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Die Bären von Hohen-Esp: Roman cover

Die Bären von Hohen-Esp: Roman

Chapter 3: Das Meer
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About This Book

A provincial family grapples with a daughter's engagement to a wealthy, charismatic nobleman whose gambling and extravagance divide opinion among relatives. Some warn that his dissipation endangers the household's future, while others trust his charm and honor. The narrative examines tensions between romantic idealism and practical prudence, portraying the woman's steadfastness, the guardians' anxieties, and the social rituals that shape courtship, inheritance, and the risks of marrying for passion within a conservative social circle.

Das Meer

Es war in meinem Leben Das Meer mein treuster Freund, Drum bleib' ich mit ihm ewig In Leid und Freud' vereint!
Wenn einst mein Herz geschlagen
In tiefster Traurigkeit,
Dann hat sein lindes Rauschen
Gestillt mein Herzeleid.
Und wenn in Not und Schmerzen
Mein Herz sich wild gebäumt,
Dann grollte es und tobte
Und hat vor Wut geschäumt! —
Und zog dann Glück und Wonne
In meine Seele ein,
Dann glänzten seine Wogen
Wie heller Edelstein!
Es kräuselte ein Lächeln
Sein leuchtend Angesicht
Am Auge blitzten Tropfen
Wie eitel Sonnenlicht! —
So ist das Meer gewesen
Mein Freund in Glück und Leid,
Drum bleib' ich ihm ergeben
in Liebe allezeit!
Aus »Schiffslieder« von Gabriele von Rochow
geb. v. Pachelbl-Gehag