacht muß vorübergehen. Nehmen Sie das Geschenk an, das ich für Sie in Ihrem Hotel zurückgelassen habe, und vergessen Sie nicht, daß wir uns wieder begegnen werden.« Dann schwieg er wieder wie zuvor, und die Gesellschaft wußte mit seiner abgerissenen und scheinbar sinnlosen Äußerung nichts anzufangen.
Ich aber wußte jetzt: Vatterale und der Graf waren ein und dieselbe Person, wer aber waren die beiden anderen: Miakus und Ravalette?
Die feurige Krone bildete übrigens den Schluß der Vorführungen; die Gesellschaft trennte sich in ziemlich vorgerückter Stunde und jeder ging nach Hause.