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Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord cover

Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord

Chapter 12: Zu Margaretes Handschrift.
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About This Book

The narrative follows a lively young hairdresser who moves to the metropolis, marries a devoted worker, and gradually grows disgusted by domestic life, sexual estrangement, and conflicts with her mother-in-law. Her shifting loyalties and secret affairs strain the marriage; friendship with another woman intensifies, feeding resentment and reckless solidarity. Tensions of class, desire, and power escalate until the friends conspire in a lethal act involving poison and its aftermath, exposing moral ambiguities and the social pressures that drive ordinary people toward crime.

Probe der Handschrift von Margarete Bende

Zu Margaretes Handschrift.

(Datum unbekannt, Untersuchungshaft.) Kein so starker Hafteinfluß. Die Schrift im ganzen enorm unterschieden von Ellis: groß, weit, schräg nach links gelegt, unregelmäßig über den Linksrand verfügend, meist ihn besetzend. Ein Temperament, leidenschaftliches, exaltiertes Wesen. – Starkes Selbstgefühl, Neigung sich in Szene zu setzen. Schlecht disponierend, unfähig zu überblicken und zu ordnen, unter der Vorherrschaft des Gefühls. Dabei nicht eigentlich Mitgefühl, Weiche (siehe die doppelten Winkel in den „n“ und „m“), eher Egoismus (Neigung zu rechtsläufigen Abbiegungen). Die Offenheit größer als Ellis, aber auch nicht erheblich. Wenig Energie und Zielsicherheit; leichtes Erlahmen und Wiederaufrichten (gewölbte Zeilenführung in Zeile 3). Größere innere Einheitlichkeit als Elli; die Worte fließend, gebunden; gegen Ellis Sprunghaftigkeit hier Zusammenhang, Kontinuität, ja Haftenbleiben. – Die große heftige Schrift mit ihrer selbstsicheren Art, daneben das leichte Erlahmen, die mangelhafte Fähigkeit zu berechnen, deutet auf Überkompensation, Dekorieren: sie gibt sich überkräftig, sicher, ist schwächlich. –

Ellis Handschrift beunruhigender, gefährlicher trotz ihrer sauberen bürgerlichen Haltung. Margarete gesellig und schwach trotz des brüsken impulsiven Auftretens. –